Zwischen zwei Schlössern

ArtikelNr.: 59-0035

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Achtung: Für Kinder unter 36 Monaten nicht geeignet. Erstickungsgefahr!
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Der König verlangt nach einem Schloss! Du bist ein weltberühmter Baumeister, der von König Ludwig beauftragt worden ist, ihn bei dem Entwurf seiner Schlösser zu unterstützen. Für ein derart wichtiges Unterfangen ist jedoch das Können von mehr als einer Person nötig. Daher wirst du bei jedem Bauprojekt mit einem anderen Baumeister zusammenarbeiten, um gemeinsam eure grandiosen Pläne umzusetzen. Werden eure planerischen und kollaborativen Fähigkeiten ausreichen, um die beeindruckendsten Schlösser der Welt zu entwerfen?

In Zwischen zwei Schlössern werden Raumplättchen gezogen und ausgespielt. Du arbeitest mit dem Spieler zu deiner Linken an dem Bau eines Schlosses und gleichzeitig baust du ein zweites Schloss mit dem Spieler zu deiner Rechten. Während jeder Runde wählst du zwei der Räume von deiner Hand aus und entscheidest dann gemeinsam mit deinen Nachbarn, welches der Plättchen du in welchem Schloss platzierst.

Am Ende des Spiels wird jedes Schloss gewertet. Da für dich von deinen beiden Schlössern nur das mit der niedrigeren Punktezahl zählt, darfst du keins der beiden vernachlässigen.



Spielmaterial:

    202 Raumplättchen
    28 königliche Bedienstete
    20 Bonuskarten
    7 Schlossfiguren
    7 Übersichtskarten
    1 Spielanleitung
    1 Wertungsblock
Merkmal:

5 von 5 Sternen

Charakteristik

Glück
3 / 5
Strategie
4 / 5
Gestaltung
4 / 5
Suchtfaktor
4 / 5
Gemeinschaftlich Konkurrieren
Zwischen zwei Schlössern hat erstmal eine ziemlich verquere Siegbedingung. Jeder Spieler baut zeitgleich zwei Schlösser, eines mit seinem linken Nachbarn, eines mit seinem rechten. Wer nun das beste schlechtere Schloss hat, gewinnt. Das heißt, von jedem Spieler werden beide Schlösser am Spielende gewertet, doch nur das Punktschwächere wird für die Wertung herangezogen. Wer hier dann die meisten Punkte hat, gewinnt das Spiel.

Um aber zur Schlusswertung zu kommen, will auch dieses Spiel erstmal gespielt werden. Zwischen zwei Schlössern spielt sich hierbei sehr flüssig, da stets alle Spieler gleichzeitig am Zug sind. So ziehen sie zunächst aus einem Plättchenstapel zwei Räume, einen für jedes Schloss, an dem sie bauen. Haben alle Spieler gewählt, dürfen sich die Nachbarn jeweils beraten, welchen Raum sie wo platzieren wollen. Wenn auch hiermit alle Spieler fertig sind, wird der Plättchenstapel an den nächsten Spieler gereicht und es geht von vorne los. Nach acht Zügen sind die Schlösser gebaut und die Wertung erfolgt.

Für den Bau gibt es zunächst Grundregeln. Räume können nur ebenerdig oder auf andere Gebäude gebaut werden. Ausnahmen sind Keller und Verbindungsräume, die auch unterirdisch gebaut werden können. Und Außenflächen, auf denen nichts errichtet werden kann.
Viel komplexer aber ist es, die einzelnen Punktbedingungen der Räume zu erreichen. So gibt es unterschiedliche Raumarten, die unterschiedliche Baustile einfordern. Der eine Raum will von Räumen einer bestimmten Art umgeben sein, der andere Raum bedarf bestimmter Räume in einer bestimmten Anordnung neben sich, der nächste Raum fordert möglichst viele Räume über oder unter sich.
Da diese Bedingungen natürlich in gewisser Weise konträr zueinander laufen, gilt es stetig abzuwägen, was wohl die meisten Punkte einbringt.
Zudem ist zu berücksichtigen, dass es Boni gibt, wenn man mehrere gleiche Räume baut, während ein Raumtyp wiederum auf Vielfalt setzt.

So ein Schloss ist also nicht einfach zu bauen, doch die Variabilität bietet viel Reiz. Es ist nicht immer das kompakteste Schloss, das die meisten Punkte sichert. Auch nicht immer das mit den meisten verschiedenen Räumen. Es kommt schon sehr darauf an, dass man sich an die Gegebenheiten der vorliegenden Plättchen anpasst.

Zwischen zwei Schlössern ist ein sehr gelungenes Spiel, hat aber dennoch einen Makel, das ist die Wertung. Denn es ist fast nicht möglich, während des Spiels schon zu errechnen, wie viele Punkte man tatsächlich erzielt. So ist erstens die Auswertung am Ende ein wenig zu zäh, zu Anderen nimmt es in der letzten Runde die Option, noch mal taktisch das eine oder das andere Schloss zu stärken. Zwar könnte man es ausrechnen, das würde den Spielfluss aber stören.

