Roll Player

Artikelnummer: 11-0112
Kategorie: Würfelspiele
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    Beschreibung

    Mächtige Helden erscheinen nicht einfach so aus dem Nichts - man muss sie erschaffen! Volk, Klasse, Gesinnung, Fertigkeiten, Merkmale und Ausrüstung sind die Elemente eines perfekten Helden.

    Rolle die Würfel und lege die Attribute deines Charakters fest.

    Kaufe Waffen und Rüstungen auf dem markt und trainiere deinen Helden, damit er neue Fertigkeiten und Merkmale erlangt.

    Sammle das meiste Ansehen und gewinne das Spiel.



    Spielmaterial:

      101 Karten
      73 Würfel
      60 Goldplättchen
      12 Holzmarker
      6 Charaktertableaus
      6 Charismaplättchen
      1 Beutel
      1 Spielanleitung

    Merkmale

    Alter: ab 10 Jahre
    Autor: Keith Matejka
    Gewicht: 1.700 g
    Produktgröße: 225 x 320 x 75 mm
    Kategorie: Würfelspiele
    Spieldauer: ca. 60 - 90 Minuten
    Spieleranzahl: für 1 - 4 Spieler
    Sprache: D
    Verlag: Pegasus Spiele
    Altersklasse: ab 10 Jahre
    Spieler: 1 Spieler2 Spieler3 Spieler4 Spieler
    Artikelart: Brettspiele

    Anleitung

    Spielanleitung

    Bewertungen

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    Einträge insgesamt: 6
    Nicht nur für Rollenspieler geeignet!

    Roll Player ist ein Würfellegespiel für ein bis vier Spieler, das vor allem bei Rollenspielfreunden für Begeisterung sorgen dürfte. Angesiedelt in einem D&D-artigen Fantasyuniversum, besteht das Spiel aus dem, was in einem Rollenspiel vor der eigentlichen Kampagne geschieht: der Charaktererstellung. Jeder Spieler sucht sich eines von sechs Charaktertableaus aus, auf dem auch dessen Rasse abgebildet ist, von Mensch über Zwerg bis hin zum Ork – Vorder- und Rückseite bieten zudem unterschiedliche Geschlechter. Anschließend werden den Spielern zufällig eine Klasse, eine Vorgeschichte und eine Gesinnung zugewiesen, die darüber bestimmen, wie man seine Würfel positionieren muss, um Punkte zu bekommen. Das Charaktertableau bietet sechs Attribute, mit je drei freien Plätzen, in die die Würfel eingesetzt werden können. Die Attribute sind an bestimmte Aktionen gebunden, die man ausführen kann, wenn man einen Würfel in die jeweilige Reihe setzt, z. B. zwei Würfel tauschen oder die Augenzahl eines Würfels erhöhen oder senken. Auf der Klassenkarte findet sich die Anzahl an Punkten, die der Charakter pro Attribut haben sollte, manchmal ist es ein bestimmter Wert, manchmal ein Mindestwert oder eine Spanne innerhalb der der Wert liegen sollte; je nachdem wie schwer dieser zu erreichen ist, gibt es am Ende unterschiedlich viele Siegpunkte. Zudem steht auf der Klassenkarte auch die Klassenfähig des Charakters, den Spielern stehen jeweils zwei zur Auswahl, die verschiedene Auswirkungen haben können, wie die Manipulation von Würfeln oder zusätzliches Einkommen. Die Vorgeschichte eines Spielers legt fest, welche Farbe Würfel an bestimmten Stellen im Spielertableau haben sollten, um zusätzliche Punkte einzubringen. Insgesamt kommen die Würfel in sieben Farben, sechs davon entsprechend der Farben der Klassen – Würfel in der eigenen Klassenfarbe sind ebenfalls zusätzliche Punkte wert – sowie goldene Würfel, die dem Spieler Gold bringen, wenn er diese in sein Tableau einsetzt. Die Gesinnungskarte zeigt an, ob ein Charakter eher gut oder böse, gesetzestreu oder chaotisch sein soll, die Position des Markers kann durch Attributaktionen, Fertigkeiten oder Merkmalkarten manipuliert werden.
    Der Startspieler zieht Würfel aus dem (mitgelieferten) Würfelbeutel, würfelt und sortiert diese von niedrig nach hoch auf die Initiativekarten. Er darf auch als erster wählen, welchen Würfel er haben möchte und nimmt sich auch die entsprechende Initiativekarte, dann wählen die anderen Spieler reihum. Wer die Initiativekarte mit dem niedrigsten Wert gewählt hat, darf dafür als erster eine Karte vom zuvor ausgelegten Markt kaufen. Dort finden sich Rüstungsteile, die mehr Punkte bringen, je mehr Teile eines Sets man besitzt, Waffen, die verschiedene Effekte haben können, Merkmalkarten, die zumeist am Ende Bonuspunkte einbringen und Fertigkeiten, die es einem überwiegend erlauben die eigenen Würfel zu manipulieren – sofern man in der Lage ist, den Gesinnungsmarker in die entsprechende Richtung zu versetzen.
    Insgesamt bietet Roll Player ein sehr spannendes und spaßiges Spieldesign, das zwar zunächst stark an Sagrada erinnert, aber komplexer ausfällt und mehr Möglichkeiten bietet. Thematisch spricht das Spiel natürlich vor allem Rollenspieler an, kann aber durch die komplexen Spielmechanismen erfahrungsgemäß auch Nichtrollenspieler in seinen Bann ziehen. Strategisches Denken und Taktieren sowie geschicktes Manipulieren der Würfel machen Roll Player zu einer fantastischen Knobelei, an deren Ende man einen tollen Rollenspielcharakter hat. Auch der Solomodus weiß zu überzeugen und simuliert ausgezeichnet einen Mitspieler, der einem oft die besten Karten wegschnappen kann.

