Nosferatu

ArtikelNr.: 03-0108

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Achtung: Für Kinder unter 36 Monaten nicht geeignet. Erstickungsgefahr!
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Vampire gegen unbescholtene Bürger. Ausgespielte Karten lassen Rückschlüsse zu, wer zu den Guten gehört - und wer nicht. Der Vampir Nosferatu versucht mit Hilfe seines Partners Renfield seine Opfer vor Sonnenaufgang beißen. Dabei muss er clever vorgehen, denn seine Gegner versuchen ihn zu demaskieren. Teamgeist, Taktik und Bluff garantieren spannende Runden, die immer wieder anders verlaufen.



Spielmaterial:

    78 Karten
    1 Pflock
    1 Spielanleitung
Merkmal:

0 von 5 Sternen

Charakteristik

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Gruppenspiel für 5-8 Spieler ab 10 Jahren von Pierre-Yves Lebeau.
Die Spieler teilen sich in zwei Gruppen auf, den Vampiren [2 (Nosferatu und sein Gehilfe Renfield)] und den Jägern [3-6]. Beide Gruppen versuchen ihr Ziel zu erreichen, indem die einen versuchen alle Jäger auszuschalten und die anderen Nosferatu einen Pflock durch das Herz zu jagen oder fünf heilbringende Rituale zu vollenden. Der Haken dabei ist nur, dass niemand weiss, wer wen verkörpert!


Spielvorbereitung:
Je nach Spielerzahl werden entsprechend viele Personenkarten benötigt, wobei 2 schon immer vorbestimmt sind, Nosferatu und Renfield - alle anderen werden zu den Jägern gehören.
Renfield ist als einzige Person von vornherein bekannt und legt seine Personenkarte offen vor sich hin. Er erhält auch alle nötigen Nachtstapelkarten (die Sonnenaufgangskarte und spielerzahlabhängig X Nachtkarten) als verdeckten und immer gut gemischten Nachziehstapel und die Übersichtskarten für die Spielabfolge.
Renfield ist dann auch derjenige, der die restlichen Personenkarten verteilt und somit als Einziger weiss, wer welchen Charakter spielen wird.
Damit kommt Renfield eine zentrale Rolle zu und sollte von einem erfahrenerem Spieler übernommen werden.
Abschliessend teilt er einem Spieler noch den Pflock zu.

Die fünf Ritualkarten werden in der Tischmitte offen nebeneinander ausgelegt und die Aktionskarten (die restlichen Nachtkarten sowie alle Biss-, Knoblauch- und Gerüchtekarten) werden als verdeckter Nachziehstapel daneben bereitgelegt - die Spieler (außer Renfield) erhalten zu Beginn hiervon noch je 2 Karten, die sie auf die Hand nehmen.


Spielziel:
Je nach Gruppenzugehörigkeit das vorgegebene Ziel zu erreichen: entweder Nosferatu zu pfählen bzw. alle Rituale durchzuführen, um als Jägergruppierung zu gewinnen oder mindestens fünfmal teilnehmende Spieler gebissen oder zu einem fälschlichen Pfählen verleitet zu haben, um als Vampir zu gewinnen.


Spielablauf:
Der Spieler, dem Renfield den Pflock gegeben hat, beginnt indem er 2 Aktionskarten zieht. Er sucht sich dann eine aus, die er verdeckt an Renfield gibt und eine, die er offen abwirft.
Hiernach deckt Renfield die oberste Karte vom Nachtstapel auf. Ist es eine Nachtkarte, geht die Gruselrunde weiter und der nächste Spieler im Uhrzeigersinn vom Pflockbesitzer aus gesehen, spielt seinen Zug, indem auch er 2 Karten zieht, eine seiner Handkarten an Renfield verdeckt gibt und eine offen abwirft.
So geht es immer abwechselnd mit Renfield und dem nächsten Spieler weiter, bis entweder die Sonnenaufgangskarte gezogen wird oder alle Spieler am Zug waren.
In beiden Fällen kommt es direkt zur Auswertung der Karten, die Renfield erhalten hat.

Dazu werden die Karten zuerst gemischt, damit niemand mehr nachvollziehen kann, von wem welche Karte stammte, um an dieser Stelle Rückschlüsse zu vermeiden.
Nun muss Renfield die Karten wahrheitsgemäß auswerten:

- Bisse; er nimmt die Bisskarten und verteilt sie nach Belieben an die Mitspieler. Dabei dürfen nie mehr als 2 Bisskarten vor einem Spieler liegen. Ein gebissener Spieler muss pro Biss eine Handkarte abwerfen und hat somit zukünftig weniger Karten zur Auswahl (zu Beginn 2 plus immer 2 nachgezogenen Karten = 4, nach zwei Bissen aber z.B. nur noch 0 plus 2 = 2). Eine Bisskarte vor den Vampir zu legen, lenkt den Verdacht von diesem Spieler vielleicht ab^^.

