ArtikelNr.: 59-0013

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Scythe ist ein 4X-Spiel, in dem ihr in einem fiktiven Europa der 1920er Jahre gegeneinander antretet.
Es ist eine Welt der Bauern und Krieger, gebrochener Herzen und rostigen Stahls, von Erfindungsgeist und Tapferkeit.



Die Geschichte
Die Asche des Ersten großen Krieges schwärzt noch den Schnee im Europa der 1920er Jahre. Der kapitalistische Stadtstaat, bekannt als „Die Fabrik“, der den Krieg mit gepanzerten Mechs anfeuerte, hat seine Pforten geschlossen - und damit die Aufmerksamkeit einiger Nachbarländer auf sich gezogen.

Anführer aus 5 Nationen treffen auf einen kleinen, aber sehr begehrten Stück Land aufeinander; wer verdient sich seine Loorbeeren, indem er seine Nation als Führer Osteuropas etabliert?



Spielmaterial:

    Allgemeines Spielmaterial
      80 Münzen aus Karton
      80 speziell gestaltete Ressourcenmarker aus Holz
      42 Kampfkarten
      31 Automa - Karten
      28 Begegnungskarten
      23 Zielkarten
      12 Begegnungsmarker
      12 Fabrikkarten
      12 Multiplikatorplättchen
      6 Gebäudebonuskarten
      5 Spielertableaus
      5 Starthilfekarten
      5 Übersichtskarten Flussübergang
      2 Regelbücher (Mehrspieler & Automa)
      2 Stärkescheiben
      1 Erfolgsprotokoll
      1 Regelübersicht
      1 Spielbrett

    Spielmaterial pro Nation (Summe für alle fünf Nationen)
      40 Arbeiter
      30 Entwicklungswürfel
      30 Sternmarker
      20 Gebäudemarker
      20 Mech - Miniaturen
      20 Rekruten - Marker
      5 Anführer - Miniaturen
      5 Aktionsmarker
      5 Ansehensmarker
      5 Nationstableaus
      5 Stärkemarker
    Merkmal:
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4.5 von 5 Sternen

Charakteristik

Glück
2 / 5
Strategie
5 / 5
Gestaltung
5 / 5
Suchtfaktor
4 / 5
Wahnsinnig schön gestaltetes Spiel!
Spiele Scythe sehr gerne, auch Solo gegen den Automa! Die Miniaturen sind detailliert gestaltet, durch das sehr weiche Material sind leider dünnere Partien wie Gewehrläufe bei vielen verbogen, das ist aber auch schon der einzige Kritikpunkt.
Der Spielablauf ist erfrischend anders gestaltet als man es von den meisten Spielen kennt und auch das umfassende Regelwerk übersichtlich und gut verständlich. In dieses schaut man zu Beginn noch häufig hinein, da Scythe eine gewisse Komplexität aufweist, jedoch fühlt man sich bereits nach ein paar Runden sehr sicher und kann das Regelbuch in der schön gestalteten Schachtel lassen!
5 von 5

31.05.2020
Mein absolutes Lieblingsspiel
Ob Scythe ein 4X-Spiel ist, lässt sich diskutieren, ob es ein voller Erfolg von Stonemeier Games ist, ist indiskutabel.
Dieses Spiel, das in einer alternativen Vergangenheit spielt, ist asymmetrisch, hoch strategisch, unglaublich schön gestaltet, thematisch außergewöhnlich und kaum glücksabhängig. Somit ist es für mich ein perfekter Strategie-Klopper.
Die Regeln sind umfangreich, das sollte man wissen. Sie sind aber nicht schwer zu verinnerlichen. Wenn ich das Spiel erkläre brauche ich in der Regel 45min, aber es scheint mir nie der Fall zu sein, dass meine Mitspieler mit dem Regelweg zu kämpfen haben.

Ich kann im übrigen auch den Solo-Mode des Spiels wärmstens empfehlen. Die Regeln des Automa sind etwas schwerer zu verinnerlichen aber sie sind sehr gut gemacht und, den jeweiligen Schwierigkeitsstufen entsprechend, auch teilweise sehr herausfordernd.
5 von 5

28.01.2020
Sehr gutes Strategiespiel mit groben Schnitzern im Balancing
In Sycthe bekriegen sich die Spieler*innen in einem fiktiven Europasetting der 1920er. Neben normalen Bauarbeitern und Landwirten marschieren große Kampfmechs durch die Landschaften und eine verspätete Industrialisierung treibt die Produktion von Waffen und Nahrungsgütern an. In diesem unverbrauchten und ahistorischen Setting konkurrieren die verschiedenen Fraktionen um die vorherrschenden Gebiete. Dabei gibt es leicht asynchrone Fraktionen, die sich nicht nur in ihren Fraktions-Fähigkeiten unterscheiden, auch die Startproduktionstableaus jedes Spielenden unterscheiden sich in kleineren Bereichen. Während einer Kampfmechs günstiger produzieren kann, darf der andere Forschungen günstiger umsetzen. Dadurch ergeben sich leichte Unterschiede in den Bereichen der Produktion, Militär und der Forschung. Auf dem feststehendem Spielfeld gibt es in der Mitte eine große Schmiede, die bei einem Erstbesuch die Auswahl über mehrere taktische Karten gewährt. Mit diesen Karten darf man dann weitere Optionen in seiner Phase nutzen. Einzelne Felder mit Begegnungsmarkern, die das Ziehen eines Abenteuers erlauben, stellen einen vor kurze Geschichten und der Qual der Wahl: helfe ich XY bei der Reparatur ihres Hauses, oder raube ich sie einfach aus? Je nach Entscheidung gibt es Ressourcen, Ansehen oder ähnliches. Das Kampfsystem läuft verhältnismäßig simpel ab: kommt man sich in die Quere dürfen beide Parteien verdeckt ihre Kriegsstärke einsetzen und als Kampfkraft verwenden. Für jede Figur auf dem Kampffeld darf man dann noch eine Kampfkarte mit den Werten 1-5 dazulegen. Dadurch wird das Kämpfen eine Art Bluff-Spiel und Abwägen, wie viel Kriegsstärke man gewillt ist zu opfern. Wer keine Lust hat gegen Mitspieler zu kämpfen, kann auch ohne Probleme einen beiliegenden Solo-Modus spielen. Diesen habe ich noch nicht gespielt, weshalb ich dazu leider nichts sagen kann. In jedem Aspekt des Spiels (Material, Kartentexte, Design) ist das Setting direkt spürbar. Das eigentliche Ziel des Spiels ist es am meisten Geld zu generieren, bevor das Spiel endet. Das Spiel endet sofort, sobald ein Spieler/eine Spielerin sechs der ausliegenden Aufgaben erfüllt hat. Am Ende gibt es dann noch für verschiedene Dinge Extrapunkte (Gebiete, Fraktionseffekte, Kampagnenvorgabe).

