ArtikelNr.: 59-0052

Für Kinder unter 6 Jahren nicht erlaubt
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Und so beginnt die Energieevolution...

Wir schreiben das Jahr 1922. Die Kanonen des großen Krieges sind seit 4 Jahren verstummt. Die Welt erholt sich dank der Erfindungen Nikola Teslas zur Stromerzeugung durch Wasserkraftwerke in einem enormen Tempo. Ein neuer Krieg zieht auf, diesmal ausgefochten in den Tälern der mächtigen Alpen. Wirst du es schaffen, dich gegen deine Konkurrenten durchzusetzen und das größte Netzwerk von Wasserkraftwerken aufzubauen, das die Welt je gesehen hat?

Wasserkraft ist ein episches Strategiespiel. Bis zu vier Spieler setzen über 5 Spielrunden ihre Arbeiter bestmöglich ein, um auf dem Spielplan ein Netzwerk aus Staumauern, Rohrleitungen und Turbinenhäusern zu bauen, mit dem sie die meiste Energie erzeugen und damit die profitabelsten Versorgungsverträge erfüllen können. Nur mit planvollem Vorgehen kannst du dir den Zugang zum wichtigsten Rohstoff des Spiels sichern: Wasser. Aber pass auf, dass deine Mitspieler es dir nicht ausgraben.



Spielmaterial:

    55 Vertragsplättchen
    48 Arbeiter
    36 Technologieplättchen
    34 Bagger
    30 Wassereinheiten (in Form von Wassertropfen)
    26 Betonmischer
    20 Automaplättchen
    20 Erhöhungen
    20 Grundmauern
    20 Rohrwerke
    20 Turbinenhäuser
    12 Marker
    10 Startaufstellungsplättchen
    8 Quellenplättchen
    7 Chefingeneure
    6 Bonusplättchen
    6 Zielplättchen
    4 Bauscheiben
    4 Spielhilfen
    4 Unternehmenspläne
    3 Neutrale Erhöhungen
    3 Neutrale Grundmauern
    1 Automa - Soloanleitung
    1 doppelseitiger Spielplan
    1 Energieleiste
    1 Managementplan
    1 Patentamtsplan
    1 Spielanleitung
Merkmal:
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4 von 5 Sternen

Charakteristik

Glück
2 / 5
Strategie
5 / 5
Gestaltung
4 / 5
Suchtfaktor
4 / 5
Sehr anspruchsvoll, bei uns kam aber leider keine Atmosphäre rüber
In Wasserkraft bauen die Spieler Dämme und Rohrleitungen und leiten Wasser zu Turbinen, um möglichst viel Strom zu erzeugen und lukrative Aufträge zu erfüllen.

Das Spielfeld zeigt Wasserläufe von den Bergen ausgehend Richtung Flachland und immer wieder diverse natürliche Wasserreservoirs, an denen Staudämme gebaut werden können. Daneben können Rohrleitungen verlegt werden, die jeweils zu einem Bauplatz für Kraftwerke führen. Nebenan liegt ein Plan mit Aktionsmöglichkeiten aus und außerdem noch eine Energieproduktionsleiste.
Jeder Spieler erhält einen individuellen Ablageplan, auf dem zu Beginn seine Bauwerke abgelegt werden, einen von diversen Chefingenieuren, der eine spezielle Eigenschaft mitbringt, einen Bauplan in Form einer drehbaren Scheibe, Arbeiter sowie etwas Startkapital/-Baumaterial.

