Orleans

ArtikelNr.: 91-0008

Für Kinder unter 6 Jahren nicht erlaubt
Achtung: Für Kinder unter 36 Monaten nicht geeignet. Erstickungsgefahr!
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Strategie ist alles!


Im mittelalterlichen Treiben rund um Orleans stellt sich jeder Spieler seine Gefolgschaft selbst zusammen: Bauern, Händler, Ritter, Mönche, ...
Alle werden mit ihren Fähigkeiten Gebraucht, um die Vorherrschaft auszubauen, ob im Handel, als Bauherr oder im Dienste der Wissenschaft. Ritter vergrößern den eigenen Aktionsradius und werden zugleich benötigt, um Handelsreisen zu begleiten. Im Dorf kann man Handwerker engagieren, die beim Bau von Kontoren helfen und Werkzeug herstellen. Gelehrte sind wichtig, um den Fortschritt voran zu treiben. Nicht zuletzt lohnt es sich, im Kloster aktiv zu werden, denn mit Hilfe der Mönche ist man dem Schicksal weniger stark ausgeliefert.
Immer möchte man mehr Aktionen ausführen als man kann und der Wege, die zum Ziel führen, gibt es viele. Die Kunst besteht darin,aus den verschiedenen Spielelementen eine Kombination zu wählen, die am besten zur eigenen Strategie passt.



Spielmaterial:

    104 Personenplättchen
    90 Waren
    47 Münzen
    40 Kontore
    28 Holzwürfel
    20 Gebäudekarten
    18 Ereigniskarten
    16 Technik Plättchen
    14 Bürger Plättchen
    4 Händlerfiguren
    4 Spielertableaus
    4 Stoffsäckchen
    2 Übersichtskarten
    1 großer Spielplan
    1 kleiner Spielplan
    1 Spielanleitung
    1 Startspielerplättchen
Merkmal:
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5 von 5 Sternen

Charakteristik

Glück
3 / 5
Strategie
4 / 5
Gestaltung
3 / 5
Suchtfaktor
5 / 5
Faszination Bagbuilding!
Vorwort:
Nach Klong! Ein Deckbuilding Abenteuer, nun Orleans! Eine Bagbuilding Reise. Was hat es auf sich mit diesem Building-Mechanismus und warum ist er so faszinierend gut? Ich werde es euch mal versuchen näher zu bringen.

Inhalt:
Orleans spielt im französischen Mittelalter. Jeder Spieler hat sein eigenes kleines Arbeiter-Völkchen, anfangs bestehend aus Bauer, Schiffer, Handwerker und Händler. Ziel des Spiels ist es so viele Siegpunkte wie möglich erzielen. Hierzu hat der Spieler sehr viele Möglichkeiten. Der zentrale Spielplan ist in zwei geteilt. Eine Seite repräsentiert den Markt um neue Arbeiter anzuheuern. Die andere Seite ist ein Reiseplan, hier kann man mit seiner Händlerfigur die Landkarte über See- und Landwegen bereisen, Waren einsammeln und Kontore/Gebäude errichten. Zusätzlich hat der Plan im unteren eine Entwicklungsleiste. Diese ist sehr wichtig bei der Endabrechnung, denn der erreichte Entwicklungsstand (1-6), ergibt am Ende einen Siegpunktmultiplikator.

Orleans ist also ein Bagbuilding-Spiel, das bedeutet jeder Spieler hat einen Beutel/Bag in dem sich seine Arbeiter/Worker befinden. Die Spieler starten alle mit der selben Startaufstellung und versuchen im Laufe des Spiels durch taktisches anheuern von neuen Arbeitern Ihren Beutel sinnvoll zu befüllen, um mit den neu angeheuerten Arbeitern mehr Aktionen pro Runde auszulösen und somit mehr Siegpunkte zu generieren. Die Arbeiter selbst bieten hierzu verschiedene individuelle Eigenschaften, zb. kann man Ritter anheuern, die es einem ermöglichen mehr Arbeiter pro Runde aus seinem Beutel zu ziehen. Und wo platziere ich meine Arbeiter?

