ArtikelNr.: 18-0013

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Auf der Jagd nach wertvollen Schätzen durchsuchen die Abenteurer den sagenumwobenen Tempel in Luxor.

Das Ziel ist die Grabkammer des Pharao. Aber schon auf dem Weg dorthin gibt es zahlreiche Schätze einzusammeln.

Ein Wettstreit entbrennt: Der Spieler, der mit seinem Team aus fünf Abenteurern am schnellsten zur Grabkammer vordringt und zugleich viele Schätze bergen kann, wird das Spiel gewinnen.



Spielmaterial:

    31 Basiskarten
    30 Schatzplättchen
    24 Horuskarten
    22 Skarabäus
    20 Abenteurer
    20 Schlüssel
    18 Wildkarten-Schatzplättchen
    14 Tempelplättchen
    6 Horusplättchen
    6 Osirisplättchen
    4 Spielermarker
    4 Punktemarker
    2 Sarkophage
    1 Horusspielbrett
    1 Punktetafel
    1 Spielanleitung
    1 Spielbrett
    1 Startspielerplättchen
    1 Würfell
Merkmal:

2.5 von 5 Sternen

Charakteristik

Glück
4 / 5
Strategie
3 / 5
Gestaltung
2 / 5
Suchtfaktor
2 / 5
einfaches Familienspiel mit Glücksfaktor und Ärger-Potential
Luxor ist ein Plättchen-Sammelspiel, bei dem die Bewegung der 5 Abenteurer durch Karten (auch Würfel) gesteuert wird. Die 5-er Kartenhand darf nicht umsortiert werden, lediglich eine der beiden äußeren Karten dürfen ausgespielt werden und nachgezogene Karten werden stets in die Mitte gesteckt. Gesammelt werden auf einem Pfad zur Grabkammer des Pharao Schatzplättchen (Vasen, Statuen, Schmuck), Joker, Schlüssel (für die Grabkammer), Skarabäus (1-4 Punkte) sowie Spezialkarten. Die Schatzplättchen haben unterschiedliche Wertigkeiten und benötigen zwischen 1-3 eigene Abenteurer, um sie zu bekommen. Tempelplättchen bringen entweder Boni (Skarabäus, Joker, Schlüssel, Spezialkarten, Tunnel zur schnellen Fortbewegung). Die ersten beiden Abenteurer, die die Grabkammer mit einem Schlüssel betreten, erhalten 5/3 Punkte (Sarkophage) und beenden das Spiel. In der Schlußwertung erhält man gemäß Position der Arbeiter, Sarkophage, Schlüssel, Skarabäen sowie Sets von Schatzplättchen (durch Joker ergänzbar) Punkte.

Fazit: Luxor ist ein einfaches Familienspiel mit Glücksfaktor (Nachziehen der Karten und würfeln) und Ärger-Potential. Eine echte Taktik ist kaum möglich, im Prinzip muß man lediglich die sich bietenden Gelegenheiten erkennen sowie ergreifen und hoffen, daß die Mitspieler nicht schneller sind.
4 von 5

09.10.2018
Schnelles Rennen zur Grabkammer des Pharaoh
Luxor ist einer der Nominierten zum Spiel des Jahres 2018. Das Spiel hat den Preis nicht gewonnen, wo ich persönlich die Gründe sehe, möchte ich folgend erklären.
In Luxor steuert jeder Spieler mehrere Spielfiguren auf dem Weg in eine Pyramide hinein (spiralenförmiger Weg ohne Abzweigungen) und versucht auf dem Weg durch das Landen auf bestimmten Feldern Schätze/Punkte einzusammeln. Die Schrittzahl wird gesteuert über Zahlenkarten, die jeder Spieler auf der Hand hat und von verschiedenen Stapeln nachziehen kann. Dabei müssen die Handkarten auf eine bestimmte Art und Weise aufgenommen werden und die Hand darf nicht nach eigenen Belieben umsortiert werden. Die Stellen, auf die man seine Figuren schicken möchte, lassen sich relativ vorausschauend bestimmen, da man immer zwei Zahlenkarten zur Verfügung hat, beeinflussen kann, welche Karten wann nachrücken und man mehrere Figuren zur Auswahl hat, die bewegt werden können. Die Pläne können einem Jedoch von einem Mitspieler durchkreuzt werden, da Felder, auf denen bereits einmal jemand gelandet ist, meistens nicht noch einmal betreten werden können.
Hinter dieser Erklärung verstecken sich viele Schwächen einer im Kern interessanten Spielidee. Zuerst einmal ist das Ziehen der eigenen Figuren gerade mit vier Spielern doch ziemlich unplanbar, obwohl das Hand-Management-System einem das Gegenteil vorgaukeln will. Bereits betretene Felder können verschwinden, tun es in einigen Fällen jedoch nicht, falls darunter ein Symbol erscheint. Da die Symbole auf das Spielbrett aufgedruckt sind taugt dieses Überraschungselement jedoch nur für das erste Spiel und auch nur dann, wenn man sich im Vorfeld nicht bereits mit dem Brett auseinander gesetzt hat. Für mich daher ein wirklich ärgerlicher Bestandteil des Spiels. Hier haben erfahrene Spieler einen unnötigen Vorteil und ein interessantes und thematisches Glückselement wird aus dem Spiel entfernt. Das Spiel wäre besser mit Variabilität auch in diesem Aspekt bedient.
Durch das Rennen und das Einsammeln von Schätzen, tat sich für mich ein immer unangenehmes Gefühl der Unvollständigkeit auf. Den Set-Collection-Aspekt hatte selten jemand wirklich sinnvoll erfüllt. Es wirkt einfach wesentlich lukrativer schnell vorzupreschen und sich den relativ großen Pharaonenbonus zu sichern und das Spiel damit zu beenden.
Eine weitere Designentscheidung, die ich nicht nachvollziehen kann, ist der Fakt, dass die über bestimmte Felder zugänglichen Sonderkarten auf den allgemeinen Ablagestapel abgeworfen werden, der daraufhin in den Standardnachziehstapel eingemischt wird. Dies macht die Sonderfelder kontinuierlich uninteressanter und es entsteht ein negativer, parasitärer Spielgedanke: Wieso sollte ich auf ein Feld gehen, dass mir persönlich nur einen minimalen Vorteil bringt, während ich das Spiel für alle anderen in Zukunft vereinfache?
Weiterhin kann ich auch die Notwendigkeit der Extrapunkte am Ende des Spiels nicht nachvollziehen, die nach spezifischer Position auf der Rennstrecke verteilt werden. Scheinbar willkürlich sind Nullpunktefelder dazwischen gesetzt.
Mechanistisch nimmt mich in diesem Spiel gar nichts mit, ich finde eine tolle Idee wurde hier wirklich schlecht umgesetzt.
Auch dem Artwork kann ich nichts abgewinnen, es sieht sehr trist aus und auch langweilig.
Ich kann dieses Spiel keiner Gruppe empfehlen. Guckt euch lieber nach anderen Rennspielen um.
1 von 5