Das Spiel verläuft über fünf Runden, die folgendermaßen aufgeteilt sind:
a) Jeder Spieler erhält Geld/Punkte/Baumaterial/Aktionen entsprechend seines Ablageplans, sofern er die dafür entsprechend benötigten Bauwerke bereits errichtet hat.
b) Wassertropfen werden, entsprechend der Vorgabe auf den Wasserflussplättchen, auf die obersten Zuflüsse gelegt.
c) Jeder Spieler führt abwechselnd eine Aktion aus, indem er so viele seiner Arbeiter auf entsprechende Aktionsfelder stellt, wie dort angegeben (u.U. muss auch Geld bezahlt werden). Die Aktionen erlauben z.B. das Verteilen zusätzlicher Wassertropfen, das Nehmen von Geld, den Erwerb von Aufträgen etc.
Zwei wesentliche Aktionen betreffen zum einen den Bau. Hierfür wird ein entsprechendes Bauplättchen samt benötigter Baumaterialien auf die eigene Drehscheibe gelegt, das Bauwerk (Staudammgrundmauer, Staudammerhöhung, Rohrleitung, Kraftwerk) auf den gewünschten Bauplatz gestellt und die Scheibe anschließend um eine Stufe weitergedreht (so erhält man das Bauplättchen sowie Baumaterialien irgendwann wieder zurück).
Die zweite Hauptaktion betrifft die Energieproduktion. Für jeden Wassertropfen an einem Staudamm, den man mittels Rohrverbindung zu einem eigenen Kraftwerk leitet, wird zwischen 1-5 Energie produziert, was einerseits auf der Produktionsleiste vermerkt wird, zum anderen kann ein Auftrag erfüllt werden, wodurch man weitere Boni erhält. (Grundsätzlich darf man nur Wasser aus eigenen/neutralen Staudämmen verwenden; für die Nutzung einer fremden Rohrleitung erhält besitzender Spieler Geld und Punkte)
d) Nachdem jeder Spieler all seine Arbeiter genutzt hat, fließt Wasser von den Quellplättchen in Richtung Ebene, wobei jedes Staumauerteil einen Tropfen hält (maximal drei Tropfen pro Damm).
e) Abschließend gibt es Punkte und Geld, abhängig davon, wieviel Energie man in dieser Runde produziert hat.

Das Spiel endet nach fünf Runden, dann gibt es noch Siegpunkte für verbliebenes Baumaterial/Geld und entsprechend der Erfüllung des finalen Punkekärtchens.

->Fazit: Auch wenn der Ablauf im Grunde recht simpel ist, benötigen die wählbaren Aktionen viel Vorraussicht und einiges an Planung. Zwar kann den Mitspielern hier recht einfach ein Strich durch die Rechnung gemacht werden, gerade aber das wesentliche Element: Das Bauen der Dämme und Kraftwerke, betrifft dies nur unwesentlich, da diese so rar bzw. teuer im Bau sind, dass man sich damit eher selbst schaden würde. Ein weiterer Kritikpunkt betrifft das Baumaterial, denn dieses ist extrem knapp und selbst durch kostenloses Bauen mittels Auftragsboni ist es auch nicht einem einzigen Spieler in unseren Partien gelungen, nur ansatzweise alle seine Gebäude zu errichten. Auch ist die Übersichtlichkeit des Plans mit dichtgedrängten Seen und wilden bunten Rohrleitungen eher unatmosphärisch.
Auf der positiven Seite ist eben die Komplexität der Zusammenhänge der Aktionen zu nennen und das sehr hochwertige Spielmaterial.
Uns hat es nur sehr bedingt gefallen, da einfach keine richtige Atmosphäre aufkam, sondern im wesentlichen nur jeder vor sich hin rechnete.
3 von 5

11.04.2021
„WASSERKRAFT“ – FAZIT
Review-Fazit zu „Wasserkraft“, einem energie-wirtschaftlichen Workerplacement-Spiel.


[Infos]
für: 1-4 Spieler
ab: 14 Jahren
ca.-Spielzeit: 60-120min.
Autoren: Tommaso Battista und Simone Luciani
Illustration: Antonio De Luca
Verlag: Feuerland Spiele
Anleitung: deutsch
Material: sprachneutral

[Download: Anleitung/Übersichten]
dt., engl., frz., span., ital., chin.: https://boardgamegeek.com/boardgame/251247/barrage/files
dt.: https://www.feuerland-spiele.de/spiele/wasserkraft.php?show=dwl

[Fazit]
In dem Strategiespiel geht es darum, möglichst planvoll und geschickt ein Netzwerk aus Verteilerrohren und Staudämmen zu bauen, um so das allgegenwärtig fliessende Wasser aufzufangen und in Kraftwerken zu Strom zu wandeln. So gelingt es dann ertragreiche Verträge zu ergattern und vor allem zu erfüllen. Am Ende gewinnt, wer die meisten Punkte machen konnte – meist durch fiese Taktiken gegen die Mitspieler^^.