Jeder Spieler hat ein eigenes Spielertableau mit verschiedenen Aktionsmöglichkeiten. Die Spieler platzieren also Ihre gezogenen Arbeiter auf Ihren Spielertableaus und lösen dabei Aktionen aus, diese sind:

- Reisen über See- oder Landweg (Reiseplan)
- Kontor errichten (Reiseplan)
- Neue Arbeiter anheuern
- Arbeiter ins Rathaus schicken um sich an „segensreichen Werken“ zu beteiligen
- Auf der Entwicklungsleiste aufsteigen

Die erwähnten segensreichen Werke sind ein zusätzlicher Spielplan. Die Spieler können hier Ihren Beutel leeren, falls Sie das Gefühl haben zu viele unbrauchbare Arbeiter angesammelt zu haben. Doch dort sind die Plätz begrenzt und sehr begehrt, denn für jeden Arbeiter, den man dorthin schickt, bekommt man eine Entlohnung in Form von Geld oder Entwicklung.

Der Spieler stellt also sein indiviuelles Arbeiterportfolio zusammen und geht mit seinem Händler auf Reisen. Soweit das Spielprinzip. Doch um zu vermeiden, dass eine zu einseitige Routine einkehrt, gibt es einen Ereignisstapel/Stundenglasstapel (bestehend aus 18 Ereignissen pro Spielrunde), welcher verschiedene Ereignisse beinhaltet wie Ernte, Steuern, Pest etc. Diese beeinflussen die Kurzzeitstrategien.

Die Stundenglaskarten legen auch letztendlich die Rundenanzahl fest und wann das Spiel endet.

Auf Einiges bin ich noch gar nicht eingegangen (Ortskarten, Technikplättchen etc.), doch ich denke für den groben Überblick sollte das reichen.

Fazit:
Anhand meiner Rezension wird man nicht viel Faszination herauslesen können. Stattdessen sehr viele Möglichkeiten Aktionen auszuführen und Siegpunkte zu erzielen. Hört sich an wie ein herkömmliches Euro-Game. Doch das Bagbuilding macht einen heiden Spaß. Und jede Runde noch nicht zu wissen welche Arbeiter man ziehen wird und welche Aktionen man mit diesen Ausführen kann ist sehr spannend. Die Vielfalt an Aktionsmöglichkeiten zwingen einen immer wieder Entscheidungen zu fällen und Prioritäten zu setzen. Und dann kommen noch die Ereignisse hinzu, die einem zu Schaffen machen. Zb. zwingt einen die Pest, einen Arbeiter aus dem Beutel zu ziehen und diesen aus dem Spiel zu nehmen (er stirbt also an den Folgen der Pest). Somit ist das Spiel jede Runde spannungsgeladen und die Spielerinteraktion bleibt nicht zu kurz! Der Reiseplan wird von allen gemeinsam genutzt, die einzelnen Städte erlauben nur ein Gebäude zu setzen und die Wege sind mit wertvollen Waren befüllt, die aber auch nur einmalig dort liegen. Daraus entsteht ein kleines Rennen um die Waren und Städte. Und letztendlich kommen wir noch zum Arbeitermarkt, der auch nur eine begrenzte Menge an Arbeitern beinhaltet. Dabei sind die Mönche (Joker) am beliebtesten und man möchte am liebsten den ganzen Beutel mit Ihnen voll haben, um jegliche Aktion auf seinem Tableau nach belieben auszuführen. Ihr merkt schon, mein Fazit wird fast so lang wie meine eigentliche Rezension, aber was soll ich sagen, das Spiel ist einfach so gut!

Doch ein kleinen Negativpunkt muss ich an dieser Stelle aussprechen und dieser betrifft die Ereignisse/Stundenglaskarten. Die Idee ist super, keine Frage. Doch die Vielfalt und Variation im Grundspiel ist sehr begrenzt. Es gibt insgesamt 18 Stück, aufgeteilt in 6 Verschiedene. Somit wiederholen sich die Ereignisse im Spiel immer und immer wieder. DOCH AUFGEPASST!!! Hierzu habe ich mir die Erweiterung Händler & Intrige gegönnt, welche 32 (+2) Stundenglaskarten mit sich bringt! Das ist wirklich bombastisch. Somit wäre mein Negativpunkt nichtig, also wenn man sich die Erweiterung holen würde. Diese habe ich auch genauer rezensiert.

