Heaven & Ale

ArtikelNr.: 13-0036

Für Kinder unter 6 Jahren nicht erlaubt
Achtung: Für Kinder unter 36 Monaten nicht geeignet. Erstickungsgefahr!
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Beauftragt mit der Leitung der Klosterbrauerei, wollt ihr nun das beste Bier unter Gottes blauem Himmel brauen!

In Heaven & Ale müsst ihr euch der harten Konkurrenz der Klosterbrauereien aussetzen. Es gilt die Balance zu halten zwischen dem Ausbauen des eigenen Klostergartens und dem Ernten der bereits bestellten Felder. Nur wer seinen Klostergarten ausgeklügelt bestückt und einen kühle Kopf gegen seine Konkurrenz bewahrt, wird mit dem Sieg belohnt!

Die hohe Kunst des Bierbrauens verlangt von euch geschicktes Timing. Ihr müsst euren Klostergarten mit den nötigen Rohstoffen und genügend Mönchen ausstatten, damit eure Produktion volle Fahrt aufnehmen kann. Denn im Braukeller wartet bereits der braumeister, um jedes eurer Fässer einzeln zu veredeln.



Spielmaterial:

    100 Rohstoffplättchen
    49 Scheunenplättchen
    36 Wertungsscheiben
    27 Dukaten
    24 Geldkarten
    24 Mönchsplättchen
    20 Privilegkarten
    20 Rohstoffmarker
    12 große Fässer
    12 kleine Fässer
    4 Braumeister
    4 Klostergarten Pläne
    4 Spielerfiguren
    1 Spielplan
Merkmal:

4.5 von 5 Sternen

Charakteristik

Glück
2 / 5
Strategie
5 / 5
Gestaltung
4 / 5
Suchtfaktor
4 / 5
Pfiffiges Legespiel, Thema allerdings etwas aufgesetzt
In Heaven & Ale bauen die Spieler Zutaten zum Bierbrauen an, ernten sie mittels Mönchen und Scheunen, veräußern diese, um an Geld für neue Zutaten zu kommen oder sammeln sie, um bei Spielende das beste Bier zu brauen.

Jeder Spieler verfügt über einen eigenen Ablageplan, geteilt in Sonnen-und Schattenseite. In gleichmäßigen Abständen befinden sich Bauplätze für Scheunen. Am linken Rand verläuft die Brauleiste, auf der man mit seinen Zutatenmarkern und seinem Braumeister voranschreitet. Auf der rechten Seite sind Wertungsfelder abgebildet.
Auf dem gemeinsamen Spielbrett befindet sich Zentral ein Ablageplatz für Fässer-Plättchen. Drumherum verläuft ein Rundweg, auf deren Feldern Zutaten-und Mönchsplättchen liegen.

Abwechselnd bewegen die Spieler ihre Spielfigur vom Start des Rundweges aus in Pfeilrichtung auf ein belieb weit entferntes Feld des Weges und führen die dortige Aktion aus, i.d.R. ist dies der Erwerb einer von 5 Zutaten. Diese haben einen Wert zwischen 1 und 5 und geben dadurch zunächst einmal den Preis an. Der Wert 2 bedeutet, dass man 2 Taler bezahlen muss, um das Plättchen auf seinem Ablageplan auf eines der freien Schattenfelder zu legen, auf der Sonnenseite wird der zu zahlende Preis verdoppelt.
Ebenso verhält es sich mit den (unterschiedlichen) ausliegenden Mönchen, wobei deren Preis nicht auf dem Plättchen selbst steht, sondern sie im Laufe des Rundweges immer günstiger werden.
Weiterhin gibt es Wertungsfelder, wodurch bei Betreten die spezifische Ernte einer Zutatenart oder einer speziellen Mönchfarbe oder eines bestimmten Zahlenwerts ausgelöst wird. Hat man z.B. alle Wasserplättchen gewertet, wird dies am rechten Rand mit einer Wertungsscheibe markiert (jede spezielle Wertungsform kann immer nur 1x im Spiel getätigt werden). Ebenso wird eine Wertung ausgelöst, sobald alle 6 Felder um einen Scheunenplatz belegt wurden (hierdurch wird auch im Wesentlichen der Braumeister auf seiner Leiste vorwärts gezogen).
Wird ein Plättchen gewertet, so erhält man für die gewerteten Plättchen auf der Schattenseite Taler entsprechend ihres Wertes, jene auf der Sonnenseite sorgen dafür, dass man mit den entsprechenden Zutatenmarkern auf der Brauleiste vorrückt.
Immer, wenn 2 zusammengehörige Wertungsfelder am Rand markiert wurden, darf auch eine Notgroschenkarte aktiviert werden, die Boni bringt.
Abschließend gibt es noch Fassfelder. Erfüllt man die Bedingungen der ausliegenden Fässer, so erhält man diese, was bei Spielende Bonuspunkte bringt.
Eine Runde endet, sobald alle Spieler den Rundweg 1x abgelaufen sind.

