Trial by Trolley

ArtikelNr.: 238-0003

Für Kinder unter 6 Jahren nicht erlaubt
Achtung: Für Kinder unter 36 Monaten nicht geeignet. Erstickungsgefahr!
24,99 €
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In diesem Spiel übernimmt jeder Mitspieler einmal die Rolle des Schaffners, der darüber entscheidet, auf welchem Gleis der Zug alle überfährt. Alle anderen Spieler legen Charaktere und Modifikatoren auf die Gleise, um den Schaffner zu überzeugen, jeden auf dem anderen Gleis zu töten! Ihr kennt diese Situation vielleicht als Trolley-Problem. Zeige so dein wahres Gesicht und lerne viel über das deiner Mitspieler.



Spielmaterial:

    500 Karten
    27 Plättchen
    1 Spielanleitung
    1 Spielplan
Merkmal:

3 von 5 Sternen

Charakteristik

Glück
1 / 5
Strategie
1 / 5
Gestaltung
5 / 5
Suchtfaktor
3 / 5
Bitterböse Philosophie-Interprätation
In der Philosophie gibt es ein altbekanntes Dilemma:
Eine Straßenbahn ist außer Kontrolle geraten und droht, fünf Personen zu überrollen. Durch Umstellen einer Weiche kann die Straßenbahn auf ein anderes Gleis umgeleitet werden. Unglücklicherweise befindet sich dort eine weitere Person. Darf (durch Umlegen der Weiche) der Tod einer Person in Kauf genommen werden, um das Leben von fünf Personen zu retten?

Trial by Trolley führt dieses Gedankenexperiment gnadenlos weiter. Es bleibt bei zwei Strecken, allerdings werden die zu überrollenden Protagonisten komplexer. So gibt es auf beiden Seiten Unschuldige, die man nicht überrollen möchte (Babys, Hundewelpen, Schulkinder) und auch Figuren, die an sich einen Anreiz bieten, den Zug eher bewusst auf diese zu hetzen (Hitler, bösartige Monster, Mörder). Zum guten Schluss gibt es noch einen Modifikator, der ggf. die Tat eines vorher als bösartig zu erkennenden Wesens rechtfertigen könnte bzw. dessen Tat abmildern könnte (z.B. dass der Mörder wen ermorden will, der eine 80% Chance hätte, der nächste Hitler zu werden).

Jedes der beiden Gleise wird von einem Team gebaut in dem Versuch, den Schaffner auf das Gleis des Gegners zu bringen. Nach der Reihe ist jeder Spieler einmal der Schaffner, die übrigen Spieler verteilen sich auf beide Teams.
Nachdem beide Teams also ihr Gleis gebaut haben, diskutieren die beiden Teams, um den Schaffner zu überzeugen.
Der Schaffner entscheidet schließlich, auf welches Gleis er den Zug fahren lässt. Jeder Spieler des Teams, das das befahrene Gleis gebaut hat, erhält nun einen Todesmarker.
Nachdem jede Spieler einmal Schaffner war, endet das Spiel und es gewinnt der Spieler, der die wenigsten Marker gesammelt hat.

Trial by Trolley ist ein schönes, aber bitterböses Partyspiel. Man benötigt recht schwarzen Humor, um Spaß daran zu finden.
Leider funktioniert das Spiel erst ab 7 Spielern so richtig, so dass man es selten auf den Tisch bekommt. Im Vergleich zum Vorgänger Joking Hazard ist das durchaus ein Nachteil.
Gerade für Fans von ethischen Fragen und Philosophie ist das Spiel aber eine wunderbare Abendgestaltung mit endlosem Diskussionspotential und kontroverser Entscheidungen.
3 von 5

04.07.2021

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