Der Wasserfluss wird durch Wassertropfen dargestellt, welche auf dem Spielbrett von oben nach unten „fliessen“, immer dem jeweiligen Flussverlauf folgend. Wer nun, neben den zu Beginn platzierten neutralen Dämmen, einen Staudamm an einem Seebecken baut, hält, je nach Ausbaustuffe, 1-3 Wasser“tropfen“ auf und kann diese gezielt weiterleiten. Hierzu muss ein entsprechendes Gebäude nahe des Staudamms gebaut werden, welches dann die vorgedruckten Rohrwege zu einem Kraftwerk nutzt. Um dann das Wasser auch effektiv durch Turbinen zur Stromerzeugung laufen zu lassen, fehlt natürlich noch das zu stellende Kraftwerk.
Es gilt also gut zu planen, was man wo in welcher Reihenfolge baut, um rasch an der Wasserverteilung zu partizipieren, denn schliesslich verfolgen alle Spieler dieses Ziel und so kommt es sehr oft dazu, dass der geplante Bau durch einen Mitspieler durchgeführt wird und dieser fortan Wasser staut, umleitet oder durch die Stromgewinnung wertvolle Punkte macht.

Um die weisen und vorausschauenden Pläne umzusetzen^^, werden Arbeiter-Meeples auf den Aktionsfeldern des Spielbrettes eingesetzt und die gewünschte Option sofort durchgeführt. Natürlich sind die Plätze begrenzt und so gilt es eben auch hier zu überlegen, welche Aktion wann am besten ausgeführt wird. Es gibt die Möglichkeit „besetzte“ Aktionen dennoch zu nutzen, dafür müssen dann aber immer mehr Arbeiter bereitgestellt und zusätzliche Kosten gedeckt werden – und das Geld ist meist eher rar.
Punkte werden, wie zuvor angedeutet, durch Erfüllen von Aufträgen gemacht und diese bedingen immer einen bestimmten Wert an soeben(!) produzierter Energie. Wurde durch eine genutzte Aktion, inkl. Boni oder Mali, X Energie gewonnen, kann ein zuvor gesammelter Vertrag über X (oder weniger) Energie erfüllt und gegen die dort angegebene Belohnung abgegeben werden.

Schick umgesetzt ist der Baumechanismus, um besagte Staudämme etc. auf das Spielbrett zu bringen. Dazu wird ein Bauplan-Plättchen (für das gewünschte Gebäude) in ein Rondell gelegt, zuzüglich den nötigen Materialien und im Laufe von mehreren Zügen immer weitergedreht (durch spezielle Aktionen oder durch weitere Bauvorhaben ausgelöst), bis es schliesslich wieder am Startpunkt auskommt. Dadurch wird die benötigte Zeit zum Bau simuliert und die Materialien derweil aus dem Spiel genommen – diese erhält der Spieler nach Fertigstellung allerdings wieder, aber bis dahin „fehlen“ sie.

Die Ingenieurs-Charaktere der Spieler und deren Assistenten bringen zudem noch Spezialfähigkeiten ins Spiel, die feine Vorteile bedeuten können. So gibt es z.B. eine, die das Einsetzen von Arbeitern vergünstigt und eine weitere die nötige Energie zur Vertragserfüllung reduziert. So kann, durch Ziehglück zu Beginn des Spiels, so manche überstarke Kombination erlangt werden. Allerdings kann diese immer erst ab einem bestimmten Zeitpunkt genutzt werden, i.d.R. ab einem vorgegebenen Ausbaupunkt (Bsp. 3 gebaute Kraftwerke) – der entsprechende Bonus ist auf der Spielertafel vermerkt und sichtbar sobald das jeweilige Gebäude dort entfernt (und zum Bau genutzt) wurde.