Das Spiel endet nach 3 Runden. Jetzt werden jene Zutaten, mit denen die Spieler auf ihren Brauleisten weit gekommen sind gegen jene getauscht, von denen sie jeweils nicht so viele haben – und zwar im Tauschverhältnis, wie es das Feld angibt, auf dem der eigene Braumeister gelandet ist (gibt dieser z.B. ein Tauschverhältnis von 3:1 vor und man steht mit seinem Getreidemarker weit vorne, muss dieser um je 3 Felder zurückgesetzt werden, damit der am weitesten hinten liegende Marker um je ein Feld vorrücken kann).
Abschließend wird die Zal der niedrigsten Zutat mit dem Multiplikationsfeld des Braumeisters verrechnet (hat man bei seinen Zutaten z.B. Wasser und Hopfen auf Feld 7 stehen, bedeutet dies, dass 7x mit dem Wert des Braumeisterfeldes (z.B. 3) multipliziert wird, was 21 Punkte ergäbe. Je weiter der Braumeister im Spiel kommt, umso besser wird das finale Tauschverhältnis und auch sein Multiplikationswert.
Dazu werden Sonderpunkte addiert.

->Fazit: Die erste Runde lief bei uns recht nüchtern ab, da man sich im Prinzip nur Plättchen kauft und ablegt. Erst bei den weiteren Runden kam die strategische Tiefe des Spiels hervor, denn oft muss man z.B. auf Plättchen verzichten, um den anderen eines, was sie gut brauchen können, noch wegzuschnappen. Auch der Wertungsvorgang – anfangs noch etwas zäh, weil man erst bei Spielende weiß, wie viele Punkte man sammeln konnte – sorgt dann für manche Überraschung. Spielerisch also durchaus interessant. Leider bleibt das Thema aber – Zutaten anbauen, um das beste Bier zu brauen – dann doch eher oberflächlich und austauschbar, denn man erwirbt ja im Grunde nur Plättchen und legt sie an.
4 von 5

14.12.2020
Knobeleien im Klostergarten
Heaven und Ale ist thematisch so simpel wie interessant. Die kümmern und um einen Klostergarten, welchen wir bewirtschaften, um schließlich das beste Bier zu brauen.

Das Spiel kommt mit angenehm schlanken und übersichtlichen Regel daher und ist für ein Spiel dieses taktischen Gewichts schnell erlernt und erklärt. So einfach die Regeln jedoch zu erlernen sind, so schwierig sind die taktischen Entscheidungen während des Spiels.

Kern des Spiels ist der eigene Klostergarten, welcher eine Sonnen- und eine Schattenseite hat. Auf der Schattenseite angebaute Rohstoffe sind günstiger, bringen bei einer Wertung jedoch ausschließlich einen finanziellen Ertrag. Das ist nicht schlecht, denn Geld ist in diesem Spiel meistens knapp. Noch wichtiger sind jedoch die auf der Sonnenseite angebauten Rohstoffe, welche es bei einer Wertung erlauben, den zugehörigen Rohstoffstein auf der Rohstoffleiste nach vorne zu rücken. Dies ist deshalb so wichtig, da es am Ende des Spiels eine Wertung gibt, bei der nur der am weitesten hinten liegende der fünf Rohstoffe gewertet wird. Der von diesem Rohstoff erreichte Wert wird mit dem Wert des ebenfalls auf dieser Leiste befindlichen Braumeisterspielsteins multipliziert und so ein Punktwert gebildet. Erschwerend tritt hinzu, dass die Rohstoffe zunächst eine unterschiedliche Zahl von Feldern gerückt werden müssen, damit sie überhaupt einen multiplizierbaren Wert erhalten. Hat der am weitesten hinten liegende Rohstoff mit Spielende nicht wenigstens den Multiplikator 1 erreicht, bedeutet dies für die Wertung 0 Punkte. Das ist deshalb so schmerzhaft, da diese Wertung gut 50% bis 75% der gesamten zu erreichenden Punkte ausmacht. Daneben werden lediglich verschiedene Errungenschaften wie der Anbau einer bestimmten Anzahl bestimmter Rohstoffe gewertet.

