ArtikelNr.: 32-0083

Für Kinder unter 6 Jahren nicht erlaubt
Achtung: Für Kinder unter 36 Monaten nicht geeignet. Erstickungsgefahr!
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Die Hallertau im Herzen von Bayern ist das größte zusammenhängende Hopfenanbaugebiet der Welt und rühmt sich damit, den wohl ersten Hopfen in ganz Mitteleuropa angebaut zu haben. Dieses Spiel versetzt euch in die Zeit um 1850, als die Hallertau zu dem wurde, was sie heute ist.

Als Vorsteher eines kleinen bayrischen Dorfes in der Hallertau seid ihr darum bemüht, den Wohlstand eurer Gemeinde zu mehren. Dazu gilt es, die örtlichen Handwerksbetriebe mit Waren zu versorgen, die ihr mittels Ackerbau und Schafzucht herbeischafft.

Wer vermag es, in der kurzen Zeit, die euch gegeben ist, seine Arbeiter passend einzusetzen und seine Karten richtig auszuspielen, um sein Dorf am Ende in strahlendem Glanz erscheinen zu lassen?



Spielmaterial:

    336 Karten
    250+ Holzteile
    40 Findlinge
    40 Werkzeuge
    28 Felder
    20 Handwerksplättchen
    13 Spielbretter
    4 Hauspläne
    4 Juwelenmarker
    4 Juwelenplättchen
    4 Übersichten
    1 Spielanleitung
    1 Startspielermarker
    1 Wertungsblock
Merkmal:
19,99 €

inkl. 19% USt., zzgl. Versand

F�r Kinder unter 6 Jahren nicht erlaubt
Achtung: Für Kinder unter 36 Monaten nicht geeignet. Erstickungsgefahr!

5 von 5 Sternen

Charakteristik

Glück
2 / 5
Strategie
5 / 5
Gestaltung
5 / 5
Suchtfaktor
5 / 5
Einfach zu spielen, komplexe Zusammenhänge und reichlich Abwechslung
In Hallertau bauen die Spieler ihr Dorf aus, mittels Ackerbau, Viehzucht, Handel und der Entwicklung ortsansässiger Handwerksbetriebe.

Jeder Spieler verfügt über einen Dorfplan, der die verfügbare Arbeiterzahl und mögliche Siegpunkte anzeigt und zentral 5 verschiedene Manufakturen aufweist, zu deren rechten Seite je 2 Findlinge liegen. Außerdem erhält jeder einen Ackerplan mit 3 Äckern und Startressourcen, eine Schmuckschatulle und einen Hofplan (für Schafe) mit 6 Karten, sowie einigen Handkarten.
Der gemeinsame Plan zeigt 20 Aktionsfelder, auf dem jeweils ein Arbeiter steht.