Pro:
+unverbrauchtes, interessantes Setting
+ Spielmaterial wunderschön und qualitativ auf höchstem Niveau
+ das Setting zieht sich durch alle Spielkomponenten
+ Fraktionen unterscheiden sich in ihrer Spielweise
+ innovative Aktionsmechanik: man merkt eine sukzessive Steigerung seiner Macht
+ Begegnungskarten bringen einen Hauch Rollenspiel ein (Entscheidungen)
+ Downtime durch Aktionsmechanismus kaum vorhanden
+ hoher Wiederspielwert
+ es gibt eine gut ausgearbeitete Solovariante


Contra:
- Kämpfe sind das größte Problem: wird der restlichen taktischen Tiefe in keinster weise gerecht
- Spielfeld ist „fest“, keine freie Spielplanerstellung
- Balancing schlecht gelungen (Fraktion Russland maßloß stark in richtiger Kombination)
- trotz des interessanten Aktionsmechanismus fühlt sich der Aufbau der eigenen Fraktion abgehackt und nicht „flüssig“

Fazit:
„Scythe“ hat es mir echt schwer gemacht. Das Setting und das eigentliche Spielprinzip suchen ihresgleichen. Die stimmigen Karten und das famose Spielmaterial setzen all dem noch die Krone auf. Auch die Spieldauer und die Downtime sind nach der ersten Partie vergleichsweise gering und arten nicht in stundenlangem Herumdiskutieren aus. Das so ein taktisches Schwergewicht dann aber im Balancing (es gibt mehrere Foren, die Hausregeln mit Verbesserungsvorschlägen anbieten) und dem meiner Meinung nach verkorkste Kampfsystem, dem Rest nicht gerecht wird, enttäuscht auf ganzer Linie. Die meisten Spieler/Spielerinnen erhoffen sich bei Spielen die länger als zwei Stunden gehen ein ausgeglichenes Kräftemessen, bei dem man selbst die Kontrolle hat und Einfluss auf Sieg oder Niederlage besitzt. Dementsprechend schmerzt es umso mehr, wenn Probleme im Balancing dazu führen, dass man 42:156 von Russland in den Boden gestampft wird. Das Spiel gehört auf jeden Fall im Bereich der Zonenkontrollspiele zu einem der besten, man sollte aber die genannten Schwächen nicht verachten und sich selbst überlegen, ob man mit diesen groben Schnitzern leben kann. Wer das schafft, der hat mit „Scythe“ ein taktisches Schwergewicht, das einen immer wieder an den Tisch locken kann. Ich selbst kann nur empfehlen Hausregeln anzuwenden und durch Internetrecherche Methoden zur Ausbalancierung zu finden. Wer aber überhaupt kein Interesse an Konflikten gegen andere hat, kann auch einfach den beiliegenden Solo-Modus spielen.

Zielgruppe: Vielspieler, Kennerspiele, Expertenspiele

Ähnliche Spiele: „Der Eiserne Thron“, „Tsukuyumi“, „Smallworld“, „Bloodrage“, „Star Wars Rebellion“
3 von 5

11.12.2019
Gelunger Mechaniken-Mix
In Scythe kontrolliert man einen durchaus kriegerisch fähigen Anführer und kann Mechs bauen. Man kann Rekruten ausbilden, es gibt Kampfkarten und Belohnungen für gewonnene Kämpfe. Unter der Berücksichtigung, dass es in Scythe Ziel ist, sich möglichst auf dem Spielfeld auszudehnen, kommt man schnell zu dem Schluss, dass Krieg hier im Zentrum steht. Doch weit gefehlt, viel wichtiger als kriegerische Handlungen sind geschickt aufgebaute Maschinerien zur Produktion von Ressourcen und Erweitern des eigenes Hoheitsgebietes. Ziel ist zum Schluss, der reichste Spieler zu werden, denn Geld sind Siegpunkte, die man zwischenzeitlich natürlich nutzen kann. Zwar gibt es den Anreiz, die alte Fabrik in der Mitte des Kontinents zu kontrollieren, doch es ist auch ohne diese möglich erfolgreich zu sein.

Scythe erlaubt es, dass die Spieler sich in Ruhe lassen und keinen Kampf austragen, der meist eher kostspielig als attraktiv ist. Natürlich kann der Sieger eine Menge Ressourcen und auch Siegbedingungen erringen, doch das Risiko einer Niederlage und das unnötige Verbrennen von Ressourcen zwingt die Spieler fast schon in eine ethische Entscheidung, ob Krieg wirklich lohnt. Hierdurch hat das Spiel eine unterschwellige soziale Komponente, die sich in das ansonsten durch kompetitve Spiel einschleicht. In Risiko ist Ausdehnung ohne Kampf undenkbar, in Scythe ist es wünschenswert.

