ArtikelNr.: 198-0010

Für Kinder unter 6 Jahren nicht erlaubt
Achtung: Für Kinder unter 36 Monaten nicht geeignet. Erstickungsgefahr!
36,99 €

inkl. 16% USt., zzgl. Versand (Vorbestellung)

Voraussichtlich verfügbar ab: Warte auf neuen Verlagstermin (Vorbestellung möglich)
Stk

Lieferzeit: ca. 2-3 Werktage nach Verfügbarkeit

Paris im späten 19. Jahrhundert. Paris befindet sich auf dem Höhepunkt seiner Umwandlung in eine der schönsten Städte der Welt. Es ist die Aufgabe der Spieler, einige der prächtigen Pariser Gebäude zu kaufen, um Gewinn zu erzielen, und in die Entwicklung und Instandhaltung der berühmtesten Denkmäler und Wahrzeichen von Paris zu investieren.

Nach der erfolgreichen Organisation der Weltausstellung im Jahr 1889, die durch den Bau des Eiffelturms und die Feier des 100. Jahrestages der Erstürmung der Bastille gekrönt wurde, erlebt Paris eine Zeit, die als „la Belle époque“ bekannt ist. Die Architektur von Paris, die in dieser Zeit geschaffen wurde, reichte von Beaux-Arts über Neo-Byzantinisch und Neo-Gotik bis hin zu Jugendstil und Art Deco.

In Paris übernehmen die Spieler die Rolle von Immobilieninvestoren, die versuchen, die exquisitesten Gebäude des späten 19. Jahrhunderts zu erwerben. Die Spieler versuchen, so viele Siegpunkte (VP) wie möglich zu erzielen, indem sie Gebäude kaufen und Bonusplättchen erhalten.

Das Spiel wird über eine variable Anzahl von Runden gespielt. Sobald das Ende des Spiels ausgelöst ist, beenden die Spieler die aktuelle Runde und haben dann alle eine letzte Runde vor dem Ende des Spiels. Der Spieler mit dem meisten Siegpunkten am Ende des Spiels wird zum Gewinner erklärt.



Spielmaterial:

    48 Schlüssel aus Holz
    42 Bonusplättchen
    35 Francs aus Pappe
    18 Ansehensmarker
    18 Ressourcenmarker
    12 Spielende-Plättchen
    8 Wahrzeichenplättchen
    6 SP-Plättchen
    4 Bonus-Figuren aus Holz
    4 Sichtschirme
    4 Wertungssteine aus Holz
    1 Spielanleitung
    1 Spielplan
Merkmal:

4 von 5 Sternen

Charakteristik

Glück
3 / 5
Strategie
4 / 5
Gestaltung
5 / 5
Suchtfaktor
4 / 5
Wer herrscht in welchem Viertel?
Paris besticht bereits optisch. Das Feld sieht aufgebaut grandios aus. Gerade der Arc de Triomphe macht einiges her, obgleich er spielerisch eigentlich keinen Nutzen erfüllt. Die Sichtschirme in Optik eines Hauses sind ebenfalls schick. Doch ist das Spiel auch mechanisch gut oder ein optischer Blender?

In Paris werden in 6 Vierteln Gebäude errichtet und gekauft. Daraus entwickeln sich Mehrheiten, die die wichtigste Art der Punktgewinnung darstellen.
Zunächst hat man aus 3 Stapeln die Wahl, nimmt das oberste Plättchen und legt es im entsprechenden Viertel an. Vorab kennt man bei jedem Stapel das Viertel, nicht aber die Position innerhalb des Viertels. Hier gibt es nämlich 6 Positionen, die durchnummeriert sind und den genauen Ort des Einbaus angeben.
Hat man den Ort platziert, kann man aus seinem Vorrat einen Schlüssel in die Bank eines Viertels legen, um Franc zu erhalten, oder einen Schlüssel auf den Triumpfbogen, kassiert dort allerdings kein Geld.
Alternativ darf man einen Schlüssel aus einer Bank auf eines der Gebäude des jeweiligen Viertels legen, wobei man die Kosten an Franc und evtl. Ressourcen begleichen muss. Vom Triumpfbogen kann man in jedes Viertel ziehen, zahlt aber ebenso die Kosten.
Statt von der Bank kann man auch innerhalb des Viertels aufsteigend von Gebäude zu Gebäude ziehen, um so im Ansehen zu steigen, was bei Wertung des Viertels später wichtig wird. Zudem kann man sofort den Bonus des Plättchens nutzen. Hier zahlt man die Differenz der Kaufkosten des alten zum neuen Plättchen.
Boni bieten dem Erstbesitzer eines Plättchens. Das sind entweder Ressourcen oder Orden, die in Siegpunkte oder Geld gewandelt werden können.
Einige Plättchen bieten zudem die Möglichkeit, auf einer Leiste um das Spielfeld zu ziehen und Plättchen zu erwerben, die mächtige Vorteile bieten. So können entweder bestimmte Gebäude gewertet werden, Positionen auf dem Spielfeld in Punkte gewandelt werden oder aber weitere Schlüssel (Meeple) gekauft werden.
Sind in einem Viertel vier Schlüssel eingesetzt, darf der Spieler, der den vierten Schlüssel gelegt hat, dem Viertel ein Wertungsplättchen hinzufügen. Diese sind unterschiedlich mächtig und am Spielende für die Wertung relevant.
Endet das Spiel, kommen eine Menge Punkte hinzu, denn nun wird jedes Viertel betrachtet, auf dem ein Wertungsplättchen platziert wurde. Der Spieler, der insgesamt den höchsten Gebäudewert im Viertel erreicht hat, erhält die meisten Siegpunkte für das Viertel, der Zweite die zweitmeisten und der dritte die drittmeisten. Im Spiel zu viert geht der Letzte leer aus.

Paris ist schnell gelernt, schnell erklärt und flüssig spielbar. Der Kampf um die Viertel ist sehr kompetitiv möglich, denn man kann Spielern kurzfristig die Führung streitig machen oder einfach dem Gegner sein stärkstes Gebiet madig machen, indem man den viertel Schlüssel darin platziert und ein schwaches Wertungsplättchen einsetzt.
Gibt man nicht acht, hat ein Spieler schnell ein Viertel fest im Griff und es wird schwer, ihn zu attackieren. Darum kann man nicht einfach seine Idee runterspielen, sondern muss darauf achten, wo die anderen Spieler investieren, um im Zweifel gegenzusteuern.
Aus meiner Sicht ist Paris sicher kein Kandidat für das Spiel oder gar Kennerspiel des Jahres, allerdings ist es ein grundsolides Spiel, das auf Familienniveau (ggf. niedriges Kennerniveau) stattfindet und ohne großen Lernaufwand mit viel Spaß gespielt werden kann.
4 von 5

28.11.2020

Neu im Sortiment