The Magnificent

ArtikelNr.: 11-0683

Für Kinder unter 6 Jahren nicht erlaubt
Achtung: Für Kinder unter 36 Monaten nicht geeignet. Erstickungsgefahr!
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Nicht nur einer, sondern gleich mehrere Zirkusgruppen sind in der Stadt! Alle versuchen, die Zuschauerströme in das eigene Zelt zu locken und sie mit eindrucksvollen Artistennummern zu begeistern. Doch Einnahmen gibt es nur, wenn es auch die auf Postern angepriesenen Auftritte zu sehen gibt. Welcher Zirkus gewinnt die Gunst des Publikums?

Reihum wählen die Spieler Würfel, die vorgeben, wie gut sie eine der drei Hauptaktionen Bauen, Reisen oder Auftreten durchführen können. Je stärker die Aktionen sind, desto teurer wird es aber auch am Ende des Durchgangs. Mit den Aktionen bauen die Spieler ihre Zirkusnummern aus, sammeln Ressourcen oder treten auf, um Geld und Prestige zu sammeln. Nachdem jeder Spieler vier Mal am Zug war, endet ein Durchgang und es gibt eine individuelle Wertung. Nach drei Runden endet das Spiel und der Spieler mit den meisten Prestigepunkten gewinnt.



Spielmaterial:

    112 Plättchen
    110 Karten
    48 Juwelensteine
    43 Holzfiguren
    19 Würfel
    4 Holzscheiben
    4 Tableaus
    1 Aufbewahrungsbox
    1 Spielanleitung
    1 Spielplan
Merkmal:

3 von 5 Sternen

Charakteristik

Glück
3 / 5
Strategie
4 / 5
Gestaltung
1 / 5
Suchtfaktor
1 / 5
Eurogame, das funktioniert, aber nicht begeistert
Das Spiel The Magnificent ist ein Mix aus Dice Draft, Dice Placement und Puzzlen. Hierbei lässt es sich generell in die Eurogames einordnen. Das heißt, man zieht Würfel nacheinander, um sie für Aktionen zu aktivieren. Zeitgleich gibt es ein Tableau, auf dem man nach bestimmten Regeln puzzelt.

Grob über die Regeln gesprochen werden anfangs Würfel geworfen, die es in drei Farben gibt sowie einer durchsichtigen Joker-Variante. Nacheinander wählen die Spieler immer einen Würfel aus und setzen ihn bei sich auf Karten ein, um damit einen Bonuseffekt zu aktivieren. Die Würfelaugen der gewählten Farbe sind für die anschließende Aktion von Bedeutung. Hierbei werden alle Augen einer Farbe gezählt, also die des neu gewählten Würfels sowie aller bereits liegenden Würfel gleicher Farbe. So wird bei gleicher Farbnutzung jeder weitere Würfel immer mächtiger, weil er von seinen Vorgängern profitiert.
Der Spieler wählt dann aus drei Aktionen aus:
1. Er lässt einen Wagen reisen und kassiert dafür Energiekristalle in den gleichen Farben wie die Würfel, die als Joker genutzt werden können, um Würfel zu verstärken. Zudem kann man auf dem Reiserondell Zelte ergattern, die man für die dritte Aktion benötigt.
2. Man kauft Zeltplatz-Equipment (Puzzleteile), die farblich zu den Würfeln passen müssen, und puzzelt diese auf sein eigenes Feld. Hierbei kann man durch Überbauen Boni aktivieren. Die Teile sind aber in erster Linie wichtig für die dritte Aktion.
3. Diese Aktion bedarf der beiden vorangegangenen Aufgaben. Man führt eine Show auf. Hierfür muss man Zelte erhalten haben (Aktion 1), an die Karten angelegt werden, die man käuflich erwerben oder durch Boni erhalten kann. Auf den Karten sind Bedingungen, die zu erfüllen sind, aufgedruckt. Dies sind einerseits Energiekristalle, die man abwirft, und andererseits Puzzleteile, die auf dem eigenen Tableau verbaut sein müssen. Die Aktion dient dem Generieren von Siegpunkten.
Jeder Spieler hat also genau vier Aktionen, dann endet die Runde. Durch sogenannte Trainer kann man wertvolle Hilfsaktionen aktivieren. Auch weitere Trainer kann man durch Boni ergattern, um so mehr Bonusaktionen ausführen zu können.
Nachdem alle Spieler ihre Aktionen ausgeführt haben, zahlt man für die Würfelaugen der häufigsten Farbe auf den eigenen Karten pro Auge eine Münze. Danach dürfen die Spieler nach definierter Reihenfolge neue Traineraktionen und Bonuskarten ziehen, ehe es erneut beginnt. Insgesamt werden drei dieser Runden gespielt, man hat also im gesamten Spiel nur 12 Aktionen.

Insgesamt funktioniert The Magnificent gut. Die Mechanismen sind gelungen verzahnt. Die mehrfache Nutzung gleichfarbiger Würfel ermöglicht mächtige Aktionen, schlägt sich aber auch in den Kosten am Rundenende nieder. Durch die wenigen Aktionen muss man sehr genau überlegen, was man wie priorisiert.
Es handelt sich um ein typisches Optimierer-Spiel, in dem man versucht, von Mal zu Mal besser zu planen und dadurch mehr Punkte zu holen. Wem solch ein Mechanismus gefällt, wird Magnificent zusagen.
Das Spiel ist allerdings sehr solitär. Einzig in die Quere kommt man sich beim Ziehen von Karten und Aktivieren von Shows, aber auch hier weniger aus Absicht. Man spielt quasi nebeneinander her. Dafür ist dann die Fülle an Aktionen aus meiner Sicht zu gering bei der Spiellänge.
Optik ist sicher immer ein subjektives Thema. Aber mir gefällt das dunkel gehaltene Spiel nicht, Zirkus ist für mich bunt und fröhlich, nicht schwarz und mystisch. An sich ist das aber auch egal, da meines Erachtens das Thema sowieso völlig unpassend ist. In keiner Sekunde spielt man vom Gefühl her einen Zirkus. Das Puzzeln wäre bei einem Jahrmarkt noch plausibel, bei einem Zirkus eben weniger. Auch das Reisen wirkt aufgesetzt und die Shows sind zwar thematisch passend, fühlen sich aber ebenfalls einfach nur wie das Erfüllen abstrakter Vorgaben an.
Aus den Gründen des solitären Spiels und der thematisch flachen Aufmachung ist das Spiel bei uns kein Kandidat für das Regal, auch wenn man sagen muss, dass es rein mechanisch völlig in Ordnung ist.
3 von 5

01.03.2021

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