Versailles - Die Baumeister des Sonennkönigs

ArtikelNr.: 08-0136

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Mitte des 17. jahrhunderts beschließt Louis XIV von Frankreich das Jagdschloss seines Vaters zu einem Palast, der eines Sonnenkönigs würdig ist, umzubauen. Dazu benötigt er die besten Baumeister des Landes und eine Armee von Handwerkern. Zusammen sollen sie ein architektonisches Juwel schaffen, wie es die Welt noch nie gesehen hat. Am Ende erhält jedoch nur einer von ihnen den Dank und die Gunst des Sonnenkönigs selbst. Wem gelingt es, seinen Namen als Baumeister unsterblich zu machen?

In Versailles ringen die Spieler um die Gunst Louis' XIV und um den Titel des Obersten Baumeisters. Sie entsenden ihre Arbeiter an wichtige Orte in dem vielschichtigen Netzwerk des gigantischen Schlossgeländes. Jeder Ort bietet wichtige Ressourcen oder einen Weg diese wieder auszugeben. So können Teile des Schlosses errichtet, beeindruckende Dekorationen für das Schloss oder die könglichen Gärten entworfen und neue Arbeitsmethosen entwickelt werden. Der einzigartige Bewegungs- und Aktivierungsmechanismus bietet den Spielern dabei eine besondere taktische Herausforderung. Denn wenn der König höchstselbst eintrifft, möchte jeder beweisen, dass er der beste Baumeister von Versailles ist.



Spielmaterial:

    90 Ressourcenwürfel
    50 Dekorationsteile
    45 Arbeiterfiguren
    20 Fortschritts-/ Siegpunktemarker
    10 Doppel Bewegungsmarker
    10 Schlossteile
    5 Aktivierungsmarker
    1 Königsfigur
    1 Spielanleitung
    1 Spielbrett
Merkmal:

5 von 5 Sternen

Charakteristik

Glück
3 / 5
Strategie
4 / 5
Gestaltung
5 / 5
Suchtfaktor
2 / 5
Ein Arbeiter-Rotations-Spiel
Eine sehr beliebte moderne Spielmechanik ist das Worker-Placement (einsetzten von seinen Spielfiguren, die Arbeiter darstellen, um bestimmte Aktionen auszuführen). Bekannt ist die Spielmechanik aus großen Spielehits wie Agricola und Russian Railroads. In Versailles kommt ein ähnlicher Mechanismus zum Einsatz: die Arbeiter-Rotation. Alle Arbeiter eines Spielers bewegen sich im Kreis um das Zentrum, auf einer Einbahnstraße in die selbe Richtung und passieren dabei immer wieder die selben Handlungsstandorte. Ähnlich dem Einsammeln des Pick-up-and-Deliver Spielemechanismus - sammeln die Spielfiguren auf diese Art verschiedene Rohstoffe und Güter höherer Handwerkskunst, um am Ende der Strecke (idealer Weise) einen Beitrag zur Errichtung des Palasts zu leisten. Je mehr Beiträge man leistet, bevor der König zur Inspektion angereist ist, desto höher ist die Anzahl Siegpunkte die man erhält. Gewinner ist der Spieler mit den meisten Punkten.
5 von 5

23.04.2018
Workerplacementspiel für 2-5 Spieler ab 12 Jahren von Andrei Novac.
Die Spieler agieren als Baumeister für König Louis, XIV und wetteifern um seine Gunst. Denn nur, wer sich als der wahre Künstler erweist, wird der persönliche Architekt des Königs werden. Also ran an die Zeichenbretter und die Arbeiter auf den Weg geschickt, es gibt viel zu tun.


Spielvorbereitung:
Das Spielbrett kommt in die Tischmitte und alle Ressourcenwürfel auf ihre vorgesehenen Plätze (Holz (braun) zum Sägewerk, Marmor (weiß) zum Steinbruch, Gold (gelb) zur Goldmine).
Die Schlossbauteile werden gemischt und als verdeckter Stapel bereitgelegt, fünf von den Kärtchen werden offen auf die Leiste der Gilde der Baumeister gelegt. Die Dekorationsmarker werden sortiert und neben die Gilde der Kunsthandwerker gelegt und die Königsfigur wird auf das erste Feld des Königswegs gestellt.