Doch trotz des Mangels bekommt man ein Gefühl für die Stärke des eigenen Schlosses und wird von Partie zu Partie besser, seine Schlösser in der Waage zu halten.

Zuletzt noch ein fettes Plus für die Inlays, die es erlauben, mit weniger als einer Minute Aufbau zu beginnen. Das bräuchten mehr Spiele.
5 von 5

01.11.2019
„ZWISCHEN ZWEI SCHLÖSSERN“ – FAZIT
Review-Fazit zu „Zwischen zwei Schlössern“, einem schicken Team-Legespiel.


[Infos]
für: 3-7 Spieler
ab: 10 Jahren
ca.-Spielzeit: 45-60min.
Autoren: Matthew O’Malley und Ben Rosset
Illustration: Laura Bevon, Agnieszka Dabrowiecka, Bartłomiej Kordowski und Noah Adelman
Verlag: Feuerland Spiele
Anleitung: deutsch
Material: deutsch

[Download: Anleitung/Übersichten]
dt.: http://www.feuerland-spiele.de/spiele/zwischen2schloessern.php?show=dwl
engl., jap.: https://boardgamegeek.com/boardgame/258036/between-two-castles-mad-king-ludwig/files

[Fazit]
Die Spielmechanik funktioniert hier ähnlich dem indirekten Vorgänger „Between two Cities“ (s. Review), da wieder die Spielnachbarn zusammen ein Werk erbauen.
Es gilt das schönste Schloss zu bauen, doch da dies gar nicht so einfach ist, tun sich die Bauherren in spe zusammen und arbeiten gemeinsam an der Fertigstellung, zumindest teilweise. Jeder Spieler baut mit seinem linken und rechten Nachbarn an einem eigenen Schloss und legt dort Plättchen um Plättchen neue Räume, immer in Absprache mit dem quasi-Teamkollegen, an. Dabei muss darauf geachtet werden, dass kein Schloss bevorzugt wird, denn nur das Schloss mit der niedrigeren Punktzahl, von beiden, bringt bei der Spielende-Wertung dem jeweiligen Spieler auch Punkte ein!
Über zwei Runden wählen die Spieler aus neun Raumplättchen immer zwei pro Zug aus und geben den Rest zuerst nach links, in der zweiten Runde nach rechts, weiter – so werden die Räume gut durchgemischt. Von den zwei gewählten Räumen, kommt einer zum linken und einer zum rechten Schloss, da sollte also genau geschaut werden, welcher Raum wo am besten hinzupasst. Denn jeder Raum gibt vor, mit welchen anderen Räumen am ehesten bzw. besten Punkte zu generieren sind. Dabei kann es um benachbarte Räume gehen oder um Räume in einer Spalte oder einer bestimmten Art irgendwo im Schloss, u.v.m.

Die Vielzahl verschiedenster Räumlichkeiten, Grünanlagen und Kellergewölben ist enorm und so dauert es viele Partien, bis man alles kennengelernt hat – und das lohnt sich nicht nur spielerisch, die Raum-Ideen sind einfach klasse und sollten alle gesehen werden^^. Davon ab sind auch die vielen Kombinationsmöglichkeiten zu erkunden und via verschiedener Taktiken auszuprobieren, was die meisten Punkte einbringt. Vor allem, wenn Räume bzw. deren Bedingungen mit mehreren zu gleich harmonieren und so gleich nochmal so viele Punkte erhalten werden können.

„Z2S“ ist etwas ausgereifter und macht insgesamt mehr Spass als der Vorgänger. Die Spielmechanik ist immer noch frisch und das quasi-Kooperieren fordernd, will man doch möglichst zu beiden Seiten hin gleich gut punkten, um die Endpunktzahl hoch zu halten. Dadurch wird auch die Interaktion hochgehalten, ohne dass das Eigen-Gegrübel^^ zu kurz kommt, wenn die Erstauswahl der Plättchen getroffen wird. Das Material wurde auch nochmal aufgewertet und kommt, dank der König Ludwig-Thematik, angenehm bunter daher – klasse auch die Inlays, die die Plättchen nicht nur beim Aufräumen gut wegsortieren^^.
Auf jeden Fall für viele Runden spielenswert, muss „Z2S“ unbedingt probiert oder gleich angeschafft werden!

[Note]
5 von 6 Punkten.

[Links]
BGG: https://boardgamegeek.com/boardgame/258036/between-two-castles-mad-king-ludwig
HP: http://www.feuerland-spiele.de/spiele/zwischen2schloessern.php
Ausgepackt: n/a

[Galerie]
http://www.heimspiele.info/HP/?p=27328
5 von 5

29.01.2019

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