Mein Schlusswort zu Orleans, Spannung pur! Faszination Bagbuilding! KAUFEN!
5 von 5

01.10.2018
Bagbuilding statt Deckbuilding
Orleans ist ein Spiel mit Bagbuilding Mechanismus, bei dem man nach und nach verschiedene Arbeiter erwirbt, und diese aus einem Beutel zieht, um mit diesen Arbeitern dann verschiedene Aktionen auszuführen. Eingesetzte Arbeiter wandern in den Beutel zurück, um im nächsten Zug wieder gezogen werden zu können.

Die meisten Aktionen, die einem erlauben, einen weiteren Arbeiter zu nehmen, geben einem verschiedene Vorteile. Manche erlauben es, mehr Arbeiter zu ziehen, manche geben einem Geld, andere bringen einen auf der Wissensleiste vorwärts, die am Ende Punkte wert sind. Ein anderer Arbeiter gibt beim Erwerb die Möglichkeit, ein Gebäude zu errichten, dass die eigenen Aktionsmöglichkeiten erweitert. Ein Arbeiter gibt beim Erwerb eine Ware, ein anderer gibt ein Automatisierungsplättchen, mit dem man ein Feld einer Aktion dauerhaft aktivieren kann. Jede Aktion wird durch eine andere Kombination von Arbeitern aktiviert. Einen Arbeitertyp kann man auch als Joker einsetzen, dafür bekommt man keinen Bonus, wenn man diesen erwirbt.

Außer dem Erwerb der Arbeiter kann man auf einer Landkarte herumreisen, dabei Waren einsammeln und Kontore bauen. Auch dies wird über bestimmte Kombinationen von Arbeitern ausgelöst. Zieht man zu viele Arbeiter, die man für die gewünschten Aktionen nicht einsetzen kann, kann man diese auch wieder loswerden, indem man sie zur Erfüllung von segensreichen Werken entsendet und dafür verschiedene Belohnungen erhält.

Das Spiel wird über 18 Runden gespielt. Diese werden gesteuert über verschiedene Ereignisse, die am Ende einer Runde eintreten, und von denen es 6 verschiedene jeweils dreimal gibt. Die Ereignisse reichen von der Ernte (ein Nahrungs-Warenplättchen abgeben), über Steuer (für je drei Waren im eigenen Besitz 1 Geld bezahlen), aber können auch positiv sein, wie zum Beispiel Geld für die Anzahl der gebauten Kontore oder für den Fortschritt auf der Wissensleiste. Besonders fies kann die Pest sein, bei der man am Ende der Runde einen Arbeiter aus dem eigenen Beutel ziehen muss und diesen wieder abgeben muss.

Punkte gibt es am Ende des Spiels für das Geld, das man erhalten hat, die Waren, die man eingesammelt oder über Gebäude produziert hat. Viele Punkte kann man auch über die Wissensleiste erhalten. Der Fortschritt auf dieser Leiste wird multipliziert mit der Anzahl der gebauten Kontore plus der Anzahl der Persönlichkeiten, die man im Laufe des Spiels für verschiedene Errungenschaften erhält (z.B. als erstes eine Anzahl von einem Arbeitertyp erhalten, oder ein segensreiches Werk fertiggestellt).

Mir gefällt Orleans ausgezeichnet. Die immer spannende Frage, welche Arbeiter man diese Runde aus dem Beutel zieht, und das immer neue Puzzle, wie man diese am besten auf die vorhandenen Aktionen aufteilt, stellen eine schöne Herausforderung. Dabei sollte man immer seine eigene Strategie im Blick behalten. Versucht man, durch möglichst viel Reisen und Kontorbau am Ende viele Waren und viele gebaute Kontore zu haben? Versucht man alles daran zu setzen, das Ende der Wissensleiste zu erreichen? Möchte ich mich darauf konzentrieren, so viele Arbeiter wie möglich aus dem Beutel ziehen zu können, um so mehr Aktionen durchführen zu können, oder konzentriere ich mich eher auf Automation, um so mit wenigen Arbeitern viel erreichen zu können? Oder versuche ich, eine Kombination von Gebäuden zu finden, die mir viele Waren oder Geld einbringen können? Oder setze ich ein Gebäude ein, mit dem ich weitere Vorteile im Spiel habe, zum Beispiel indem ich bestimmte Arbeiter als Joker einsetzen kann?

