New Angeles

ArtikelNr.: 08-0922

Für Kinder unter 6 Jahren nicht erlaubt
Achtung: Für Kinder unter 36 Monaten nicht geeignet. Erstickungsgefahr!
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Die Welt hat sich verändert. Aber die Gier nicht.

Als die größte, wohlhabenste und vielfältigste Stadt auf der Welt ist New Angeles das glänzende Aushängeschild menschlicher Errungenschaften und Fortschritts. Aber ein solcher Erfolg ist auch ein fruchtbarer Boden für mächtige Megakonzerne, die alle versuchen ihren Gegenüber finanziell auszustechen. Der Kampf zwischen diesen Giganten lässt häufig die nicht so Erfolgreichen zertrampelt zurück. Die Stadt ist der Tummelplatz für die Priviligierten und Mächtigen, die auf dem Fundament aus Armut und Umweltverschmutzung gebaut ist.

New Angeles ist ein politisches Spiel für 4 bis 6 Spieler, die in der Welt von Android in die Rolle von Megakonzernen schlüpfen. Die Spieler verhandeln miteinander und schmieden kurzfristige Bündnisse, um Vorteile und finanzielle Überlegenheit über ihre Rivalen zu erlangen. Dabei versuchen sie die Ordnung in der florierenden Großstadt New Angeles aufrechtzuerhalten, damit ihr Profit nicht unter Unruhen zu leiden hat. Die Aufmerksamkeit der Regierung sollten sie aber nicht auf sich ziehen, da sonst alle Spieler verloren haben.



Spielmaterial:

    100 Aktionskarten
    34 Vorteilskarten
    16 Ereigniskarten
    14 Ausfallmarker
    14 Entwicklungsmarker
    14 Krankheitsmarker
    14 Unruhemarker
    12 Investitionskarten
    9 „Menschen zuerst“-Einheiten
    9 Nachfragekarten
    9 „Organisiertes Verbrechen“-Einheiten
    7 Rivalenkarten
    6 Kapitalmarker
    6 Kon-Überichten
    6 Notfall-Aktionskarten
    6 Prisec-Einheiten
    6 Vorbereitungskarten
    5 Ressourcenmarker
    5 Zielmarker
    4 Androidenmarker
    1 „Aktiver Spieler“-Marker
    1 Bedrohungsmarker
    1 Marker für die Rundenanzeige
    1 Referenzhandbuch
    1 Spielanleitung
    1 Spielplan
Merkmal:

1 von 5 Sternen

Charakteristik

Glück
3 / 5
Strategie
2 / 5
Gestaltung
3 / 5
Suchtfaktor
1 / 5
Tolles Konzept - Sehr schwache Umsetzung
New Angeles wurde so ein wenig als möglicher Thronfolger für die großen Spiele der Social Deduction gefeiert. Es sollte Spiele wie Battlestar Galactica oder Winter der Toten das Wasser reichen können. Wird es also diesem Anspruch gerecht?

In New Angeles kämpfen Konzerne um das höchste Kapital, während die postmoderne, futuristische Stadt mit verschiedenen Krisen zu kämpfen hat. Neben Krankheiten und organisiertem Verbrechen führen vor allem die Androiden, die Stadtteile ausbeuten und somit riesige Gewinne für die Unternehmen erwirtschaften, zu Unmut. Auch mit Stromausfällen ist immer wieder zu kämpfen.
Die Spieler müssen in diesen Widrigkeiten bestehen und gute Pläne entwickeln, um diese Probleme soweit zu lösen, dass sie die Nachfrage der Bevölkerung befriedigen können und somit ihr Vermögen mehren.

Hierfür reichen die Spieler Vorschläge ein, wie sie den Krisen entgegen wirken wollen. Diese Vorschläge sind Handkarten, aus denen der aktive Spieler eine wählt. Die anderen Spieler dürfen nun Gegenvorschläge einbringen, wobei nur der letzte Gegenvorschlag Bestand hat. Nacheinander dürfen danach alle Spieler, die keinen gültigen Vorschlag oder Gegenvorschlag vorgelegt haben, für den einen oder anderen Vorschlag stimmen. Hier kann munter verhandelt, bestochen oder gedroht werden.
Wer sich durchsetzt, darf die Aktionen auf seiner Karte gemäß Regeln nach eigenem Gutdünken ausführen und so der Stadt seinen Stempel aufdrücken.
Sind eine bestimmte Anzahl Runden gespielt, werden Krisen aufgedeckt und die Nachfrage gegenüber dem erwirtschafteten Angebot abgeglichen. Ist die Nachfrage gestillt, ist alles gut, ist sie hingegen unbefriedigt, hagelt es Strafen für alle Spieler in Form von steigender Gefahr.
Wenn die Gefahr zu hoch ist, greift die Regierung ein und übernimmt die Kontrolle, wodurch alle Spieler verlieren. Ist dies bis Spielende nicht der Fall, gewinnt jeder Spieler, der mehr Kapital erwirtschaftet hat als ein anderes Unternehmen, dass er zufällig vor Spielbeginn gezogen hat. Damit könnten alle bis auf einen Spieler zugleich gewinnen.
Nun kommt noch die Verräter-Mechanik ins Spiel, denn ein Spieler kann statt eines anderen Unternehmens auch die Föderalisten-Karte gezogen haben, die ihm zur Aufgabe macht, dass er eine bestimmte Kapitalmenge erreicht hat und zugleich die Gefahr den Grenzwert überschreitet, wodurch das Spiel endet.

Die Idee in New Angeles ist sehr schön. Mit relativ simplen Mitteln kann hier ein Handelskrieg entbrennen, in dem sich die Stärkeren durchsetzen und die Schwächeren unterjochen. Es können harte Verhandlungen und Bestechungen geführt werden, um seine Pläne in die Tat umzusetzen.
Die immerwährende Angst vor Verrat und damit zusammenhängendem Eingreifen der Regierung führt zu stetigem Misstrauen.
Dennoch sind beide Faktoren viel zu schwach ausgeprägt. Während in Winter der Toten lebhaft diskutiert wird, was als nächstes passieren soll oder in Battlestar Galactica immer gesucht wird, wo sich ein Hinweis auf Verrat verbirgt, ist in New Angeles viel zu oft der erste Vorschlag für alle gut und man lässt es einfach laufen. Dadurch entsteht oftmals viel zu wenig Rivalität, wodurch die Verräterrolle kaum heraussticht und extrem schwer zu spielen ist.
Das Kernelement – die Verhandlungen – greift also nicht so richtig und die Aktionen fühlen sich alle recht gleich wichtig an, was schnell zu einer Mir-Egal-Haltung führt. Ein Phänomen, das bei WdT oder BSG nie auftritt.

Daher ist die klare Antwort auf die Eingangsfrage: Nein, New Angeles ist kein Thronfolger. Es ist ein interessanter Ansatz eines guten Spiels, der aber nicht zündet und ziemlich enttäuscht. Schade, denn das Thema wäre richtig gut geeignet für ein grandioses Spiel.
1 von 5

07.09.2021

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