Terramara

ArtikelNr.: 185-0015

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Terramara ist die Bezeichnung für eine Reihe von Pfahlbautendörfern, die um 1500 v. Chr. in Norditalien gegründet wurden. Die Menschen, die in diesem gebiet lebten, waren Händler und reisten regelmäßig zwischen den Alpen und der Poebene hin und her.

In Terramara spielst du den Häuptling eines Stammes, der in einem dieser Dörfer lebt. Dein Ziel ist es, deinen Stamm weiterzuentwickeln, indem du entfernte Gebiete erkundest, deine militärische Stärke verbesserst und Außenposten besuchst. Um zu gewinnen, wirst du dich im Kampf beweisen müssen, und du wirst neue Technologien erfinden, die dir die Herstellung innovativer und nützlicher Artefakte ermöglichen. der Spieler, der seinen Stamm am erfolgreichsten anführt, wird zum Anführer von ganz Terramara werden.
Merkmal:

4 von 5 Sternen

Charakteristik

Glück
3 / 5
Strategie
5 / 5
Gestaltung
4 / 5
Suchtfaktor
4 / 5
Inklusive Zukunftsblick
Terramara ist ein Worker Placement, der die übliche Mechanik hat, dass man sich gegenseitig Felder zustellt und dadurch den Gegner in seinen Aktionen einschränken kann. Dadurch ist es nicht möglich, einfach nur auf sich zu achten, man muss immer im Blick haben, was die anderen Spieler vielleicht besonders dringend benötigen bzw. was vielleicht auch am Ende noch problemlos zu bekommen sein wird. Priorisieren ist das Zauberwort.
Um hier noch etwas mehr Tiefe einzubauen, hat jeder Spieler einen Häuptling, der ein blockiertes Feld straffrei mitnutzen kann. Da man diesen aber nur einmal pro Runde hat, muss man auch diesen clever einsetzen.
Zu guter Letzt ist es aber auch so möglich, dass man Felder nutzt, die schon besetzt sind, allerdings ist hier die militärische Stärke, die auf einer Leiste abgebildet wird und sich stetig hoch oder runter verschiebt, von Bedeutung.
Wem das immer noch nicht genügt, der kann auch einfach in Felder setzen, die erst in folgenden Runden offiziell zur Verfügung stehen. Deren Aktionen können sehr mächtig sein, allerdings ist der Meeple dann auch so lange außer Gefecht, bis die zukünftige Runde angebrochen ist. Hier ist Vorsicht geboten, um nicht schnell handlungsunfähig zu sein.
Allein beim Einsetzen ist also schon wahnsinnig viel zu beachten.
Hinzu kommt, dass sich die Felder nach gespielter Runde modifizieren. Sie werden hierfür auf die Rückseite gedreht und ermöglichen neue Aktionen bzw. Wetten auf den Spielausgang. Um zu Wetten, muss allerdings der eigene Tross auf der Reiseleiste weit genug gen Süden gezogen sein.

Das alles ist wahnsinnig gut verzahnt, allerdings auch teilweise - gerade aufgrund der Militärleiste - wahnsinnig kompliziert. Auch das Vorausschauen, welche Aktionen in Zukunft kommen, welche Aktionen künftig wegfallen und welche Wetten es geben wird, machen das Spiel zu einem Feuerwerk für Taktiker.
Aufgrund des modularen Plans gibt es keine Patentstrategie und jede Partie ist ein neuer Griff in die Strategiekiste, um erfolgreich zu sein.
Wer also komplexe Spiele liebt, wird Terramara gerne mögen.

Hier noch meine zwei (kleinen) Kritikpunkte:
1. Zwar thematisch, aber spieltechnisch ungünstig ist die doch recht einheitliche Farbgebung in Grün- und Brauntönen, die schnell unübersichtlich wird, wenn man das Spiel nicht so gut kennt.
2. Die Militärleiste wirkt auf mich in den ersten Spielen zu essentiell. Zu viele Dinge hängen von ihr ab. Wer hier früh gut dasteht, hat gefühlt etwas bessere Karten. Da aber die Startspielerreihenfolge hier schon einen unterschiedlichen Startpunkt bedeutet, ist das manchmal für den Starter etwas schwierig, gut zu starten. Das relativiert sich aber nach einigen Partien.

Sieht man davon ab, hat Terramara uns begeistert und durfte gerne seinen Platz im Regal einnehmen.
4 von 5

11.04.2020

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