Es gibt viele Möglichkeiten in Orleans, wobei der eigentliche Spielablauf schnell verinnerlicht ist. Für diese letztendlich eingängigen Mechaniken mit den vielen strategischen Möglichkeiten bekommt Orleans von mir fünf Sterne.
5 von 5

10.04.2016
Workerplacementspiel für 2-4 Spieler ab 12 Jahren von Reiner Stockhausen.
Die Spieler müssen ihre anfängliche Gefolgschaft immer weiter aufstocken und dabei geschickt einsetzen, um die Warenproduktion, deren Entwicklung und den Handel im mittelalterlichen Frankreich zu der vorherrschenden Kraft zu bringen, die es benötigt, um das Spiel zu gewinnen.


Spielvorbereitung:
Das Spielbrett und die Spieltafel der Segensreichen Werke werden in der Tischmitte platziert und der Spielplan mit diversen Markern auf ihren dafür vorgesehen Ablagefeldern versehen (Technikmarker, Stundenglaskarten, Personenplättchen, Bürgerplättchen). Der Landkartenteil des Spielplans wird noch mit Warenmarkern auf den Feldern zwischen den Städten belegt, dazu werden alle Warenmarker verdeckt zusammengemischt und danach zufällig offen auf den Feldern verteilt, die übriggebliebenen Warenmarker werden als Vorrat auf der linken Seite des Spielplans auf die Warenablagefelder gelegt.
Hinweis: im Spiel zu 2. und zu 3. werden einige Marker und Plättchen zuvor heraussortiert.
Die Ortskarten (I, II) kommen zusammen mit den Münzen (1er, 5er, 10er) als Vorrat zur Seite.

Die Spieler erhalten jeweils in ihrer Wunschfarbe 1 Spielertafel, 7 Holzsteine (Würfel), 1 Händlerfigur, 10 Kontore und die persönlichen Gefolgsleute (Bauer, Schiffer, Handwerker, Händler) sowie 1 Gefolgsleutebeutel und 5 Münzen. Ihre Holzsteine platzieren sie jeweils auf den Startfeldern der Personenleisten und der Entwicklungsleiste, die Händlerfigur auf die Stadt Orleans sowie ihre Gefolgsleuteplättchen auf die ersten vier Felder der Marktleiste ihrer Spielertafel.
Der jüngste Spieler erhält noch den Startspielerstein.


Spielziel:
Die meisten Siegpunkte zu erhalten!


Spielablauf:
Das Spiel verläuft über 18 Runden und ist jeweils in 7 Phasen unterteilt:

1) Stundenglas
Zu Beginn jeder Runde wird die oberste Stundenglaskarte aufgedeckt, diese zeigt für Phase 6 das bevorstehende Ereignis an, so dass sich die Spieler evtl. darauf vorbereiten können.
Mit dem Aufdecken der 18. Karte wird die letzte Runde eingeläutet.

2) Volkszählung
Hier wird jede Runde kontrolliert, wer auf der Leiste der Bauern, am weitesten vorne bzw. hinten steht. Der Spieler mit den meisten Bauern erhält 1 Münze aus dem Vorrat, der Spieler mit den wenigsten Bauern hingegen muss 1 Münze zahlen! Bei einem Gleichstand einer Platzierung entfällt die Zahlung bzw. der Erhalt.
[Im Spiel zu 2. entfällt die Zahlung des hinteren Spielers!]

