Messina 1347

ArtikelNr.: 208-0004

Für Kinder unter 6 Jahren nicht erlaubt
Achtung: Für Kinder unter 36 Monaten nicht geeignet. Erstickungsgefahr!
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Im Jahr 1347 kamen Handelsgaleeren von der Krim-Halbinsel nach Sizilien und legten im alten Hafen von Messina an. Die Galeeren hatten Ratten. Die Ratten hatten Flöhe. Und die Flöhe trugen eine Seuche in sich, die später als der Schwarze Tod bekannt werden sollte. Im Laufe der nächsten vier Jahre starb in den Städten Europas die Hälfte der Bevölkerung.

Die Spieler schlüpfen in die Rolle von Adelsfamilien mit Landbesitz in der Gegend um Messina. Sie versuchen, die Menschen vor der Seuche zu retten, indem sie sie auf ihre Ländereien umsiedeln. Während sich die Seuche in Messina verschlimmert, bauen die Spieler kleine unabhängige Gemeinschaften auf und versuchen, die Seuche mit Feuer zu bekämpfen.

In den letzten Runden des Spiels beginnt die Seuche zurückzugehen und die Spieler bringen die geretteten Bürger zurück, um die widerstandsfähige Stadt Messina wieder zu bevölkern.
Merkmal:

4.5 von 5 Sternen

Charakteristik

Glück
2 / 5
Strategie
5 / 5
Gestaltung
5 / 5
Suchtfaktor
4 / 5
Vielschichtiger Kampf gegen die Pest
In Messina 1347 übernehmen die Spieler ein Adelshaus, das bemüht ist, die gleichnamige Stadt und deren Bewohner vor der sich ausbreitenden Pest zu schützen. Eine Aufgabe, die sich als sehr vielschichtig und komplex herausstellt.

Die Stadt Messina wird als modulares Spielbrett - Größe abhängig von der Spielerzahl - aufgebaut. Jedes dieser Felder ist mit einer von vier Farben und einem von drei verschiedenen Rattensymbolen gekennzeichnet. Zusätzlich bietet jedes Stadtfeld eine andere Aktion, die man erhält, wenn man eine seiner Spielfiguren dort platziert.

Von diesen Spielfiguren hat jeder Spieler anfänglich drei, sowie ein eigenes Anwesen (aufgeteilt in drei Bereiche) mit jeweils einem Aufseher für jeden Bereich.

Gespielt werden gerade einmal 6 Spielrunden mit folgendem Ablauf: Zuerst breitet sich die Pest - ausgehend von den Häfen - in der Stadt aus. Hierzu wird das Pest-Rad verwendet. Dies zeigt an, auf welchen Rattensymbolfeldern ein Pestmarker gelegt werden muss, und auf welchen farbigen Feldern welche Bewohner (Nonnen, Handwerker, Aristokraten) auftauchen. Danach sind die Spieler mit ihren Aktionen dran, bevor er zu einer Produktionsphase kommt. Bevor sich danach die Pest weiter in der Stadt verbreitet, muss vorerst noch geprüft werden, ob die Pest einigen Bewohnern das Leben gekostet hat.

Die Aktionen der Spieler sind sehr vielschichtig, zumal man am besten versuchen muss, lediglich die benachbarten Felder seiner Arbeiter zu nutzen, da ihr Einsatz sonst schnell sehr teuer wird. Hat man genug Rohstoffe, kann man Produktionsgebäude in seinem Anwesen bauen. Hierhin kann man Bürger aus der Stadt bringen, damit sie für einen arbeiten. Kommen die Bürger allerdings aus einem verpesteten Stadtteil, müssen sie erst für 2 Runden in Quarantäne. Hierzu können die Standard Quartiere genutzt werden, oder man wertet diese auf, damit die Geretteten auch in Quarantäne für mich arbeiten können. Oder in bringe die geretteten in meinem Anwesen unter, wo sie dann aber nur unter den wachsamen Augen meiner Aufseher arbeiten. Die Ausbildung/Aufwertung von Aufsehern oder Stadtbewohnern bringt zusätzliche Vorteile, kostet aber auch eine wertvolle Aktion.

Zusätzlich muss man versuchen, die Pest in der Stadt mit Feuer zu bekämpfen. Kann man dies nicht, und nutzt trotzdem die Aktion eines verseuchten Stadtteils, erhält man einen Rattenmarker, der in der Endwertung richtig weh tun kann. Und dann kann man, wenn man genug Personen, Rohstoffe und einen Wagen besitzt, auch noch die evakuierte Stadt erneut bevölkern. Möchte man nicht auf dieses Ziel spielen, kann man sich auch auf die Schiffe im Hafen, oder den Bau eigener Gebäude konzentrieren. Oder vielleicht doch besser von allem ein wenig?

Wie gesagt, Möglichkeiten gibt es viele und gefühlt hat man immer zu wenig Arbeiter, Geld und Spielrunden, um alle Aufgaben zu meistern. Gerade das macht Messina für mich zu einem sehr guten Spiel, das auch einen sehr guten Solo-Modus besitzt.

Das Spielmaterial ist gut und passend zum Thema gestaltet. Einzig und allein die Personenmarker sind etwas klein und fummelig geraten, tun dem Spielspaß aber in meinen Augen keinen Abbruch.

Für mich ist Messina 1347 ein sehr gutes Spiel, das mich ähnlich fesselt, wie die anderen Werke dieses Autors.
5 von 5

24.10.2022
Solides Spiel, aber...
leider nicht so gut wie Praga Caput Regni.
Bei Messina habe ich nach ein paar Runden nicht mehr so den ganz großen Wiederspielreiz wie bei anderen Titeln dieses Autors.
Das Thema hat uns auch nicht so gefallen, aber das bleibt Geschmackssache.

Folglich vielleicht erstmal testspielen, bevor man sich Messina kauft. ;)
4 von 5

18.05.2022

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