Es gibt hier also viel zu beachten und zu nutzen, um effektiv den Mitspielern das Wasser im wahrsten Sinne abzugraben (haha) und in den 5 Runden die meisten Punkte zu ergattern.
Die gibt es dabei nicht nur für erfüllte Verträge (durch Weitersetzen des Energie-Punktemarkers werden bestimmte Abschnitte auf dessen Leiste erreicht und somit vorgegebene Punkte und mögliche Boni erlangt), sondern auch zum Ende des Spiels durch eine zufällige Vorgabe (à la „für die meisten Kraftwerke“,…)!

Das Spiel entwickelt sich ziemlich schnell zu einem fiesen Taktik-Hin-und-Her^^, da jeder möglichst zügig viel Energie (auf Dauer) gewinnen will und die Möglichkeiten hierzu sind vielfältig. So kann durch Platzieren von Kraftwerken an fremde Rohrwerke ja das Wasser „abgezwackt“ werden, dafür zahlt man nur eine Gebühr, die meist im Verhältnis zum Stromgewinn uninteressant ist – 1 Geld pro Wassereinheit. Je nach Fallgeschwindigkeit und Menge des Wassers, hat das Rohrwerk entsprechende Werte mit denen die durchfliessenden Wassereinheiten multipliziert werden und so kommt es, je nach Gebiet, zu beträchtlichem Energiegewinn. Das freut den Betreiber und ärgert den langsameren, gegnerischen Planer, der hier sicherlich selbst bauen wollte^^.

Diverse weitere heimtückische wie offensichtliche Plan-Optionen können die Spieler nutzen und sich gegenseitig das Spielerleben so richtig schwer machen. Das macht in diesem Zusammenhang aber durchaus Spass – natürlich dürfen hier dann keine Mimosen am Tisch sitzen, die Energiegewinnung ist eben ein knallhartes Geschäft^^.
Material und Anleitung sowie Spielzugang und -verlauf sind verlagstypisch auf hohem Niveau, aber auch wunderbar mach- und spielbar, spätestens nach einer Partie hat man schon heraus, wo der Hase langläuft, nur eben das Kalkül zur feinen Abstufung gegen die Mitspieler will partienweise herausgefunden und geübt werden, bis es irgendwann gemeistert wurde :)!
Kein Leichtgewicht und doch sehr unterhaltend, mit interessantem Thema, welches sich wunderbar dem Spielfluss anpasst und überhaupt nicht aufgesetzt wirkt. Fordernde Kurzweil mit Wiederholungsgarantie für Kennerspieler^^.

[Note lt. Kompetenz-Team]
5 von 6 Punkten.

[Links]
BGG: https://boardgamegeek.com/boardgame/251247/barrage
HP: https://www.feuerland-spiele.de/spiele/wasserkraft.php
Ausgepackt: n/a

[Galerie: 17 Fotos]
http://www.heimspiele.info/HP/?p=29381
5 von 5

18.10.2020
Super - aber auch knallhart
Mit Wasserkraft hat der Feuerland-Verlag wieder ein wahres Schwergewicht in den Ring geschickt. Auch wenn die Spielregeln grundsätzlich nicht einmal so schwer sind, hat man hier ein richtig komplexes Spiel geschaffen, in dem es von Anfang an viel zu planen und zu überlegen gibt. Denn eines möchte ich gleich vorweg sagen: Wasserkraft verzeiht Fehler, die in den ersten Spielrunden gemacht werden, gar nicht!

Worum geht es? Die Spieler versuchen mit Hilfe von Wasser Strom zu erzeugen. Neben einigen neutralen Staudämmen versuchen sie daher eigene Staudämme, Rohrleitungen und Kraftwerke zu bauen, um das Wasser optimal nutzen zu können. Bereits hier muss viel geplant und überlegt werden, denn ein Mitspieler kann durch den Bau eines Staudammes schnell dafür sorgen, dass man auf dem Spielplan plötzlich auf dem Trockenen sitzt.