3) Gefolgsleute
[ab der 2. Runde]
Die Spieler ziehen X Gefolgsleuteplättchen aus dem Gefolgsleutebeutel, entsprechend ihrer Platzierung auf der Ritterleiste, und legen sie auf ihrer Marktleiste ab. Sollte hier nicht mehr genug Platz vorhanden sein, werden übrige Gefolgsleuteplättchen zurück in den Gefolgsleutebeutel gegeben.

4) Planung
Personenplättchen, die auf dem Markt des Spielers verweilen, können von ihm nun eingesetzt werden. Dazu wählt er die entsprechenden Personen aus, die er zum Besetzen von Aktionsfeldern (Orte) benötigt, und legt sie auf das passende Feld des jeweiligen Aktionsortes ab.
Jeder Ort muss mit allen nötigen Personenplättchen bestückt werden, damit dessen Aktion genutzt werden kann!
Um die Aktion zu einem späteren Zeitpunkt zu nutzen, können aber schon Personen hierher beordert werden, die dann quasi auf ihren Einsatz warten.

So müssen z.B. für die Aktivierung des Ortes Burg jeweils ein Bauer, Schiffer und Händler abgestellt werden, um in der nächsten Phase einen Ritter zu erhalten. Hat der Spieler noch nicht alle nötigen Personen, kann er aber z.B. schon mal den Bauern und den Händler dort ablegen und in einer kommenden Runde den Schiffer, um dann die Aktion ausführen zu können.

5) Aktionen
Hier nun werden die Aktionen ausgewertet, die die Spieler in der vorherigen Phase geplant haben.
Sofern ein Ort mit allen benötigten Personen versehen wurde, wird dessen Aktion nun ausgeführt.

Die Aktionen werden, beginnend mit dem Startspieler, von den Spielern abwechselnd und einzeln eine nach der anderen (in beliebiger Reihenfolge) ausgeführt. Wer passt, kann in dieser Runde keine Aktion mehr ausführen und lässt evtl. noch eingesetzte Personenplättchen einfach vor Ort liegen.
Die eingesetzten Gefolgsleute, für die genutzte Aktion, kommen hiernach sofort zurück in den Gefolgsleutebeutel! Kam durch die Aktion eine neue Person hinzu, wird auch deren Plättchen direkt in den Gefolgsleutebeutel gegeben.

Die Aktionsorte:

- Bauernhaus; der Spieler nimmt sich ein Bauernplättchen vom Stapel der entsprechenden Leiste und zieht seinen Holzstein dort ein Feld weiter. Danach erhält er die abgebildete Warenbelohnung über der aktuellen Position des Holzsteins.

- Das Dorf; der Spieler hat die Wahl sich ein Personenplättchen vom Stapel der entsprechenden Leiste der Schiffer, Handwerker oder Händler zu nehmen und zudem seinen dortigen Holzstein ein Feld vor zu rücken. Ausserdem erhält der Spieler dann die auf dem neu erreichten Feld der jeweiligen Leiste, die darüber abgebildete Belohnung (Schiffer: 2-5 Münzen, Handwerker: 1 Technikplättchen, Händler: 1 Ortskarte (I/II)).

Technikplättchen dienen dazu Personen (niemals aber Mönche) auf Aktionsorten dauerhaft zu ersetzen (die Plättchen bleiben auch nach Aktionsausführung dort liegen). Dabei darf pro Ort nur ein Technikplättchen abgelegt werden und das Erste darf nur einen Bauern ersetzen.

Die Ortskarten bringen neue Aktionsorte ins Spiel werden vom Spieler an seine Spielertafel gelegt. Fortan kann er nun auch dort (sofern nötig) Personenplättchen ablegen, um die entsprechende Aktion nutzen zu können (Bsp. Käserei, das Abstellen von zwei Bauern bringt hier die Ware Käse).

- Universität; der Spieler nimmt sich ein Personenplättchen Gelehrter und rückt seinen Holzstein auf dieser Leiste ein Feld weiter. Hiernach bekommt er noch die Entwicklungspunkte-Belohnung (dort 2-6 Felder vorrücken), die über dem Feld seines Holzsteines angegeben ist.