Somit ist Scythe mehr ein Optimierungsspiel, in dem wir versuchen, unser eigenes Handeln zu perfektionieren. Dies ist schwer genug, denn jeder Spieler hat ein Tableau mit wenigen Aktionsvarianten, zwischen denen er Runde für Runde auswählen muss, wobei das gleiche Feld nicht zweimal hintereinander gewählt werden darf. Hinzu kommt, dass jede Aktion sich in zwei Bausteine unterteilt, von denen man nicht zwingend beide auswählen kann, was gleichzusetzen ist mit einer verschenkten Möglichkeit.

Dass Scythe schon durch die Miniaturen, aber auch durch die Ressourcen und Grafiken unglaublich hübsch daherkommt, verstärkt die Begeisterung, die das Spiel generell hervorruft. Wenige Spiele können mit einem so tollen Material aufwarten und bringen zugleich noch ein so gutes Spiel mit.

Grübler können einen hier schon mal in den Wahnsinn treiben, wenn man sich nicht einig ist, dass es ein Limit an Rätselzeit gibt.

Ein zweiter Punkt kann manchmal ein wenig schade sein: Die Interaktion ist nicht so hoch, da man ja eher friedlich versucht, seine Maschinerie am Laufen zu halten. Doch wer eben damit nicht klar kommt, dem steht der Kriegspfad ja offen. Insofern ist auch Brandstiftern das entsprechende Werkzeug in die Hand gegeben. So verläuft das Spiel ganz anders als in Friedenszeiten, ist aber auch spannend und macht genauso Spaß.

Der geschickte Mix aus mehreren Spielmechaniken macht Scythe unverwechselbar, animiert zum öfteren Wiederholen und lässt wenig Langeweile aufkommen.
5 von 5

01.11.2019
Ein Spiel, auf das die Welt gewartet hat?
Die Antwort vorweg:Leider nein!
Scythe bietet graphisches Höchstniveau,Spielmaterial robust und funktional, allgemein gute Ausstattung,aber...
Im Verlauf des Spieles und am Ende fragt man sich zwangsläufig,ob es das nun gewesen sein soll. Ich muss hier von einer 2-Spieler-Partie mit dem Grundspiel ausgehen,es wäre natürlich möglich, dass gewisse Erweiterungen mehr Drive ins Spiel bringen,werde ich persönlich nur niemals erfahren(wollen).Als 51st state Zocker der ersten Stunde stehe ich einfach auf multiple Entscheidungsmöglichkeiten,variablen Spielbereich und Austüfteln der möglichen Aktionskarten.Hier überlegt man nur,welcher Stepp folgt auf dem Aktuellen,wo latschen die Truppen hin und was brauche ich für Sterne. Kommt mir so vor,als fahre hier ein Porsche mit angezogener Handbremse.Natürlich handelt es sich über eine subjektive Einschätzung,letzten Endes muss Jeder für sich entscheiden, ob und wie oft dieses Spiel auf den Tisch kommt!Auf meinem Tisch landet demnächst wieder Rebellion oder 51st state,vielleicht noch das eine oder andere Deckbauspiel wie Eminent Domain oder auch HdR Die Gefährten. Dafür ist immer Platz!
2 von 5

15.03.2019
„SCYTHE“ – FAZIT
Review-Fazit zu „Scythe“, einem sehr umfangreichen Taktikspiel.


[Infos]
für: 1-5 Spieler
ab: 14 Jahren
ca.-Spielzeit: 90-115min.
Autor: Jamey Stegmaier
Illustration/Gestaltung: Jakub Rozalski
Verlag: Feuerland Spiele (Stonemaier Games)
Anleitung: deutsch
Material: deutsch

[Download: Anleitung/Übersicht/F.A.Q.]
dt., engl., span., jap., holl., frz., ital., ung., russ., poln., türk., tschech., port.: https://www.boardgamegeek.com/boardgame/169786/scythe/files
dt.: http://www.feuerland-spiele.de/spiele/scythe.php?show=dwl

[Fazit]
In einem alternativen (Ost-)Europa der 1920er Jahre müssen die Spieler nach einem 4X-Spielprinzip die vor ihnen liegenden Gebiete erobern und sichern, ihre Kampfkraft ausbauen und die Gegner in ihre Schranken weisen. Dazu müssen sie sich aber erst entwickeln und durch Verbesserungen, Ressourcenabbau und Handel von ihrer Insel herunterkommen und dann die weiteren Gebiete angehen.
Mit der Anführerfigur, bis zu 4 Mechs und 9 Arbeitern werden Aktionen ausgeführt (hauptsächlich gesteuert durch die Hauptspielertafel), um die anfängliche Infrastruktur auszubauen, Gebäude zu errichten, Arbeiter zu rekrutieren, u.v.m., bis schliesslich Kontakt zu Gegnern hergestellt wurde, der meist in (sehr teurem) Kampf mündet. Dabei ist „Scythe“ eher ein Workerplacement-/Optimierungsspiel denn Kampfspiel, da der Gegner nicht zwingend gesucht werden muss.
Das schlussendliche Ziel ist es, die meisten Punkte (Geld) zu erhalten und dies gelingt u.a. durch verschiedene Siegbedingungen (das Spielende wird eingeleitet, wenn 6 von 10 durch einen Spieler erreicht wurden) und vor allem dem eigenen Ansehen, welches als Multiplikator dient!

Im Spielverlauf werden nach und nach auch die Marker der (Haupt-)Spielertafeln für Aufwertungen genutzt, welche weitere Optionen freigeben und je nach Einsatzgebiet auch bestehende Bedingungen ändern können – z.B. die Kosten für weitere Optionen zu senken. Dies ist cool gelöst, da je nach Spielweise sich immer andere Möglichkeiten ergeben – die zu spielenden Fraktionen bringen hierzu auch schon unterschiedliche Funktionen mit, so dass der Wiederspielwert auch dadurch schon sehr hoch ist.