    18.01.2019
    Würfel sortieren mit tollem Thema

    In Roll Player erschafft jeder Spieler für sich einen eigenen Helden, indem er im Laufe des Spieles Würfel in verschiedenen Farben ansammelt und bestmöglich auf seine Attribute verteilt.

    Doch der Reihe nach. Ganz zu Beginn entscheidet sich jeder Spieler für eine Rasse. Danach wird jedem Spieler eine Charakterklasse zugelotst (man hat immer zwei zur Auswahl), die festlegt, auf welche der 6 Attribute (Stärke, Geschicklichkeit, usw.) man welchen Augenzahlwert erreichen muss. Als nächstes erhält jeder Spieler eine Vorgeschichte, die festlegt, welche Farbkombinationen man in welcher Attributsreihe an Würfeln erreichen muss. Zu guter Letzt gibt es noch eine Gesinnung, die sich im Laufe des Spieles durch die Aktionen der Spieler verändern kann und ebenfalls Punkte gibt. Somit hat man für jedes Spiel andere Zielvorgaben, was stellenweise zu sehr witzigen Kombinationen und Geschichten führen kann.

    Der Spielablauf ist dann eigentlich recht einfach. Je nach Spieleranzahl wird eine gewisse Anzahl an farbigen Würfeln aus einem Beutel gezogen und nach ihrer Augenzahl aufsteigend sortiert. Zusätzlich zu den Würfeln werden auf dem Marktplatz Ausrüstungsgegenstände, Fähigkeiten und Merkmale in Form von Karten angeboten. Entscheide ich mich für den Würfel mit der niedrigsten Augenzahl, darf ich im Gegenzug als erstes im Markt einkaufen gehen. Nehme ich die höchste Augenzahl, habe ich im Markt meistens das Nachsehen.