Neben dem großen Spielplan gibt es natürlich auch wieder zahlreiche Arbeiterfelder, auf denen ich meine Arbeiter platzieren muss, um die damit verbundenen Aktionen bestmöglich nutzen zu können. Auch hier ist gute Planung notwendig, um letztendlich erfolgreich zu sein.

Besonders gut gefällt mir die Idee mit dem ArbeitsRad. denn für jede Bauaktion muss ich den entsprechenden Bauplan und die nötigen Arbeitsgeräte (Betonmischer und Bagger) auf das Arbeitsrad legen. Mit jedem Bau-Projekt dreht sich dieses Arbeitsrad weiter, und erst, wenn die Arbeitsgeräte und der Bauplan wieder oben am Arbeitsrad angekommen sind, können sie wieder genutzt werden. Diese Planung ist die wirklicher Herausforderung bei Wasserkraft.

In Summe ist dieses Spiel ein super gutes Planungsspiel! Mit Ausnahme der Stromaufträge liegt alles offen und sichtbar auf dem Spielplan, so dass man gut planen kann. Spieler, die Schwergewichte wie z.B. Terra Mystika mögen, werden auch Wasserkraft lieben. Spieler, die eher aus dem Bauch heraus spielen, sollten aber ehrlicherweise lieber die Finger von diesem Spiel lassen. Ich persönlich freue mich aber auf jeden Fall schon auf die nächste Runde Wasserkraft.
5 von 5

13.08.2020
Wollte nicht Zünden
Normalerweise mag ich fast jedes gute Eurogame, doch hier ist einfach der Funke nicht übergesprungen.
Ich fand es viel zu anstrengend nach Energie erzeugen diese noch in Siegpunkte umzuwandeln.
Außerdem ist es ein sehr unverzeiliches spiel, wo man sich in der ersten runde durch falsches bauen schon sehr schnell ins hintertreffen geraten kann, welches dann natürlich schwer aufzuholen ist.
2 von 5

22.07.2020
Ein echter Brocken
Wasserkraft ist der Inbegriff eines Brockens. Das Spiel ist richtig komplex, obwohl es gar nicht so schwer zu erlernen ist. Dann aber muss man so viel beachten, so viel taktisch berücksichtigen und die Augen stets offen halten, was die anderen vorhaben könnten, um nicht das Wasser im wahrsten Sinne des Wortes abgegraben zu bekommen.

Ziel ist es, Wasser in Energie zu wandeln, doch das erfordert eine ziemlich aufwändige Infrastruktur. Zunächst ist das Wasser zu stauen. Gestautes Wasser tritt aber über den Damm, falls dieser nicht hoch genug ist. Darum kann man den Damm zwei Mal erweitern, um so die gesamte Wassermenge zu sichern und dem Konkurrenten weiter unten im Tal weniger zu überlassen. Nachdem das Wasser also gestaut ist, muss es in die Turbinenwerke geführt werden. Auch diese Werke muss man natürlich erstmal gebaut haben. Doch selbst wenn sie stehen, wollen sie noch mit Rohren verbunden werden. Und diese sind umso teurer, je effizienter sie sind. Die geringe Menge an Baumaschinen zu Beginn des Spiels und das wenige Geld reichen jedenfalls kaum aus, um all die benötigten Baumaßnahmen durchzuführen. Es will also gut überlegt sein, ob man in den Bergen teuer baut oder lieber ins Tal geht, wo es günstiger ist, man aber unter Umständen nur noch eine Pfütze statt eines Stausees vorfindet.
Um den Einstieg ein wenig leichter zu gestalten, stehen von Beginn an neutrale Staudämme zur Verfügung. Während das Wasser fremder Dämme nicht genutzt werden kann, können diese neutralen Dämme von jedem Spieler benutzt werden. Man kann darum auch an jedem Stausee zwei Dämme errichten, wobei einer noch teurer ist, dafür aber zuerst befüllt wird. So kann man sich gegenseitig das Wasser streitig machen.
Die Rohre indes kann auch ein fremder Spieler nutzen, um seine Turbinen zu speisen. Hierfür zahlt er zwar einen Obolus, doch dieser kann sich schnell rentieren. Die Turbinen wenigsten nutzt man wieder nur selbst, sie sind die Siegpunktgeneratoren.
Jedes in Strom gewandelte Wasser bringt den Spieler auf einer Energieleiste voran, die jede Runde neu ausgewertet wird. Wer hier zu weit hinten liegt, kassiert Strafpunkte, wodurch eine Runde zugunsten der Infrastruktur ohne Energieförderung verheerende Auswirkungen haben kann.
Als sei das noch nicht genug, werden zum Bau benötigte Maschinen eine Zeitlang gebunden. Durch ein Aktionsrad werden Bauten aktiviert und erst wenn sich das Rad einmal komplett gedreht hat, kann der Spieler die Maschinen wieder einsetzen. Dies kann man wiederum beschleunigen, was aber Arbeiter kostet. Diese Arbeiter kann man auch zum Kauf neuer Maschinen nutzen, um überhaupt Wasser zu fördern, Geld zu generieren und Boni zu erhalten.