Kaum eine Partie gleicht der anderen und durch die vielen Möglichkeiten – von denen man typischerweise meist mehr nutzen will, als man kann/darf – bietet sich das Ausbaldovern immer neuer Taktiken geradezu aufdringlich an^^ (will ich z.B. möglichst rasch zur spielplanmittigen alten Fabrik, um weitere Aktionsmöglichkeiten zu erhalten oder ist das Gebiets-rushen mit meiner Fraktion eher unrentabel?). So wird also enorm viel geboten, wobei ein bisschen die Interaktion auf der Strecke bleibt, da man schon meist vor sich hingrübelt und -bastelt.

Das Spielmaterial ist höchst wertig produziert und weist eine fantastisch thematische Gestaltung auf, allein die Begegnungskarten, welche die Anführerfigur auf der Hauptkarte hie und da ziehen muss, sind unglaublich gelungen – und abwechslungsreich, da sie den Spieler immer wieder vor Entscheidungen stellen. Die umfangreiche Anleitung will konzentriert gelesen und beim ersten Spiel in Griffreichweite gelegt werden^^, doch nach einigen Runden sitzt der Spielablauf dann doch. Und vom Prinzip, in der Spielmechanik einmal angekommen, ist das Spiel dann auch recht „einfach“, da trotz aller Kurzweiligkeit und Genialität sich die Zugprinzipien wiederholen. Es bleibt aber auf jeden Fall ein Vielspieler- bzw. Kennerspiel!

Wem das Grundspiel irgendwann nicht mehr reicht, greift zu den zahlreichen Erweiterungen. Die Erweiterung: „Koloss der Lüfte“ z.B. bringt Lufteinheiten ins Spiel, welche diverse aktive/passive Sonderfähigkeiten mitbringen und sich über alles hinweg bewegen können. Hier kommen reichlich neue taktische Möglichkeiten zum Spielverlauf hinzu, aber nicht zwangsläufig kämpferischer Natur.
Ferner gibt es ein neues Modul, das alternative Spielend- bzw. Siegbedingungen einführt. Die angepassten Regeln sind gut verständlich und diese Erweiterung fügt sich insgesamt gut ins Spielgeschehen ein.

Rundum bietet sich das „Scythe“-Spieluniversum allen auch nur halbwegs Interessierten unbedingt an, ja die Qualität dieses Spieles drängt sich förmlich den Vielspielern auf und trumpft dann auch noch mit einem äusserst gelungenen und gut ausbalancierten Spielsystem auf. Auf jeden Fall anschauen, reinspielen und ins Regal stellen….aber nicht so weit weg vom Spieltisch^^!

[Note]
6 von 6 Punkten.
[Auszeichnung: Besonders schön gestaltet]


[Links]
BGG: https://www.boardgamegeek.com/boardgame/169786/scythe
HP: http://www.feuerland-spiele.de/spiele/scythe.php
Ausgepackt: http://www.heimspiele.info/HP/?p=26152 ; http://www.heimspiele.info/HP/?p=26157


[Galerie]
http://www.heimspiele.info/HP/?p=26397
5 von 5

31.10.2018
Der Ober Hammer
Das beste Brettspiel das ich habe und je gespielt habe! Man kann es super alleine spielen und auch mit bis zu 7 Spieler funktioniert es immer noch super . Alleine das Material und Artwork sind absolute Oberklasse!!! Ich finde überhaupt keine Kritikpunkte an dem Spiel. Auch die Erweiterungen sind alle samt empfehlenswert! Aber das beste ist das man Scythe auch mit Leuten spielen kann die nicht unbedingt so zu kennerspielen greifen würden.
5 von 5

23.08.2018
Geniales 4X Spiel
Man will es immer wieder spielen, und es besser machen als beim letzten Mal.
Einfach genial!!
5 von 5

18.06.2018
Mehr Wirtschafts- als Kriegsspiel
Scythe spielt in einer Nachkriegszeit, und jeder Spieler übernimmt nach dem Zufallsprinzip eine Nation und eine Wirtschaftsausrichtung, um sich auf dem Spielbrett ein neues Reich aufzubauen. Das große Ziel ist es dabei, die alte Fabrik im Mittelpunkt des Spielplanes zu erobern, da hier neue Waffentechnologien gewonnen werden können.

Klingt im ersten Anlauf nach einem sehr einfachen Spielprinzip und hat mich anfangs ein ein optisch aufgewertetes Risiko-Spiel erinnert. Doch dem ist ganz klar nicht so!

Denn trotz der optischen Gestaltung und den wirklich tollen und für jede Nation unterschiedlich gestalteten Mechs ist Scythe in erster Linie ein Wirtschafts- und Optimierungsspiel. Der Kampf und Krieg liegt zwar die ganze Zeit über wie eine dunkle Bedrohung über dem Spiel und gibt auch ein paar Siegpunkte, ist aber definitiv nur ein ganz, ganz kleiner Teil des Spieles.

Die hohe Kunst ist es, die Sonderfähigkeit seiner Nation und seiner Wirtschaftsausrichtung optimal auszunutzen, um sich auf dem Spielplan bestmöglich ausbreiten zu können. Zwar können und müssen hierbei auch immer mal wieder Mitspieler aus besetzen Regionen vertrieben werden, doch das stets zu dem hohen Preis Ansehen und Kampfstärke zu verlieren.

Das Spiel endet, sobald eine Nation 6 Sterne gewonnen hat. Diese Sterne kann bzw. muss man in unterschiedlichsten Kategorien gewinnen, was wieder deutlich macht, dass es hier nicht nur um den Kampf geht. Und nicht der Spieler, der als erstes 6 Sterne errungen hat, gewinnt automatisch das Spiel. Denn dann erfolgt eine Abschlusswertung, bei der die Sterne, die besetzten Gebiete und die erwirtschafteten Rohstoffe mit einem Multiplikator, der abhängig vom Ansehen der Nation ist, verrechnet werden. Wer hier in Summe die meisten Punkte hat, gewinnt das Spiel.