Das Spiel verläuft über 6 Runden, die in jeweils 10 Phasen unterteilt sind:
1. Eine Viertelkarte wird aufgedeckt, die vorgibt, von welchem Viertel der Aktionsfelder die jeweils oberste Reihe an Arbeitern abgeräumt wird.
2. Jeder schiebt die Hofkarte seines Hofplans beiseite – darauf liegende Schafe werden in den allgemeinen Vorrat gelegt – und man erhält so viele Arbeiter, wie der eigene Dorfplan vorgibt.
3. Nun erhält jeder jene Einkommen, die durch zuvor ausgelegte Bonuskarten vorgegeben werden.
4. Es folgt die erste der beiden wesentlichen Phasen: die Aktionsphase. Abwechselnd setzen die Spieler Arbeiter aus ihrem Vorrat auf eines der Aktionsfelder und führen die entsprechende Aktion aus. Ist das Aktionsfeld frei, so reicht ein einzelner Arbeiter, danach bräuchte man 2, dann 3 für diese Aktion. Ist es voll belegt, kann diese Aktion vorläufig nicht durchgeführt werden. Grundsätzlich darf jeder Arbeiter gegen ein Werkzeug-Plättchen getauscht werden. Diese Phase endet, sobald alle Spieler all ihre Arbeiter verbraucht haben.
5. Jeder Spieler nimmt seine zuvor verschobene Hofkarte vom Hofplan zu seinen Handkarten.
6. Alle nicht bepflanzten Äcker werden um eine Reihe nach oben verschoben (wodurch sie ertragreicher werden)
7. Alle bepflanzten Äcker bringen nun Erträge in Höhe der Reihe, in der sie liegen und werden anschließend jeweils um eine Reihe nach unten versetzt.
8. Jedes Schaf bringt eine Einheit Milch hervor.
9. Es folgt die zweite wesentliche Aktionsphase. Nun werden die eigenen Handwerksbetriebe unterstützt, indem man ihnen Rohstoffe zur Verfügung stellt. Die benötigte Menge hängt von der Runde ab (in Runde 1 benötigt jeder Betrieb nur einen Rohstoff, in Runde 2 dann 2 usw., wobei ab Runde 3 durch bestimmte Kombinationen auch Rabatte geltend gemacht werden können). Jede Unterstützung bewirkt, dass das entsprechende Plättchen um eine Stufe nach rechts verschoben wird. Müssen hierbei ein oder zwei Findlinge verschoben werden, so wird dazu jeweils die entsprechende Anzahl an Werkzeugen benötigt. Wurden alle Betriebe um mindestens eine Stufe verschoben (nicht unbedingt in einer Runde), so wird auch der Dorfplan um eine Stufe verschoben und gewährt für die nächste Runde mehr Arbeiter für die Aktionsphase bzw. irgendwann Siegpunkte.
Für jeden abgegebenen Schmuck darf man einen Betrieb ebenfalls um eine Stufe nach rechts verschieben.
10. Zuletzt werden die Findlingen wieder neu ausgerichtet.

Zudem dürfen jederzeit Karten ausgespielt werden (man muss Dinge abgeben oder auch nur besitzen). Durch Karten erhält man sofort Dinge, dauerhafte Einkommen, weitere Karten und/oder Siegpunkte.

Bei Spielende gibt es Punkte für freigelegte Punktefelder auf seinem Dorfplan, Schafe und Schmuck bringen jeweils einen, alle Äcker ihrer jeweiligen Reihe/übrige Waren und Werkzeuge werden zusammengezählt und durch 5 geteilt für die entsprechende Punktzahl und alle ausgespielten Karten bringen die aufgedruckten Punkte.

->Fazit: Anfangs erscheint das Spiel sehr umfangreich, aber 8 der 10 Phasen sind schnell und einfach abzuhandeln. Dennoch sorgen die Aktions-und Fortschrittsphase der Betriebe für reichlich Komplexität in Zusammenhang mit den Handkarten. Daher hat das Spiel schon einigen Anspruch, lässt sich aber bei erfahrenen Spielern dennoch flüssig spielen. Einzig die Ablagefelder der eigenen Ackerpläne hätten breiter sein sollen – hier ist ab Runde 4 nicht mehr genügend Platz für die meisten eigenen Güter. Das ist aber nur ein winziger Kritikpunkt an einem ansonsten tollen Spiel. Außerdem gibt es diverse Kartendecks, die für reichlich Abwechslung sorgen.
5 von 5

26.06.2021
Ein Rosenberg, wie man in kennt und liebt
Hallertau soll ja das letzte Spiel der Agra-Reihe von Uwe Rosenberg sein. Und für sein Finale hat er einige Dinge aus seinen bisherigen Spielen aufgegriffen und optimiert.

Dementsprechend opulent kommt dieses Spiel daher. Es gibt jedem Menge verschiedener Rohstoffmarker (Schafe, Flachs, Gerste, Hopfen, Roggen, Lehm, Fell, Fleisch, Milch Wolle und 80 Arbeiterwürfel), mehr als 300 Karten und verschiedene Spielfeldteile (Dorfgemeinschaft, Ackerbau, Schafzucht, etc.).

Dieses Mal bewirtschaften wir nicht nur einen Bauernhof, sondern wir kümmern uns um eine ganze Gemeinde. Die Weiterentwicklung meiner Gemeinde, wird durch verschiedene Handwerke dargestellt. Sobald ich ein Handwerk weiterentwickelt habe, darf ich das entsprechende Gebäude auf meinem Dorfplan ein Feld nach rechts verschieben. Habe ich das mit allen Handwerken geschafft, rutscht mein Gemeindehaus automatisch nach, was mir zusätzliche Arbeiter und zum Schluss sogar Siegpunkte bringt.