Ist ein Spieler am Zug, bewegt er seine Figur auf einem Rundkurs um eine beliebige Zahl von Felder weiter. Rückwärts gehen ist nicht erlaubt. Auf dem erreichten Feld können auf den Feldern ausgelegte Rohstoffe erworben und dann im Klostergarten angebaut werden, Mönche im Klostergarten platziert und Wertungen ausgelöst werden. Eine Runde endet, sobald alle Spieler eine vollständige Runde bewältigt haben. Schnellere Spieler müssen am Ende des Rundkurses auf die anderen Spieler warten. Je nach Spielerzahl endet das Spiel nach vier bis sechs Runden.

Die genannten Wertungen sorgen nicht unmittelbar für Siegpunkte, sondern für Einkommen sowie Schritten auf der Rohstoffleiste. Der Kniff dabei ist, dass jeder Spieler die zehn unterschiedlichen Wertungen alleine für sich, jede jedoch nur einmal im Spiel, auslösen kann. Der Spieler muss also abwägen, wann er seine zehn Wertungsmöglichkeiten auslöst. Dies ist schwierig, da man erfahrungsgemäß nicht alle Wertungen zeitlich schafft und frühe Wertungen oft nur kleine Erträge bringen. Aufgrund der steten Geldknappheit sind jedoch auch diese kleinen Wertungen oft notwendig.

Das Spiel lebt davon, dass in fast jedem Zug schwierige Entscheidungen getroffen werden müssen. Macht man einen großen Schritt, lässt aber dafür andere gute Felder liegen? Oder doch lieber einen kleinen Schritt mit der Gefahr, dass ein wichtiges, weiter hinten liegendes Feld von einem Gegenspieler leergekauft wird? Lege ich ein erworbenes Plättchen für weiteres Einkommen auf die Schattenseite oder sollte ich sie auf der teuren Sonnenseite für Schritte auf der Rohstoffleiste platzieren? Werte ich meinen angebauten Hopfen jetzt oder lieber in einer späteren Runde mit höherem Ertrag?

Der Glücksfaktor des Spiels beschränkt sich auf die zufällig ausgelegten Rohstoff- und Mönchsplättchen. Es kann also selten vorkommen, dass ein dringend benötigter Rohstoff an der falschen Position erscheint oder gar nicht erscheint. Davon abgesehen existieren jedoch keine Glücksfaktoren.

Das Spielmaterial überzeugt weitestgehend. Lediglich die persönlichen Spielertableaus mit den Klostergärten könnten dicker sein.

Unterm Strich ist Heaven & Ale ein ausgezeichneter Hirnverzwirbler mit einfachen Regeln und geringem Glücksfaktor.
5 von 5

27.11.2018
ein Plättchen-Legespiel mit interessanter Wertung
Heaven & Ale ist ein Plättchen-Legespiel, bei dem die auf einem Aktions-Tableau (kein zurück-gehen möglich) gekauften Rohstoff- und Mönchsplättchen entweder auf der Sonnen- (doppelte Kosten, -> Rohstoff-Ertrag) oder Schattenseite (einfache Kosten, -> Dukaten-Ertrag) des eigenen Klostergartens abgelegt werden. Die derart gelegten Plättchen bringen nun bei den Wertungen den entsprechenden Ertrag. Die Wertungen werden entweder durch eine komplette Umschließung eines Scheunenplatzes im Klostergarten (Aktivierungen in Abhängigkeit der Plättchenwerte, evtl Braumeisterzug) oder Wahl der Aktion Wertung (Ernte alle Plättchen eines Wertes, einen der 5 Rohstoffe, einen der 4 Mönche) ausgelöst. Diese 10 Erntefelder bilden 5 Privilegpaare, mit denen je ein Privileg (12 Dukaten, Braumeisterzug, Faßwertung, 2xRohstoffmarkerzug) freigeschaltet wird. Mit den Dukaten können neue Plättchen gekauft werden, mit den Rohstofferträgen werden die entsprechenden Rohstoffmarker gezogen. Zudem können auf Faß-Aktionsfeldern noch Ziele erfüllt werden. In der Schlußwertung gibt der Braumeister den Multiplikator an, mit dem der niedrigste Rohstoffmarker (nach speziellen Regeln werden andere Marker zurückgezogen, um andere nach vorne zu ziehen) multipliziert wird. Hinzugezählt werden noch die Faßpunkte und der Startspielerbonus.

Fazit: Heaven & Ale ist von den Regeln nicht so kompliziert, das Zusammenspiel des Plättchenkaufes und -ablage sowie der Wertungen mit Zügen des Braumeisters, der Rofstoffmarker und der Dukatenertrag ergeben ein zu beachtendes Ganzes (richtiges Timing). Wenn man den Braumeister nicht genügend beachtet kann es passieren, daß man in der Endwertung mit 0 Punkten dasteht.
4 von 5

21.08.2018

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