Wasserkraft verzahnt all diese Aufgaben perfekt, doch schon das Lesen hier gibt euch einen Eindruck, dass es ein wenig wie Orgel spielen ist. Man kann nicht alle Register bedienen, muss Prioritäten setzen und hat ständig das Gefühl, dass es an irgendetwas hapert.

Dennoch ist das Spiel klasse. Hat man sich darauf eingelassen, dass der Kopf raucht, bringt Wasserkraft ein rundes, strategisches Meisterwerk auf den Tisch. Allerdings ist es sehr nachtragend, was Fehler angeht. So kann man sich früh im Spiel sein ganzes Spiel verbauen, wenn man schlechte Entscheidungen trifft. In der Tat kann das frustrieren, passiert aber natürlich nicht, wenn man das Spiel erst mal beherrscht.

Ein großes Plus ist das gegenseitige Bekriegen. Der Kampf um Wasser ist erbittert, Gnade ist in diesem Spiel nicht gefragt. Das führt zu grandiosen Duellen um Energie, Geld und schließlich Siegpunkten.
5 von 5

02.07.2020
Gut durchdachtes und komplexes Spiel
Zu Beginn waren wir ein wenig von dem dicken Regelbuch abgeschreckt, aber es gibt die Möglichkeit eine Art „Lernrunde“ zu spielen, in der nicht sofort alle Komponenten in das Spiel aufgenommen werden. Wenn man sich dann durch die Regeln gekämpft hat, bringt es sehr viel Spaß.
Durch die verschiedenen Charaktere und die Ingenieure, die man mit ihnen kombiniert und die jedes Mal anders sind, ist jede Partie ein bisschen anders. Man muss viel im Voraus planen und kann durch das Platzieren seiner Arbeiter Aktionen ausführen. Das Rad, in das man die Baumaterialien legt, gefällt mir sehr gut und auch das Design finde ich wirklich sehr schön!
Meine einzige Kritik ist die Qualität der Materialien, welche sich jedes Mal beim Spielen ein wenig nach oben biegen. Was ich bei dem Preis jetzt nicht erwartet hätte.
4 von 5

31.03.2020
Da steckt viel drin
Nach der ersten Runde merkte ich schon, da muss ich noch ein paar mal ran. Hier steckt so viel Taktik drin und man muss erstmal in ein paar Runden sein Spielstiel finden. Aber genau dass ist das Geile daran. so wird es nicht langweilig.

Das Material ist tatsächlich etwas arg dünn. Der Spielplan ist sehr dünn, dafür sind die Spielertabelaus sehr gut.

Ja, mann könnte für den preis besseres Material erwarten. erst Recht von einem Verlag wie Feuerland. Trotzdem, von mir die vollen Punktzahl
5 von 5

15.03.2020

Neu im Sortiment