- Burg; der Spieler nimmt sich ein Ritterplättchen und rückt seinen dortigen Holzstein ein Feld weiter. Das neue Feld gibt nun vor, wieviele Personenplättchen (4-8) er in der nächsten Gefolgsleutephase ziehen darf.

- Kloster; der Spieler nimmt sich ein Mönchs-Plättchen. Der Mönch kann jede andere Person, wie ein Joker, ersetzen.

- Schiff; der Spieler kann hier seine Händlerfigur über die Flussverbindungen zwischen Städten reisen lassen. Liegt zwischen den beiden Reisepunkten ein Warenplättchen, nimmt er dieses zu sich, liegen dort zwei Warenplättchen, darf er sich eines aussuchen.

- Wagen; der Spieler kann hier seine Händlerfigur über die Landverbindungen zwischen Städten reisen lassen. Liegt zwischen den beiden Reisepunkten ein Warenplättchen, nimmt er dieses zu sich, liegen dort zwei Warenplättchen, darf er sich eines aussuchen.

- Gildenhaus; über diese Aktion kann der Spieler ein Kontor in die Stadt bauen, in der sich seine Händlerfigur gerade befindet. In jeder Stadt darf nur EIN Kontor stehen - nur in Orleans darf jeder Spieler ein Kontor bauen!

- Scriptorium; per dieser Aktion erhält der Spieler einen Entwicklungspunkt und bewegt sich auf der Entwicklungsleiste entsprechend ein Feld weiter.

- Rathaus; dies ist der einzige Ort, an dem der Spieler wahlweise 1 oder 2 Personen abstellen kann. Diese lösen hier auch keine Aktion aus, sondern werden, wenn aktiviert, auf der Tafel der Segensreichen Werke abgestellt. Dazu sucht sich der Spieler ein bzw. zwei noch freie Plätze auf einer der dortigen Leisten aus, legt das Personenplättchen dort jeweils ab und erhält die dort bezeichnete Belohnung dafür. Wird eine Leiste komplett gefüllt, erhält derjenige Spieler zusätzlich das dort ausliegende Bürgerplättchen.

6) Ereignis
Das auf der Stundenglaskarte abgebildete Ereignis wird nun ausgeführt (Bsp. Pest, jeder muss ein Personenplättchen aus seinem Gefolgsleutebeutel ziehen und wenn es kein persönliches Spielerplättchen ist, wird es zurück in den Vorrat gegeben).

7) Wechsel
Am Ende der Runde gibt der aktuelle Startspieler den Startspielermarker an seinen linken Nachbarn weiter.

Entwicklungsleiste:
Auf der Leiste sind verschiedene Ereignisfelder abgebildet, so erhält der Spieler, der als Erster ein Feld mit einem Bürgerplättchen erreicht, dieses in seinen persönlichen Vorrat. Die Münzfelder bringen jedem, der dieses erreicht bzw. überschreitet die abgebildete Anzahl an Münzen und die Felder mit einem Stern (Entwicklungsfeld) stellen die erreichte Entwicklung des Spielers und seiner Gefolgschaft dar. Ein solches Feld muss mindestens erreicht werden, um die entsprechende Stufe beanspruchen zu können (s. Punktewertung).

[Bürgerplättchen sind an verschiedenen Stellen des Spiels zu erhalten (auf Personenleisten, wenn ein bestimmtes Feld zuerst ereicht wurde, auf der Tafel der Segensreichen Werke, wenn ein Werk fertiggestellt wurde, u.a.)]


Spielende:
Das Spiel endet nach der 18. Runde. Jetzt erhält der Spieler mit den meisten Kontoren auf der Landkarte das zugehörige Bürgerplättchen - bei Gleichstand, erhält es niemand.
Für die abschliessende Punktewertung gilt folgende Abrechnung:

- 1 Münze = 1 Punkt
- Warenplättchen Brokat = 5 Punkte
- Warenplättchen Wolle = 4 Punkte
- Warenplättchen Wein = 3 Punkte
- Warenplättchen Käse = 2 Punkte
- Warenplättchen Getreide = 1 Punkt
- die Anzahl der gebauten Kontore wird mit der Anzahl der erhaltenen Bürgerplättchen addiert und diese Summe mit dem erreichten Entwicklungsstand multipliziert (Bsp. es wurde auf der Entwicklungsleiste das Feld mit dem 3. Stern erreicht und so werden die (5 Kontore + 2 Bürgerplättchen) mal 3 genommen = 21 Punkte).