    Den erstandenen Würfel muss ich dann auf eines der 3 Felder der einzelnen Attributsreihe setzen, wobei diese Reihen immer von links nach rechts an zu füllen sind. Damit wird in jeder Attributsreihe eine andere Spezialaktion ausgelöst. So kann ich z.B. zwei Würfel tauschen, oder einen Würfel drehen, oder einen Rabatt für den Einkauf in der nächsten Rund bekommen.

    So entsteht eine sehr interessante Mischung aus der Optimierung von Farben, Augenzahlen, Gegenständen, Fähigkeiten und Merkmalen, die Roll Player für mich zu einem sehr schönen und abwechslungsreichen Spiel machen.

    Die Spielregeln sind nicht sehr kompliziert, und spätestens nach der ersten Runde hat jeder Verstanden, wie die Mechanismen funktionieren und ineinander greifen. Auch wenn Roll Player von der Thematik her sicherlich Rollenspieler als erstes anspricht, ist dieses Spiel auch für all jene von uns geeignet, die sich bisher noch nicht mit einem Rollenspiel anfreunden konnten.

    17.04.2020
    Puzzle geschickt mit Würfeln und kreiere deinen eigenen Fantasycharakter!!

    In Roll Player versuchen ein bis vier Spieler einen Fantasycharakter zu kreieren, der in unterschiedlichen Bereichen, wie Stärke, Geschicklichkeit, Konstitution, Weisheit, Intelligenz, Charisma, aber auch Gesinnungs-, und Charaktereigenschaften, wie wahrheitssuchend, gut oder böse, chaotisch oder rechtsschaffen, ausgebildet werden kann.

    Um diese Eigenschaften in dem gewünschten Maß hinzukriegen, setzt jeder Spieler auf seinem Charaktertableau möglichst geschickt Würfel ein, - 18 pro Charakter aus einer Auswahl von insgesamt 73 Würfeln - und versucht passende und aufwertende Karten, wie Merkmal-, Fähigkeiten-, Rüstungs-, oder Waffenkarten hinzuzufügen.
    Diese Mechanismen sind, mit zugänglichen Regeln und überschaubarer Tragweite, leichtgängig aufeinander abgestimmt, so dass ein angenehmer Spielfluss entsteht, egal wie viele Spieler mitspielen.
    Roll Player verläuft über mehrere Runden und jede Runde ist in vier Phasen unterteilt:

    1. Würfel werfen
    Je nach Spieleranzahl zieht der Startspieler blind Würfel aus dem Beutel, wirft sie und legt sie mit steigender Augenzahl auf die sogenannten Initiativekarten. Von diesen liegt immer eine mehr aus, als Spieler teilnehmen, im Spiel zu zweit also drei Karten.
    Diese sind dann von eins bis drei nummeriert.

    2. Wahl der Initiativekarte
    Beginnend mit dem Startspieler nimmt sich der Reihe nach jeder eine Initiativekarte samt daraufliegendem Würfel.
    Der Würfel muss dann so geschickt es geht auf dem Charaktertableau in die vorgesetzten Reihen, die die gewünschten Attribute des Charakters darstellen, gelegt werden. So benötigt ein Charakter beispielsweise eine Stärkesumme von 16, weshalb es geschafft werden muss, in der Stärkereihe drei Würfel mit der Gesamtaugenzahl von 16 zu legen, zB. mit einem 6er und zwei 5er Würfeln.
    Dabei hat man interessante Möglichkeiten die Würfel zu legen, sowohl was die Augenzahl, als auch den Ablageort betrifft. So können Würfel auf die Gegenseite gedreht, oder untereinander getauscht werden, etc. .

    3. Einkaufen
    Der Spieler, der die niedrigste Initiativekarte genommen hat, darf zuerst eine Karte kaufen.
    Dann kommt der Spieler mit der zweitniedrigsten Karte an die Reihe, usw. .
    Der Kauf der Karten muss mit Gold stattfinden, was man unter anderem bekommt, wenn man einen goldenen Würfel ausgesucht oder einen Würfel auf dem letzten Feld der jeweiligen Attributreihe auf dem Charaktertableau gelegt oder, statt eine Karte zu kaufen, eine abgeworfen hat.