Scythe ist ein super Spiel, das aufgrund der verschiedenen Nationen- und Wirtschafts-Tableaus eine sehr große Abwechslung und gefühlt für jedes Spiel eine andere Voraussetzung bietet. Die doch etwas umfangreicheren Spielregeln sind gut und verständlich beschrieben, das Spielmaterial ist hochwertig und toll gemacht. Ob es damit den doch recht hohen Preis rechtfertigt, muss jeder für sich selber entscheiden.

Ich persönlich habe den Kauf bisher nicht eine Minute lang bereut und schon viele spannende Runden gespielt, auf die hoffentlich noch viele weitere Runden folgen werden.
Für mich also eine ganz klare Kaufempfehlung.
5 von 5

11.04.2018
Der Alleskönner?
Vorwort:
Scythe stand bei mir sehr lange in Beobachtung. Ich war mir Anfangs nicht sicher, ob es den Kauf lohnt, denn es ist ja wirklich kein günstiges Spiel.

Inhalt:
Scythe spielt in einer Nachkriegszeit und jeder übernimmt die Rolle eines Abgesandten einer Nation der die Vorherrschaft über soviel Land wie möglich zu erzielen. Das sieht auf den ersten Blick wie ein typisches Kriegs-/Kampspiel aus, doch kampf ist nur ein kleinerer Teil der siegpunktbringenden Aktionen. Man muss auch ein gewisses Ansehen haben (das gleichzeitig später den Multiplikator der Siegpunkterrechnung ausmacht) oder seine geheimen Ziele erreichen usw. Jede Nation spielt sich anders und hat andere Spezialfähigkeiten, doch keine steht der anderen nach. Das Balancing ist sehr gut gelungen. Über die Gestaltung kann man kein schlechtes Wort verlieren, außer dass das Spielbrett vielleicht etwas klein geraten ist für die größe der Minis. Doch da hat Stonemaier Games gleich noch eine Verkaufsstrategie mit im Gepäck und hat eine Spielbretterweiterung im Angebot , dass das Spielbrett in etwa 1/3 vergrößert und dadurch für die Spieleranzahl von bis zu 7 Spielern optimiert. Doch dafür wird ein immens großer Tisch benötigt :). Nun zum Preis, den ich im Vorwort bereits kritisch angesprochen habe. Ja der Preis ist berechtigt, aber meiner Meinung nach nicht für das Spielprinzip, sondern für das Spielmaterial. Denn das ist das beste, was man im Brettspielbereich bekommen kann. Alleine der Außenverpackung ist so solide, dass die Wertigkeit und der Preis dem Besitzer keinerlei schlechtes Gewissen unterbreitet, nein man hat sogar das Gefühl, es hätte auch noch 30€ teurer sein können und wäre gerechtfertigt gewesen. Die Mechaniken des Spiels sind von vorne bis hinten sehr schön durchdacht und runden das Gefühl ab, hier einen Alleskönner vor sich zu haben.

Fazit:
Warum nur 4 Sterne, hier spielt der große Faktor Geschmackssache mit. Meine Spielgruppe hat das Spiel als solide gesehen, aber es war nicht die Bombe die einfach jeder von uns erwartet hat. Dadurch, dass das Spiel alle Arten von Mechaniken (Workerplacement, Area Control, War, Ressourcen Management usw.) versucht zu vereinen ist es gefühlt ein bisschen von allem. Jeder der ein Spiel sucht, mit dem er fast jeden Geschmack treffen möchte, der hat hier einen Alleskönner. Auch wenn noch hinzukommt, dass sogar das Thema und die Gestaltung eine glatte 5/5 sind, ist es bei mir und meiner Spielgruppe nicht eingeschlagen da wir es bevorzugen verschiedene Spiele mit perfektionierten Mechaniken zu spielen. Dadurch ist für uns der Abwechslungsfaktor größer. Aber wie gesagt, dass ist eigentlich keine Kritik an diesem Spiel sondern nur Geschmackssache, deshalb kann ich dieses Spiel wirklich jedem ans Herz legen, denn es ist einfach SEHR GUT.
4 von 5

16.02.2018
Kein Kampfspiel
Auch wenn die Bilder von riesigen Mechs etwas anderes vermuten lassen, wird in Scythe vergleichsweise wenig gekämpft, da es auch noch andere Siegbedingungen gibt und man durch Kampf lediglich zwei von sechs für das Spielende nötigen Sternen bekommen kann. Die restlichen bekommen man durch Aufwerten seines Tableaus, Einsetzen aller Mechs oder Strukuren, etc.
Scythe ist ein hervorragendes Strategiespiel mit eleganten Mechanismen, das durch die Kombination von Fraktion und Spielertableau auch eine Menge Variabilität bietet.

Falls mal keine Mitspieler da sind, bietet der kartengesteuerte Automa-Mechanismus anspruchsvolle Solopartien.

Der Spielplan und die Karten sind wunderschön illustriert, die Miniaturen in Ordnung (für ein Brettspiel). Nicht vom vergleichsweise hohen Preis abschrecken lassen, das Spiel lohnt sich sehr und wird dem Hype mehr als gerecht!