- Nacht; solche Karten werden auf den Nachtablagestapel Renfields gelegt. Wenn er diesen später mischt und neu auslegt, besteht die Chance, dass eine Nacht länger dauern kann.

- Knoblauch; wenn alle Karten Knoblauchkarten sind, wird ein Ritual ausgeführt! Dies kommt aber eher selten vor, außer z.B. die Sonnenaufgangskarte wird schon nach dem ersten oder zweiten Spieler gezogen und beide hatten zuvor Knoblauchkarten an Renfield gegeben - also nie die Hoffnung aufgeben^^.

- Gerüchte; Lückenfüller, sie bringen nichts, ausser, dass sie z.B. eine reine Knoblauchrunde verhindern.

Hat Renfield so alle Karten ausgewertet bzw. verteilt, kommen die Knoblauch- und Gerüchtekarten UNTER den Aktionskartennachziehstapel.
Den Nachtstapel mischt er erneut und legt ihn vor sich ab für die nächste Runde.

Sollte es zu einem Ritual gekommen sein, sucht der Pflockbesitzer eine offen liegende Ritualkarte aus und dreht es nach Durchführung auf die Rückseite, um anzuzeigen, dass die Karte schon benutzt wurde.

Wurde der Silberspiegel gewählt, muss Renfield eine beliebige Personenkarte aufdecken, die bis zum Spielende nun offen liegen bleibt. Bei der Kurzen Nacht, wird eine Nachtkarte aus Renfields Nachtstapel entfernt. Die Blutransfusion (2x vorhanden) erlaubt es einem Spieler, der vom Pflockbesitzer ausgesucht wird, eine Aktionskarte zu ziehen und zu behalten. Das Geweihte Wasser schliesslich nötigt einen Spieler, der vom Pflockbesitzer bestimmt wird, seine Handkarten unter den Aktions-Ablagestapel zu schieben und zwei Gerüchtekarten zu nehmen - Renfield sucht diese für ihn heraus.

Wurde die laufende Runde durch das Aufdecken der Sonnenaufgangskarte beendet, muss der Besitzer des Pflocks diesen einsetzen oder an einen anderen Spieler übergeben.
Entscheidet er sich für das Pfählen, legt er den Pflock vor einen Spieler, von dem er glaubt, dass es sich um den Vampir handelt. Dieser Spieler muss seine Personenkarte nun aufdecken. Ist es der Vampir, endet das Spiel mit dem Sieg der Jäger, ist es aber ein Jäger, endet das Spiel mit dem Sieg der Vampire!

Ist er sich aber noch zu unsicher, kann er den Pflock einfach an einen beliebigen Spieler (ausser Renfield) weitergeben, auch (unbewusst) an den Vampir. Wird dieser einmal gedrängt jemanden zu pfählen - was er nicht kann! -, kann er durch schauspielerische Einlagen versuchen alle davon zu überzeugen, dass es noch viel zu früh für solche endgültigen Anschuldigungen sei *G*.

Wird das Spiel nicht beendet, geht das Spiel mit der nächsten Runde weiter. Der aktuelle Pflockbesitzer ist der Startspieler und zieht zwei Karten, gibt eine an Renfield und eine zum Ablagestapel, usw.


Spielende:
Sobald eine Gruppierung ihr Ziel erreicht hat, endet das Spiel und diese hat gewonnen.


Fazit:
Nach Werwölfen und Killerhasen folgen nun auch die Vampire in einer weiteren Gruppendeduktionsspielvariante :)!
Nosferatu erfindet dabei das Spielprinzip auch nicht neu, weiss aber dennoch mit seinen einfachen Abläufen und dem schnellen Spiel zu gefallen. Der übliche Moderator wird hier aktiver ins Geschehen mit einbezogen und durch die übersichtliche Gruppengröße von maximal 8 Spielern bleiben die Runden beschaulich atmosphärisch und sehr kurzweilig.
Es gibt nicht viele Aktionsarten oder gar Sonderfähigkeiten, aber die Ungewissheit eine falsche Entscheidung zu treffen harrt damoklesartig permanent über den Spielern und schürt eine gewisse Spannung, die niemand leugnen kann.
Dies macht auch einen Teil der Atmosphäre aus, handelt es sich doch auch eher um ein Einsteigerspiel der Gruppenspielszenerie.
Das kleine Spiel kommt mit wenigen Karten und Charakteren aus und weiss dennoch zu gefallen und zu überzeugen, da es schon in der Minimalbesetzung wunderbar funktioniert.



weiterführende Hinweise:
- Verlag: Kosmos
- BGG-Eintrag: http://boardgamegeek.com/boardgame/137290/nosferatu
- HP: http://www.kosmos.de/produktdetail-909- ... ratu-7348/
- Anleitung: deutsch
- Material: sprachneutral, Übersicht deutsch
- Fotos: HP/?p=7220
5 von 5

04.03.2015

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