Die Spieler erhalten in ihrer Wunschfarbe die Arbeiterfiguren und Fortschrittsmarker sowie den Aktivierungs- und Siegpunktmarker und je 2 Doppel-Bewegungsmarker.
Je einen Fortschrittsmarker setzen sie auf einer der drei Arbeitsmethoden bei der Gilde der Alchemisten ab und den Siegpunktmarker auf das Starfeld der Siegpunktleiste.
2 Arbeiter kommen auf das Ankunftsfeld der neuen Arbeiter und je nach Spielerzahl dürfen die Spieler noch weitere Arbeiter auf dem Spielfed unterbringen (s. Tabelle), alle anderen Arbeiter kommen aus dem Spiel.


Spielziel:
Die meisten Siegpunkte (SP) zu erhalten!


Spielablauf:
Das Spiel verläuft über mehrere Runden und der jeweils aktive Spieler führt alle seine Aktionen durch, bevor der nächste Spieler folgt. Es gilt seine Arbeiter zu bewegen und an den jeweiligen Standorten die zugehörigen Aktionen auszuführen.

Pro Zug muss der Spieler mindestens einen seiner Arbeiter von einem Standort zu einem anderen bewegen und zwar generell immer entlang der Richtungspfeile, die an jedem Pfad angebracht sind.
Der Spieler kann aber immer entscheiden, ob er einen normalen Bewegungszug für einen Arbeiter ausführt oder eine sogenannte Doppel-Bewegung.

Erstere Bewegung erlaubt dem Spieler 1 Arbeiter um 1 Standort weiter zu bewegen und muss dabei die Pfeilrichtung beachten.
Zweitere gestattet den Einsatz eines Doppel-Bewegungs-Markers - sofern noch (aktiv) vorhanden - und damit die Bewegung von 2 Arbeitern gemäß der normalen Fortbewegung (beide vom selben Ort zum selben Ort) oder das Fortziehen 1 Arbeiters entlang zweier Richtungspfeil, wobei ein Standort übersprungen werden muss. Der Marker wird danach auf die Erschöpft-Seite gedreht.

Am Zielort der ausgeführten Bewegung setzt der Spieler dann noch seinen Aktivierungsmarker ein, welcher es erlaubt den Standort zu aktivieren, sprich dessen Effekt/Aktion zu nutzen. Es dürfen aber niemals Arbeiter zu einem Standort gezogen werden, an dem sich der Aktivierungsstein befindet!

Alle Orte gestatten, entsprechend der eigenen Arbeiterzahl dort, Vorteile, die zur richtigen Zeit richtig eingesetzt werden wollen.

- Steinbruch; wird der Steinbruch aktiviert, erhält der Spieler entsprechend seiner dort abgestellten Arbeiter (1, 2, 3 oder mehr) Marmorressourcen (1, 2, 3) in den eigenen Vorrat.

- Goldmine; wird die Goldmine aktiviert, erhält der Spieler entsprechend seiner dort abgestellten Arbeiter (1, 2, 3 oder mehr) Goldressourcen (0, 1, 2) in den eigenen Vorrat.

- Sägewerk; wird das Sägewerk aktiviert, erhält der Spieler entsprechend seiner dort abgestellten Arbeiter (1, 2, 3 oder mehr) Holzressourcen (1, 2, 3) in den eigenen Vorrat.

- Gilde der Baumeister; hier sind verschiedene Aktionen je nach eingesetzten Arbeitern möglich.

Das Nehmen eines Schloßteils setzt 1 Arbeiter voraus und das erste Teil kostet zudem 1 Gold. Bis zu 4 Schloßteile darf ein Spieler vor sich ausliegen haben. Die übrigen Schloßteile werden nicht aufgerückt.

Es können 1 oder 3 Schloßteile aus der Auslage entfernt werden, wenn 1 oder 2 Arbeiter eingesetzt wurden. Die übrigen Schloßteile werden sofort aufgerückt.

Ausserdem besteht hier einmal die Wahlmöglichkeit mit dem Einsatz 1 Arbeiters einen seiner Doppel-Bewegungsmarker wieder auf die aktive Seite zu drehen.

Wurden alle gewünschten Optionen dieses Standorts genutzt, endet der Zug hier und die Schloßteile werden evtl. noch aufgerückt und die Auslage nun wieder auf 5 ergänzt. Sollten hiernach nur noch 7 oder weniger Kärtchen im Nachziehstapel verbleiben, endet das Spiel sofort.

- Gilde der Kunsthandwerker; hier können die punkteträchtigen Dekoraktionen gekauft werden. Entsprechend der dort abgebildeten Tabelle werden dazu X Arbeiter und X Ressourcen benötigt.