Absolute Kaufempfehlung!
5 von 5

20.12.2017
ein asynchrones Spiel mit vielen taktischen Möglichkeiten
Scythe ist ein Workerplacement-Spiel mit einem Wirtschaftsaufbau. Jeder Spieler führt eine Nation mit unterschiedlichen Fähigkeiten (Nationstableau), aber gleichen Aktionsmöglichkeiten (bewegen, aufrüsten, handeln, produzieren, entwickeln, einsetzen, bauen, rekrutieren) bei unterschiedlichen Kosten und Anordnung der Doppel-Aktionen auf einem zugelosten Spielertableau sowie einem zusätzlichen fünften Aktions-Bereich (Fabrikkarte). Mit Hilfe der jeweiligen Anführer, Mechs und Arbeiter gilt es Regionen (Gehöft, Wald, Berge, Tundra, Dorf, See, Die Fabrik) zu beherrschen, dort Ressourcen (Holz, Nahrung, Metall, Öl) zu produzieren, neue Arbeiter ins Spiel zu bringen sowie die Fabrikkarte zu erhalten. Die Anführer können Begegnungen haben, die der Nation Vorteile bringen, und er und die Mechs können gegen andere Anführer und Mechs kämpfen. Die Stärkeskala zusammen mit möglichen Kampfkarten liefern die Kampfstärke, der höhere Gesamtwert gewinnt den Kampf, bei Gleichstand der Angreifer. Die unterlegenen Einheiten werden nicht zerstört, sondern in das Heimatgebiet zurückgesetzt. Das Spiel endet sobald ein Spieler sechs Ziele (alle Entwicklungen, alle Mechs, alle Gebäude, alle Rekruten, alle Arbeiter, eine Zielkarte, zwei siegreiche Kämpfe, Ansehen von 18, Stärke von 16) erreicht hat. Der Sieger ist nicht zwangsläufig der Spieler mit den sechs erfüllten Zielen, sondern der reichste Spieler (Barvermögen, gewonnene Sterne, beherrschte Gebiete, Ressourcen, Gebäudebonuskarte).

Fazit: Scythe ist durch die unterschiedliche Fähigkeiten und Aktionsmöglichen (unterschiedlichen Kosten und Anordnung der Doppel-Aktionen) der jeweiligen Nation ein asynchrones Spiel. Die Taktik ist durch diese Asynchronität im groben vorgegeben. Da die Kämpfe eigentlich zu teuer sind, ist das Spiel solitärer als es vielleicht scheint. Die verschiedenen Nationen mit unterschiedlichen Spielertableaus erlauben dennoch Taktikmöglichkeiten.
5 von 5

01.11.2017
Fantastisches Spiel
Ich hatte hohe Erwartungen an Scythe - eines der top Spiele 2017. Schon allein das Artwork und die Miniaturen haben mich begeistert. Doch auch mechanisch weiß Scythe zu überzeugen. Die Spieler können ihre Prioritäten, mit denen sie die begehrten Sterne, die am Spielende in Geld (=Siegpunkte) umgewandelt werden, sammeln, selbst bestimmen. Hat man also Pech, dass die beiden gezogenen Missionen unglücklich sind, kann man also durch Entwicklung, Kampf, Rekrutierung, Ausbildung von Arbeitern etc. Geld erwirtschaften. Ein besonderer Clou sind die Spielertableaus zum Ausführen von Aktionen. Sie zeigen einen oberen und unetren Bereich. Entscheidet man sich für einen der vier Bereiche des Tableaus kann man zunächst die obere und anschließend die untere Aktion ausführen, wobei sich die einzelnen Tätigkeiten nicht aufeinander beziehen. Im nächsten Spielzug muss (sofern man keine Sonderfähigkeit hat) ein anderer Aktionsbereich gewählt werden. Durch Rekrutierungen kommt es zu einer gewissen Interaktion mit benachbarten Spielern, indem man Boni bekommt, solbald ein Nachbar eine bestimmte untere Aktion ausführt. Weitere interaktive Elemente bilden Kämpfe, die allerdings recht selten vorkommen und der Wettlauf nach Entdeckungsplättchen und Fabrikkarten. Während erstere verschiedene einmalige Boni bringen, erhält man durch die Fabrikkarte eine dauerhaft nutzbare weitere Aktionsfläche. Strategische Variationen sind wegen der blind gezogenen Nationen- und Spielertableaus erforderlich. Jede Partie Scythe spielt sich also ein wenig anders. Ich gebe dem Spiel die volle Punktzahl, weil das Thema, das Artwork, die Ausstattung, die Mechanik und der Spielspaß so grandios sind, dass Scythe zu meinem Lieblingsspiel geworden ist (Sorry Blood Rage und Terraforming Mars). Daher gibt es von mir eine klare Kaufempfehlung!
5 von 5

27.10.2017
Opulent
Ich muss zugeben, ich bin ein klassischer Eurogamer, ich liebe Workerplacement und Siegpunkte. Umso mehr feiere ich dieses Spiel, indem ein Aufbau- und (Kampf-) Spiel mit dem Erwerb von Siegpunkten verknüpft wird. Kampf wurde von mir in Klammern gesetzt, weil das Spiel eher ein Droh- als ein Kampfspiel ist, und ich bisher fast keine Partien mit vielen Kämpfen erlebt habe. Außerdem bedeuten verlorene Kämpfe nicht zwangsläufig ein verlorenes Gesamtspiel. Die Ausstattung und das Artwork ist einfach sensationell, ich habe noch kein Spiel zuvor erlebt, das ein Kunstwerk ist, und gleichzeitig so viel Spaß macht, und zum Wiederspielen reizt. Der Preis mag zwar hoch erscheinen, aber das einzigartige Material, die Kunstwerke auf den Karten und der hohe Wiederspielwert rechtfertigt das allemal.
5 von 5

22.10.2017
Das etwas andere Strategiespiel für Fortgeschrittene
Meine Spielegruppe setzt sich aus vielen verschiedenen Typen zusammen. Es ist oft schwer ein Spiel zu finden auf das sich alle einigen können, doch dieses Spiel hat alle Begeistert.

Was mir hier gut passt ist das man kaum Glück braucht, sondern statt dessen eine gute Taktik. Man muss nicht hoffen das man glück beim Würfeln hat, sondern kann Kämpfe soweit vorrausplanen das man den Glücksfaktor eliminieren kann (nur das konstet dann etwas mehr Ressourcen).

Die Regeln sind anspruchsvoll, aber in meinen Augen nicht zu komplex.

