Santa Maria

ArtikelNr.: 11-0054

Für Kinder unter 6 Jahren nicht erlaubt
Achtung: Für Kinder unter 36 Monaten nicht geeignet. Erstickungsgefahr!
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Kolonisten strömen in die neue Welt. Dein Ziel: Die zufriedenste Kolonie zu gründen. Nutze dafür clever die zur Verfügung stehenden Würfel, denn nur mit den richtigen Ressourcen kannst du deine Kolonie weise vergrößern und den Seehandel stärken. Keinesfalls solltest du dabei die in jeder Partie variierenden Gelehrten und Bischöfe außer Acht lassen. Nur wenn du all dies im Blick hast, wirst du eine Partie Santa Maria für dich entscheiden können!



Spielmaterial:

    72 Zufriedenheitsplättchen
    60 Ressourcenmarker
    50 Münzen
    34 Seehandelsplättchen
    30 Erweiterungsplättchen
    24 Mönchsplättchen
    12 blaue Würfel
    12 Spielermarker
    12 weiße Würfel
    10 Gelehrtenplättchen
    6 Bischofsplättchen
    4 Rathausplättchen
    4 Spielertableaus
    3 Straßenplättchen
    1 Jahresmarker
    1 Spielanleitung
    1 Spielplan
Merkmal:

4 von 5 Sternen

Charakteristik

Glück
1 / 5
Strategie
4 / 5
Gestaltung
1 / 5
Suchtfaktor
3 / 5
Geniales Dice Drafting, Puzzle und Aktivierungsmechanismus – Mangelndes Artwork und Thema
Vorab: ich finde das Spieldesign hinter Santa Maria genial, möchte es hier jedoch nicht zu genau beschreiben und werde nur auf einzelne Aspekte eingehen.
Ich finde den Draft-Mechanismus also das Auswählen von Würfel in diesem Spiel genial, da alle für mich wichtigen Punkte für eine durchdachte Wahl vollstens erfüllt sind. Jede Augenzahl hat aufgrund meiner bisherigen Spielaktionen (im ersten Zug der Aufbau des gewählten Tableaus) einen eigenen Wert, ohne dass höhere oder niedrigere Augenzahlen einen gesonderten Wert hätten. Dies ist mMn nach oft schwierig wirklich rund zu implementieren. Ich kann zu jedem Zeitpunkt sehen, welchen Wert einzelne Augenzahlen für meine Mitspieler haben und wie viele der Würfel sie noch wählen können, da dieses alles über offene Informationen auf deren individuellen Tableaus und dem Haupttableau einzusehen ist. Außerdem bekommt jeder Würfel noch einen nach dem Zufall bestimmten zusätzlichen Wert, nämlich wie oft eine bestimmte Augenzahl in der aktuellen Runde erwürfelt wurde. Die Würfelwahl ist also auf mehreren Ebenen entscheidend.
Mir gefällt der Zwiespalt, in dem man steckt, zunächst sein Tableau zu erweitern, um die jeden einzelnen Würfel optimal nutzen zu können oder sich lieber schnell einen bestimmten Würfel zu sichern oder einem anderen seinen optimalen Würfel wegnehmen zu können.
Beim Ersteren riskiert man zum Einen, dass die gewünschten Würfel später nicht zur Verfügung stehen und zum Anderen, dass wichtige Boni über die Mönchsplättchen dann teurer werden könnten. Beim Letzteren ärgert man sich, wenn man später noch all die Aktionsmöglichkeiten sieht, die einem mit etwas mehr Risikoaffinität offen gestanden hätten.
Die vorhandenen Leisten, die beide einen ganz unterschiedlichen Zweck erfüllen und auch unterschiedlich funktionieren, ergänzen sich gegenseitig perfekt und machen das Spiel wirklich knackig und spannend. Der Bonus durch das Passen, erzeugt ein weiteres Optimierungsdilemma. Der Ausbau der eigenen Siedlung erzeugt ein interessantes Puzzle, das jedes Spiel durch die ausliegenden Bonuswertungen erneut einen Zwiespalt zwischen der Optimierung er eigenen Optionsmöglichkeiten und einfachen Punkten erzeugen kann. Auch die Möglichkeit, diese nach Belieben ignorieren zu können, finde ich wirklich passend und eine Stärke des Designs. Die Spiellänge mit ihren drei Runden Spielzeit, deren Länge sich gefühlt bei jeder Stufe verdoppelt, finde ich genau richtig, um eine funktionierende Engine aufbauen zu können und trotzdem nicht alles erreichen zu können, was man gerne noch erreicht hätte.
Bis zu diesem Punkt hat mich das Spiel vollständig überzeugt und Potential zu einem meiner Lieblingsspiele aufzusteigen. Die Aufmachung, also das Artwork und auch das Thema, halten mich persönlich jedoch bis heute von einem Kauf ab. Für mich sieht das Spiel noch immer nach einem Prototypen aus und alle Leute, denen ich das Spiel gezeigt habe, waren besonders von den grinsenden Gesichtern (Siegpunktsymbole) abgeschreckt. Die verwendeten Spielsteine sind ganz schön, jedoch finde ich den Diamanten etwas fehl am Platz und auch nicht ins restliche Farbschema passend. Das Thema ist ein Graus. Das Spiel hat dafür auch bereits viel Kritik kassieren müssen, da es recht offensichtlich darum geht, die indigene Bevölkerung Südamerikas auszunutzen, zu bekehren und die eigene Siedlung auf deren Territorium zu errichten. Der einseitige Text im Regelwerk zu diesem Umstand macht für mich die Wahl des Themas nicht wieder gut. Hier hätte man eine bessere Entscheidung treffen können.
Abschließend kann ich das Spiel wirklich jedem empfehlen, den die genannten Contra-Punkte nicht stören. Spielerisch ist es mindestens eins der allerbesten Spiele des Jahrgangs, für mich das beste Würfel-Drafting- und auch Gitteraktivierungsspiel, das ich kenne. Während ich dem Spiel, dem Autor und dem publizierenden Verlag großen Erfolg wünsche, hoffe ich persönlich auf eine Neuauflage mit abgewandeltem Thema und ansprechenderem Artwork.
4 von 5

25.07.2018

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