    4. Aufräumen
    Eine genutzte Fertigkeitskarte durch Drehen wieder verfügbar machen.
    Neue Karten zum Kauf für die nächste Runde ziehen und auslegen.
    Den übrig geblieben Würfel zurück in den Beutel legen und neuen Startspieler bestimmen.

    Eine Partie Roll Player endet, wenn alle Atttibuttreihen auf den Charaktertableaus vollständig mit Würfeln belegt sind.
    Wer hierdurch und über weitere Wertungskategorien wie die Anzahl bestimmter farbiger Würfel, oder die Erfüllung von Gesinnungs-, und Merkmalkarteneigenschaften oder das Sammeln möglichst vieler passender Rüstungssets, das meiste Ansehen verdient, gewinnt mit seinem nun ausdefiniertem Charakter.

    Fazit:
    Der Titel des Spiels weckte als Nicht-Rollenspieler nicht sofort Kauflust in mir.
    Trotz des Themas sehe ich Roll Player aber eigentlich als Puzzle-, und Optimierspiel, das so gute Mechaniken und flüssig ineinandergreife Elemente hat, dass es einfach viel Spaß macht.
    Keine Runde spielt sich wie die andere, es gilt sehr viele interessante Entscheidungen zu treffen, und aus einem breiten Angebot an Möglichkeiten Ansehen, also Siegpunkte, zu generieren.
    Eine Partie hat eine überschaubare Spielzeit und ein nicht zuviel oder zuwenig an Interaktion.
    Auch der Solomodus ist hervorragend.
    Trotz intuitiver Regeln und Abläufe besitzt Roll Player eine sehr schöne Spieltiefe, mit der ein oder anderen Kopfnuss.
    Oft wird Roll Player als das komplexere Sagrada bezeichnet.
    Wer ein tiefgängiges, aber in der Spielzeit überschaubares Spiel auf Kennerniveau sucht, sollte hier genauer hinschauen.
    Auch als Nicht-Fantasy-, oder Rollenspielfan eine volle Kaufempfehlung für Tüftler und Optimierer.
    Wer schließlich mit seinem Charakter in die Schlacht ziehen und kämpfen möchte, dem sei die Erweiterung Monsters and Minions ans Herz gelegt, die da weitermacht wo das Grundspiel Roll Player aufhört.
    Fünf Meeple für eine runde und spaßige Spielerfahrung, die lange fesseln kann.

    20.04.2021
    Tolles Spiel mit stimmigen Illustrationen und Material

    Neben den lustigen Anspielungen auf diverse Rollenspielklischees bietet Roll Player ein wirklich fundiertes und gut ausgearbeitetes Brettspielerlebnis. In dem Spiel geht es darum, sich über mehrere Auswahlzyklen hinweg einen ausgewogenen und fähigen Rollenspielcharakter zusammenzustellen. Dazu werden in jeder Runde eine von der Mitspielerzahl abhängige Anzahl an Würfeln aus einem Beutel gezogen und auf ausliegenden Auswahlkarten platziert. Je nach Ordnung der Würfel (es wird nach Augenzahlen sortiert) können die Auswahlkarten zusätzlich Bonusmünzen beinhalten. Die aufgesammelten Würfel müssen dann von den Spielern in Aussparungen auf dem eigenen Tableau platziert werden und symbolisieren dort Ausprägungen von Charakterwerten der eigenen Figur. Bei jedem Platzieren gilt es mehrere Dinge zu beachten, die Farbe des Würfel für bestimmte Fähigkeit und Endwertungsbedingungen, natürlich die Augenzahl, um in gewünschten Zahlenbereichen zu landen und auch zu welchem Zeitpunkt man welche assoziierte Spezialaktion auslösen möchte. Diese zentralen Abwägungen machen den Hauptteil des Spielreizes aus. Nach der Platzierung der Würfel folgt die Möglichkeit für jeden Spieler sich eine Ausrüstungs-/Fähigkeiten-/Punktekarte zu kaufen, deren Vorteile im restlichen Spiel genutzt werden.
    Mir hat Roll Player gut gefallen, es macht wirklich Spaß seinen Charakter auszubauen und nebenbei noch seine „persönliche“ Geschichte zu spinnen. Die Illustrationen sind gelungen und das Material, gerade die große Anzahl großer, farbiger Würfel, gefällt mir ebenfalls sehr gut. Ein rundum gelungenes Spiel.