Das Spiel macht vieles anders. Ressourcen lagert man direkt auf der Karte, diese können also gestohlen werden. Auch das Wirtschaftstableau zum Bauen und Entwickeln ist eine geniale Idee, eingängig und innovativ. Man wählt jede Runde eine Phase, darf aber nächste Runde nicht nochmal die gleiche wählen. Die Phase ist schnell abgehandelt und deswegen geht das Spiel zügig vorran. Dies war ein wichtiger Aspekt für uns, da viele unserer Mitspieler es nicht leiden können lange zu warten bis sie wieder dran sind. In Scythe geht das sehr flüssig!

Man kann auf verschiedene Weisen gewinnen, im Spiel hat sich gezeigt das jede Taktik zum Sieg führen kann. Die verschiedenen Fraktionen werden mit einen Wirtschafts-Tableau kombiniert. Also spielt sich auch nicht jedes Volk immer gleich. Diese Abwechslung und die unterschiedlichen Fraktionen sorgen für eine hohe Wiederspielbarkeit.

Mir hat gut gefallen das es so viele Möglichkeiten gibt, diese aber nicht untergehen weil man den Überblick verliert, sondern sie existieren als valide gleichwertige Möglichkeiten nebenher. Es gibt z.B. in der Mitte die Möglichkeit sein Wirtschafts-Tableau um eine weitere (in der Regel sehr starke) Option zu erweitern, doch wer da hin geht verzichtet evtl. auf Einkommen oder Ereigniskarten oder man geht früh auf Ereigniskarten und vernachlässigt die Wirtschaft und den Arbeiterbau. Man kann auch am Anfang voll auf Arbeiter und Wirtschaft gehen, doch viel Produktion kommt in Scythe mit einem Preis, man muss für viele Arbeiter auch eine Art Unterhalt bezahlen. Was ich damit sagen will ist folgendes; es gibt nicht die eine richtige Strategie, man muss abwägen und auch auf seine Mitspieler reagieren.

Das Spiel hat viel Tiefe, es hat viele Möglichkeiten und man kommt oft und schnell dran.

Da es ein Spiel für Forgeschrittene ist, hat man es schwer mit erfahrenen Spielern mitzuhalten, doch meiner Meinung nach lernt man das recht schnell und ein erfahrener Brettspieler hat es in ein oder zwei Runden drauf.

Ich finde das Spiel ist sein Geld wert! Man hat hochwertige Spielmaterialien und zusammen mit einem tollen Spielekonzept in die Box gepackt. Ich habe inzwischen die Erweiterung gekauft und und freue mich schon auf die Nächste.

Das Spiel ist was für dich wenn du gerne taktisch anspruchsvolle Spiele spielst und nicht gerne Würfelst, dich an tollen Artwork erfreuen kannst und der Meinung bist ein Strategiespiel ist auch dann noch gut wenn nicht Kämpfen einzig und allein im Mittelpunkt steht.
5 von 5

20.10.2017
abendfüllendes Strategiespiel in überragendem Design
- geniale Mechanismen für Aktionen und Ressourcenmanagement
- taktische Spieltiefe
- vielfältige und sich von Spiel zu Spiel ändernde Aktionsmöglichkeiten
- hohes Wiederspielpotenzial
- tolles Artwork
- sehr gutes Spielmaterial / tolle Verarbeitung
- zeitintensiv

Für Fans komplexer Strategiespiele hat Scythe alles zu bieten. Die Fraktionen spielen sich alle sehr unterschiedlich und bieten dadurch verschiedenste Möglichkeiten seine Strategie zu planen und auf gegnerische Aktivität zu reagieren. Wer auf viele Gefechte steht sollte jedoch zu etwas anderem greifen. Kämpfe sind potenziell oft möglich, nur ist abzuwägen ob man diese eingeht, da sie vor allem als Initiator auch negative Effekte mit sich bringen können. Unter anderem dadurch wird eine taktische Tiefe erzeugt, die mich in jeder Partie fesselt. Wenn es auf den Tisch kommt solltet ihr stets viel Zeit einplanen.

Es ist ein Spiel für 1 bis 5 Spieler (mit Erweiterung 1 bis 7), bei dem die Solovariante gut funktioniert, es mir aber mit 3 bis 5 Spielern am besten gefällt (je mehr Spieler desto mehr Interaktion, ab 6 aber mir sehr viel Wartezeit verbunden).

Eines meiner absoluten Lieblingsspiele, welches bei fast jedem neuen Mitspieler sehr gut ankam.
5 von 5

24.09.2017
Geniales Ressourcenmanagement-Spiel
Scythe ist ein Geniales Ressourcenmanagement-Spiel. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht. Und gerade der Solo - Modus von automa ist wirklich genial. Nur zu empfehlen.
5 von 5

21.09.2017
Ein wunderhübsch gestaltetes Spiel mit Grenzen in der Strategie
Scythe ist vom Spielmaterial eins meiner hochwertigsten Spiele. Die Tableaus sind aus dicker Pappe, die Minifiguren sind detailreich und alles hat wirklich eine sehr schöne Haptik. Die Marker verrutschen nicht, da es Vertifeungen in den Tableaus gibt und die thematische Ausgestaltung spricht mich sehr an.
Nun zum Spielen: Bevor ich Scythe bestellte, dachte ich, dass es mehr Kämpfe im Spiel gäbe und dadurch eine höhere Interaktion zwischen den Spielern gibt. Nach nun ca. 7 Spieldurchläufen zu zweit und zu dritt ist mir aufgefallen, dass es bei unseren Spielpartien sehr selten zu Kämpfen kommt, ca. 1-3 Kämpfe. Daher spielte jeder vor sich hin ohne den anderen zu stören. Das wiederum ist bei Scythe sehr schade, da das Spiel durch Interaktion und Platzmangel erst auflebt. Wenn keiner kämpfen will, sei aus Sicherheit oder Strategie, beschränkt sich das Spiel fast aufs eigene Tableau und dort sind die Möglichkeiten geringer. Hier ist einfach das Wichtigste, dass man möglichst bei jedem Zug beide Aktionen nutzen können sollte. Was mir besonders gut gefällt, ist das relativ offene Ende. Es gibt keine Rundenanzahl und mehrere Möglichkeiten das Spielende einzuleiten. Bei uns hat auch in allen Fällen der Spieler gewonnen, der das Spiel beendet hat.
Nichtsdestotz der empfundenen Schwächen spielen wir das Spiel ganz gerne auch wenn der Wiederspielreiz von z.B. Terra Mystica bei uns deutlich höher war. :)
1 von 5