23.08.2018
Nominiert zum Spiel des Jahres
Ablauf:
Jeder Spieler beginnt mit 5 Handkarten, deren Reihenfolge er nicht verändern darf. Denn das ist der besondere Clou des Spiels, man darf immer nur die beiden außerdem Handkarten ausspielen und steckt neu gezogene Karten in die Mitte. So kann man immer planen, welche Karten man in den nächsten Runden wann spielen kann und gleichzeitig ist man manchmal auch schlechten Karten ausgeliefert, da man diese spielen muss.
Wozu spielt man aber Karten aus?
Die Spielfiguren befinden sich in einer Pyramide, in der jede Runde zufällig verteilte Schatzplättchen liegen und anderen Bonusplättchen. Um diese zu erlangen, muss man mit einer bestimmten Anzahl von eigenen Spielfiguren auf diesem Feld stehen. Die Handkarten werden zur Bewegung der Figuren ausgespielt. Insgesamt geht es darum, viele Schätze zu finden und so viele Siegpunkte zu erhalten. Außerdem soll man aber auch weit in der Pyramide vorankommen, denn dort gibt es am Ende mehr Siegpunkte und die beiden Spieler (bzw. die beiden Spielfiguren), die als erstes die Grabkammer des Pharaos betreten, bekommen Extrapunkte und leiten das Ende ein. Es geht also immer um eine Abschätzung von der richtigen Anzahl gesammelter Schätze und das Voranschreiten.

Material:
Das Material ist relativ hochwertig und vielseitig. Allerdings muss man vor jeder Spielrunde viel vorbereiten, denn anstatt gewisse Dinge auf das Brett abzudrucken, muss man jedes Feld nach bestimmten Regeln auslegen und dafür die Plättchen vorher mischen. Natürlich ist dies für eine größere Vielfalt wichtig, aber da das Ziehen der Karten eh glückslastig ist, hätte man auch für schnelle Runden eine Möglichkeit vorher auf das Brett abdrucken können. So hätte man dann die Wahl, ob man es länger aufbaut und es variabel hat oder ob man es nur schnell spielen möchte mit bekannten Feldern. Andererseits nimmt man die Plättchen auch an sich, wenn man den Schatz bekommt und dies hätte man dann anders regeln müssen. So oder so aber relativ aufwändig aufzubauen, besonders für dieses Spiel und die eigentliche Spiellänge.

Fazit:
Wie im Material schon beschrieben, ist der eigentliche Aufbau nicht angemessen für dieses Spiel. Denn es ist eigentlich ein kurzweiliges Familienspiel, welches durch den Aufbau aber nicht den Spielspaß rechtfertigt. Denn uns hat das Spiel zudem auch nicht wirklich gefallen. Die Kartenauswahlmechanik ist an sich relativ interessant, ändert aber nichts am Spielgefühl und dieses ist irgendwie zäh und langweilig. Macht uns einfach keinen bis kaum Spaß und durch den Aufbau will man es auch gar nicht erst spielen und weiter ausprobieren, denn in der Zeit schaffen wir andere kurzweilige aber spaßige Spiele. Von uns keine Empfehlung und wir verstehen die Nominierung nicht.
2 von 5

15.06.2018

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