    07.09.2021
    Charaktererschaffung mit Hindernissen?

    Roll Player hat mich vollkommen überROLLt (sorry). Ich habe anfangs befürchtet, eine rein glücksbasiertes Charaktererschaffungs-Spiel vorgesetzt zu bekommen, bei dem ich zusehen sollte, dass ich bloß die Würfel gut werfe.
    Aber dem war nicht so.

    Roll Player stellt die Mitspielenden vor die Aufgabe, einen Rollenspielcharakter aufzubauen, indem man dessen Hintergrundgeschichte, Attribute und anderen Fähigkeiten taktisch durch Würfelergebnisse festlegt.
    Hier werden pro Runde mehrere Würfel geworfen, von denen jede*r Mitspieler*in sich nur einen aussuchen darf. Wählt ihr lieber eine niedrige Zahl und seid früher an der Reihe, begehrte Gegenstände aus dem Shop zu kaufen oder gebt ihr euch mit den kläglichen Resten zufrieden, habt dafür aber hohe Würfelergebnisse zum pumpen eurer Attribute?
    Und damit nicht genug. Wer die Würfel schlau auf seinen Attributen platziert, kann starke Fähigkeiten aktivieren, welche die Würfelergebnisse auf eurem Charakterbogen verändern können (z.B. Würfel neu würfeln, Ergebnisse um 1 hoch- oder runterzudrehen).

    Wer am Ende seinen Charakter mit dem besten Loot versorgt hat, seine Attribute möglichst hochgelevelt hat und auch noch etwas an seiner Hintergrundgeschichte gefeilt hat, geht idealerweise mit den meisten Siegpunkten hervor und ist der/die bekannteste Held*in des Landes (ja, man kann in dem Spiel auch sein Geschlecht frei wählen)!

    Wer also Spaß dran hat, am Ende des Spiels mit einen zwergischen, neurotischen Druiden, der früher mal als Gladiator gejobbt hat, dazustehen (so wie es mir ging), der wird Roll Player lieben!

    (Und wer nicht genug bekommen kann, braucht die tollen Erweiterungen... Fortsetzung folgt ;))

    27.03.2022
    Leider weder Charakter-erschaffung noch -entwicklung

    In Roll Player entwickelt jeder Spieler mittels Würfeln seinen Charakter, um am Ende die perfekten Eigenschaften für seine Rolle zu besitzen.

    Jeder Spieler erhält eine Ablage für sein Volk, dazu eine Karte über seine Klasse, seine Vorgeschichte und seine Gesinnung, außerdem 5 Münzen und 6 Würfel als Start für seine Volksablage. Die Völkerablagen enthalten jeweils 6 Attributsreihen (in die die Würfel kommen), die einerseits Aktionen auslösen, andererseits Punkte bringen.
    Das Spielfeld besteht aus einer Kartenauslage, zum einen aus Initiative-Karten, zum anderen aus aufgedeckten Marktkarten (jeweils eine mehr, als Spieler teilnehmen).