Für die Entwicklung der Handwerke benötige ich verschiedene Rohstoffe. Diese kann ich über die Ackerwirtschaft und Viehzucht erhalten (Schmuck fungiert als Jocker, bringt am Ende des Spiels aber auch Punkte). Und hier gibt es bei Hallertau zwei Besonderheiten, die ich bisher so noch in keinem Spiel gesehen habe. Felder können eine unterschiedliche Menge an Ertrag bringen, je nachdem, wie gut ich die Dreifelder-Wirtschaft nutze. Und Schafe können auch eines natürlichen Todes sterben, was mir dann natürlich gar nichts bringt.

Gesteuert wird Hallertau, wie fast alle Spiele dieser Art über ein gemeinsames Spielfeld mit Aktionsfeldern. Allerdings ist die Nutzung dieser Felder dieses Mal etwas anders. Jedes Feld kann bis zu 3x genutzt werden, wobei sich die Kosten des Feldes (=Arbeiterwürfel) allerdings erhöhen. Da die platzierten Arbeiterwürfel auch im Spielverlauf nur selten ganz verschwinden, sind die beliebten Felder zwar das ganze Spiel über vorhanden, aber häufig auch sehr teuer zu bezahlen.

Die Art und weise, wie die Mengen an Rohstoffen abgebildet werden, ohne das man große Mengen an Tokens sammeln muss, ist im ersten Moment vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig, funktioniert dann aber sehr gut.

Über gerade einmal 6 Spielrunden versuchen die Spieler so viele Rohstoffe zu produzieren, um ihre Industrien zu entwickeln und Handkarten auszuspielen.

Wer Agricola, Caverna, Nussfjord oder ein Fest für Odin von Uwe Rosenberg kennt, der wird keine Probleme haben, sich in Hallertau zurecht zu finden. Allerdings ist die Menge an unterschiedlichen Rohstoffen bei sich ständig verändernden Entwicklungskosten wirklich ein Brocken. Hier muss wirklich sorgfältig geplant und überlegt werden, was zu ordentlich Grübelei führen kann.

Mir gefällt Hallertau sehr gut, und ich finde, es ist ein würdiger Abschluss dieser Art von Uwe-Rosenberg-Spielen (falls es denn wirklich bei seinem Entschluss bleibt). Durch die vielen Weiterentwicklungen macht Hallertau auch super viel Spaß und die große Anzahl an Karten garantiert jede Menge Abwechslung.
5 von 5

09.12.2020
Leicht zugängliches Expertenspiel
Endlich wieder ein großer Rosenberg mit Workerplacement, der in den bisherigen Spielrunden bei uns sehr großen Spaß gemacht hat. Wer schon Landwirtschaftsspiele von Uwe Rosenberg kennt, findet sich in der Spielregel schnell zurecht. Manches ist vertraut, vieles aber auch erfrischend anders. Die obligatorischen Schafe vermehren sich hier z. B. nicht, sondern sterben stattdessen, wenn man nichts dagegen unternimmt. Am Ende jeder Runde müssen Ressourcen in variierender Menge und Kombinationen abgegeben werden, was mehr Worker und Siegpunkte generiert. Das erinnert zunächst an Reykholt, macht in Hallertau im Gegensatz dazu aber richtig Spaß und fühlt sich überhaupt nicht trocken an. Sehr schön ist der Mechanismus der Felderwirtschaft (brachliegende Felder erhöhen ihren künftigen Ertrag, abgeerntete Felder büßen Bodenqualität ein).
Schließlich bringen die zahlreichen Karten, die im Spielverlauf gezogen werden, ein Quäntchen Zufall ins Spiel. Das Zufallselement bleibt aber moderat und ist in etwa mit dem Karten- und Würfelglück bei Ein Fest für Odin vergleichbar.
Wie bei Rosenberg gewohnt, können ganz verschiedene Strategien zum Sieg führen, was den Wiederspielreiz hoch hält.
5 von 5

03.12.2020

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