Der Spieler, der nun über die höchste Punktzahl verfügt, gewinnt das Spiel! Bei einem Gleichstand, gewinnt, wer auf der Entwicklungsleiste weiter vorangekommen ist.


Varianten:
Geübte Spieler können vor Spielbeginn noch Ortskarten (I oder II) nach Wahl aus dem Spiel nehmen.


Fazit:
Mit Orleans ist dem Autor wieder ein tolles Spiel gelungen, das vielfältige Spielerklientel anspricht. Trotz der zum Teil komplexen Verzahnungen taktischer Möglichkeiten, ist es kein reines Vielspieler-Spiel, sondern kann durchaus auch bei Gelegenheitsspielern punkten.

Die Regeln sind eingängig umsetzbar, da gut erklärt und formuliert und die Rundenabläufe nach erstem Antesten schnell verinnerlicht.
Auch gibt es viele Wege zum Ziel und so kann sich jeder seine Über-Taktik zurechtlegen und das alles bei kaum vorhandenen Glücksproblemen. Denn vorzeitig die Personenplättchen gemerkt bzw. richtig gewählt, wird auch das Ziehen derselben nicht zum Martyrium^^.

Die Runden verlaufen auch angenehm kurzweilig, da jeder fast gleichzeitig spielen kann und nur in der Aktionsphase nacheinander die Planungen ausgeführt werden. Dadurch wird das Spiel in Sachen Interaktion sicherlich eingeschränkt, aber andererseits gibt es auch genug Wettrenn-Möglichkeiten auf der Landkarte, den Personenleisten und der Tafel der Segensreichen Werke - somit wird nicht nur das Zuschauen der Vorhaben anderer Spieler interessant.

Die schon erwähnten Verzahnungen der vielen Aktionsmöglichkeiten sind wohl durchdacht und sehr gut umgesetzt, die Testrunden waren auch hiervon jedesmal hellauf begeistert!

Das reichliche Material ist auch hübsch anzusehen und wertig produziert und die inkludierten Zipptüten fassen alles wunderbar ein, so dass nichts mehr lose herumfliegen muss.

Reiner Stockhausen liefert hier also wieder ein gelungenes und unterhaltsames Spiel für ein breites Publikum ab, dass man gerne zum Spielen empfiehlt!
Und das neue Lieblingswort nach dem Spielen lautet: Gefolgsleutebeutel! *G*




weiterführende Hinweise:
- Verlag: dlp games
- BGG-Eintrag: https://www.boardgamegeek.com/boardgame/164928/orleans
- HP: http://www.dlp-games.de/verlag/orleans/
- Anleitung: deutsch
- Material: deutsch
- Fotos (und lesefreundliche Text-Formatierung): http://www.heimspiele.info/HP/?p=13365
- Online-Variante: -
5 von 5

18.09.2015
Bagbuilding vom Feinsten
Bei Orleans versucht jeder Spieler ähnlich wie sonst bei Deckbuilding Spielen ala Dominion seinen Bag nach seinen Maßgaben und Stratigieansätzen mit Arbeitern zu bestücken und im Spielverlauf zu optimieren. Trotz einer vermeintlich hohen Einstiegshürde aufgrund der Vielzahl von zur Verfügung stehenden Möglichkeiten, hat man das Spiel in sehr kurzer Zeit drauf und es kann richtig losgehen.
Bei uns ist das Spiel super angekommen und es lädt dazu ein immer wieder neue Strategien auszuprobieren.
Ich hatte vor der Anschaffung als Besitzer von Hyperborea schon überlegt ob dann Orleans überhaupt noch Sinn macht. Und ich muss sagen ich bin sehr froh drüber nun beide zu haben. Kann es nur wärmstens empfehlen...
5 von 5

30.03.2015

Neu im Sortiment