- Gilde der Alchemisten; das Aktivieren dieses Standorts ermöglicht das Weiterrücken der Fortschrittsmarker der Arbeitsmethoden. Dabei werden immer die Kosten (und die Arbeiterzahl) der nächsten Position fällig, zu der ein Marker gerückt wird.

Die verschiedenen Arbeitsmethoden generieren Vorteile für den Spieler, wie den Erhalt von zusätzlichen Ressourcen, das Nutzen von Standorten, ohne sie selbst aktiviert zu haben oder den Erhalt von Ressourcen, wenn ein Mitspieler einen entsprechenden Standort aktiviert.

- Zentraler Bauhof; hier legt der Spieler bei Aktivierung eigene Schloßteile passend ab oder an.
Dazu benötigt er jeweils soviele Arbeiter, wie auf dem entsprechenden Schloßteil angegeben ist und bezahlt die ebenfalls angegebenen Ressourcen und Dekorationen.
Sollte auch nach Drehen des Schloßteils kein gültiger Anlegeplatz gefunden werden können, darf dieses Teil nicht genutzt werden.
Bei erfolgreichem Bau, erhält der Spieler noch die auf dem Kärtchen verzeichneten Siegpunkte, die er sofort auf der Siegpunkteleiste vermerkt.

- Lieblingsplatz des Königs (Ankunftsort neuer Arbeiter); hier können neue Arbeiter ins Spiel geholt werden (wenn 2 oder 3 Arbeiter zur Aktivierung eingesetzt werden) und die Doppel-Bewegungs-Marker wieder auf ihre aktive Seite gedreht werden (beide Marker mit dem Einsatz 1 Arbeiters).
Die Neueinstellung (das Herausbewegen vom Standortauslagefeld auf das Wegfeld) geschieht aber erst am Ende des Zuges, so dass die Arbeiter nicht sofort genutzt werden können.

Hinweis:
Jedesmal, wenn der Lieblingsplatz des Königs aktiviert wird oder ein Arbeiter mit einem Doppelzug darüber hinweg bewegt wird, wird die Königsfigur um genau ein Feld vorgerückt! Erreicht der König das Ende seines Weges, endet das Spiel sofort.


Spielende:
Das Spiel endet sofort - und der aktive Spieler darf seinen Zug nicht zu Ende bringen -, wenn eine der folgende Bedingungen ausgelöst wird: der König erreicht das letzte Feld seines Weges, der zentrale Bauhof ist komplett belegt oder der Stapel der Schlossteile ist aufgebraucht und die Ablage verfügt nicht mehr über mindestens 7 Kärtchen, um deinen neuen Stapel zu bilden.

Es folgt die Schlusswertung und der Spieler mit der höchsten Siegpunktzahl gewinnt:

Je 3 Holz, 3 Marmor und 2 Gold sind 1 SP wert.
Jedes Schloßteil im Besitz ist 1 SP wert.
Jedes Dekorationsteil im Besitz ist 3 SP wert.


Fazit:
Versailles ist ein sehr hübsches Workerplacement-Spiel, bei dem sich viele Möglichkeiten bieten, um den Sieg davon zu tragen.

Die gegebene taktische Tiefe ist dabei in jedem Zug zu spüren und die abwechslungreich gestalteten Aktionsmöglichkeiten halten die Kurzweil stets aufrecht.

Allerdings plätschert nach einigen Spielen das Prinzip doch etwas dahin, denn bei aller Motivation bleibt der Kern des Spiels immer gleich. So weiß das Bewegen und Aktivieren zunächst zu überzeugen, aber auf Dauer helfen nur noch die mitgegebenen Erschwernisse (König schneller vorrücken,...), um die Spannung zu halten.

Um dies nicht falsch zu verstehen, das Spiel macht Laune und das für eine ganze Zeit, nur nach all den Testrunden, braucht es doch erstmal Pause, bevor es wieder auf den Tisch kommt.

Die Kritik, die mancherorts zu lesen ist, dass mitten im Spiel keine Anlegemöglichkeit mehr für Schloßteile besteht, konnten wir (noch) nicht nachvollziehen, aber es gibt ja auch andere Taktiken, um Siegpunkte zu generieren.

Rundum liegt hier ein feines Spiel vor, dass gerne in die Sammlung gelangen darf, aber nicht zwangsläufig zu den Top Ten gehört - vllt. ändert da eine evtl. Erweiterung etwas dran?!


weiterführende Hinweise:

- Fotos: http://www.heimspiele.info/HP/?p=10358
5 von 5

27.02.2015

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