20.09.2017
Großartiges Artwork
Uns hat das Spiel sehr gut gefallen trotz vorhandener Schwächen.

Sehr positiv hervorheben möchte ich die einzelnen Plänen der Völker die Einkerbungen beinhalten damit die gesetzten Würfel nicht verrutschen. Sowas hab ich vorher noch nicht gesehen und bin einfach unglaublich begeistert.

Für uns waren jedoch der Kampf bzw. die Taktik zum Sieg eindeutige Schwächen. Gerade der Kampf, da er fast ohne Auswirkungen auskommt, empfinde ich als Schwachpunkt. Auch wenn oft argumentiert wird das dies absichtlich gemacht wurde, frage ich mich warum man den Kampf dann eben nicht komplett ausgenommen hat.

Daher nur 4 von 5.
4 von 5

20.09.2017
Scythe
Mit 75 Euro (oder teilweise sogar mehr) ist Scythe sicherlich keines der Spiele, das man sich kauft, wenn man sich nicht sicher ist, ob es dem Hype überhaupt gerecht wird. Bei Boardgamegeek befand sich das Spiel schon kurz nach Veröffentlichung in den Top 10 der besten (Stategie-)Spiele. An dieser Stelle kann ich jedoch schon sagen, dass ich froh bin, das Spiel in meiner Sammlung zu haben und dass es mittlerweile zu meinen Lieblingsspielen zählt.

Neben dem großartigen Artwork (auch hier entdeckt man immer wieder kleine, liebevolle Details auf den Karten oder dem Brett) tragen die Spielmechanismen und eine gute Geschichte dazu bei, das Scythe auch nach vielen Partien ein tolles Spiel bleibt. Geschichtlich spielt man hier eine Nation in einem alternativen 1920 (insofern, dass die Streitmächte z.B. im Besitz von Kampfrobotern/Mechs sind) und versucht, möglichst viele Punkte zu sammeln, die auf verschiedenen Wegen zu erlangen sind. Gewinnen tut dabei nicht zwangsläufig die Person, die zuerst 6 Aufgaben erfüllt, was das Ende des Spiels einleitet, wodurch es bei Spielende noch zu einer spannenden Auswertung kommt.
Auch wenn Scythe auf den ersten Blick den Eindruck vermittelt, dass Kämpfen ein großer Bestandteil des Spiels ist, lässt sich das Spiel durchaus friedlich spielen, sodass auch ohne eine einzige Schlacht das Spiel beendet werden kann.
So sammelt man Ressourcen, baut mit diesen neue Gebäude oder Mechs, die einem zusätzliche Aktionen erlauben, entwickelt sich weiter oder rekrutiert neue Einheiten, wodurch Spielzüge immer komplexer werden. Da die Züge jedoch durch das Spielertableau bestimmt werden, muss sich ein Spieler zwischen lediglich vier (bzw. zu einem späteren Zeitpunkt fünf) verschiedenen Aktionen entscheiden (was dazu beiträgt, dass das Spiel auch für Anfänger recht einfach ist und minutenlanges Warten auf eine Aktion der Mitspieler ebenfalls (fast immer) ausbleibt). Die Aktionen, die aus zwei Teilen bestehen können, sind dabei von Spielertableau zu Spielertableau unterschiedlich (teuer). Neben dem Nationstableau, das für die Nation einzigartige Fähigkeiten beschreibt, besitzt ein Spieler ein Tableau, das die eigentlichen Aktionen beinhaltet, jedoch keiner Nation fest zugeteilt ist, sodass der Wiederspielbarkeitswert auch durch verschiedene Kombinationen von Nation und Aktionstableau erhöht wird.

Zusammengefasst kann ich sagen, dass Scythe, obwohl es nicht allzu komplex ist, ein großartiges Spiel ist, das ich jederzeit vorschlagen und spielen würde. Man kann kämpfen, muss es aber nicht, sodass am Ende des Spiels niemand wirklich böse auf einen anderen sein kann, da man nur wegen einer Attacke verloren hätte - so bestimmt jeder Spieler sein eigenes Schicksal. Neben dem Enginebuilding, Sammeln und Ausgeben von Ressourcen muss man auch stets und gut im Auge behalten, was der Gegner macht, da jeder Zug auch Einfluss darauf haben kann, was man selbst als nächstes am besten machen kann. So entwickelt man nach und nach eine Strategie, die sowohl von der gewählten Nation als auch deren Startposition auf dem Spielfeld abhängen kann und hofft, dass sich die eigenen Vorhaben bis zum Spielende, das sehr plötzlich eintreffen kann, erfüllt haben.
Empfehlen kann ich dieses Spiel uneingeschränkt jedem, der EU Spiele mag und auch einer friedlichen Partie nicht abgeneigt ist.
5 von 5

11.06.2017
Eine Augenweide mit spielerischem Tiefgang
Großartiges Strategiespiel für Spielekenner. Komplexe Regeln - aber ohne Regelwust - gehen schnell in Fleisch und Blut über. Spielzeit am Anfang eher 3+ Stunden, welche aber vergehen wie im Flug. Die Illustrationen sind die besten die ich je in einem Brettspiel gesehen habe. Eine absolute Empfehlung für Vielspieler, für Familien mit Kindern unter 12 ist es aber wahrscheinlich zu komplex.
5 von 5

21.05.2017

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