    Zu Beginn jeder Runde zieht der Startspieler einen Würfel pro Initiativekarte und würfelt alle. Anschließend kommen diese mit aufsteigendem Wert auf die Initiativekarten (außerdem noch je eine Münze auf die mittleren Initiativekarten).
    Als nächstes wählen die Spieler in Reihenfolge je eine der Karten, nehmen diese mitsamt Würfel (und Münze) an sich und legen den Würfel auf eine der Attributsreihen ihres Volkes. Hierdurch darf der Spieler eine Spezialaktion auslösen (z.B. einen seiner bereits gelegten Würfel auf die gegenüberliegende Seite drehen, einen seiner Würfel um eine Augenzahl nach oben oder unten verändern usw.). Handelt es sich bei dem genommenen Würfel um einen goldenen, so dürfen außerdem 2 Münzen aus dem Vorrat genommen werden, ebenso erhält man eine Münze, wenn die letzte einer Attributsreihen belegt wurde.
    Als nächstes folgt die Marktphase. Wer die niedrigstwertige Initiativekarte gewählt hatte, darf zuerst eine der Karten vom Markt kaufen – oder eine Karte von dort abwerfen, um 2 Münzen zu erhalten.
    Nachdem jeder eine Kaufoption hatte folgt die Aufräumphase: Nicht genutzte Charismamarker müssen abgegeben werden, Fertigkeitskarten werden reaktiviert, Initiativekarten werden zurückgelegt (und der Würfel der nicht gewählten kommt zurück in den Beutel), die übrige Marktkarte wird abgeworfen, es werden neue aufgedeckt und der im Uhrzeigersinn nächste Spieler wird neuer Startspieler und erhält den Beutel mit den Würfeln.

    Sobald alle Attributsreihen eines jeden Spielers belegt sind, endet das Spiel und es kommt zur Schlusswertung. Es gibt Punkte für:
    -Genaue Werte einer jeden Attributsreihe entsprechend der Klassenkarte
    -Einen Punkt pro Würfel in der eigenen Klassenfarbe
    -Plus-oder Minuspunkte für den erreichten Gesinnungswert
    -Punkte für die Vorgeschichte, sollten farblich passende Würfel auf den entsprechenden Feldern der Attributsreihen liegen
    -Angegebene Punkte auf den Merkmalskarten, sollte man die Bedingungen hierzu erfüllen
    -Punkte für gesammelte Rüstungskarten

    ->Fazit: Leider leider stimmen die Packungsangaben Heldenerschaffung, trainiere deinen Helden und weitere blumige Angaben in der Anleitung nicht mit dem Spiel überein. Das klingt zwar alles schön und das Thema kommt durch die Marktkarten auch nicht total aufgesetzt rüber, aber im Grunde handelt es sich um ein absolut nüchternes Würfelspiel. Dass es um Würfel geht, ist ja auch nicht schlimm, aber mit Charakterentwicklung hat das Spiel überhaupt nichts zu tun (wenn ich da z.B. an Catan-Candamir denke, mit Erfahrungspunkten für gemeisterte Abenteuerkarten und zusätzlichen Wertepunkten für gesammelte Gegenstände, da war dies durchaus passender).

    Das weitere und eigentlich noch größere Problem des Spiels ist aber die massenhafte Möglichkeit zu punkten: Um die Attributswerte zu erreichen sucht man meist nach möglichst hohen Würfelwerten...oder man wählt Würfel in der eigenen Farbe für je einen Bonuspunkt...oder man nimmt niedrigere Initiativekarten (mit niedrigeren Würfelwerten) um auf dem Markt zuerst nützliche Karten zu kaufen usw. Es gibt einfach zu viele Möglichkeiten, um Punkte zu machen – zumal die Eigenheiten des gewählten Volks lediglich plus oder Minus in einer der Attributsreihen bringen, also keine individuellen Eigenschaften und ebenso bedeuten die unterschiedlichen Vorgeschichten nur, dass man die Würfel entsprechend der Farbe anders verteilen sollte.

    Wir waren – sowohl in der Familie, als auch in unseren Spieletreffs – absolut enttäuscht von diesem unabenteuerlichen und bei der Bepunktung schon VIEL ZU ausgeglichenem Spiel.

    12.01.2023
    Einträge insgesamt: 6

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