Food Chain Magnate (multilingual)

ArtikelNr.: 206-0001

Für Kinder unter 6 Jahren nicht erlaubt
Achtung: Für Kinder unter 36 Monaten nicht geeignet. Erstickungsgefahr!

„Limonade? Sie wollen Limonade? Wo kommen wir denn da hin? Ich will Werbung für Burger auf allen Kanälen, alle 15 Minuten. Wir sind die Heimat des originalen Burgers und kein Zufluchtsort für Gesundheitspostel. Und stellt eine Reklametafel neben das neue Haus an der Ecke. ich möchte, dass sei jede Sekunde nach Bier lechzen, die sie in ihrem piekfeinen neuen Garten sitzen!“ Der neue Management Trainee erzittert vor dem CEO und versucht vorsichtig darauf hinzuweisen, dass ... „Was meinen Sie damit, wir haben nicht genug Personal? Der HR Director berichtet an sie. Stellen Sie mehr Leute ein! Schulen Sie sie. Aber was auch immer sie machen, zahlen sie ihnen keinen reellen Lohn. Ich bin nicht Geschäftsmann geworden, um arm zu werden. Und feuern Sie die Discount Managerin, sie kostet mich nur Geld. Ab jetzt verkaufen wir Gourmet Burger. Gleicher Mist, doppelter Preis. Schafft meinen Marketing Director hier rein!“

Food Chain Magnate ist ein anspruchsvolles Strategiespiel über den Aufbau einer Fastfood-Kette. Der Fokus liegt auf dem Aufbau des Unternehmens mit Hilfe eines kartengetriebenen Management-Systems für (menschliche) Ressourcen. Spieler konkurrieren auf einem variablen Stadtplan mittels Einkauf, Marketing und Verkauf und auf dem Arbeitsmarkt für Mitarbeiter in Schlüsselposition.


Das Spielmaterial und die Kartentexte sind auf englisch, es liegt aber eine deutsche Spielanleitung bei.

Merkmal:

5 von 5 Sternen

Charakteristik

Glück
1 / 5
Strategie
5 / 5
Gestaltung
5 / 5
Suchtfaktor
4 / 5
Enge Verzahnung verzeiht keine Fehler
Wenn man das Cover sieht und dann noch dazu das Material mit seiner reduzierten Gestaltung, bekommt man nicht das Gefühl, hier einen echten Kracher vor Augen zu haben. Food Chain Magnate setzt nicht auf Effekthascherei, stattdessen besticht das Spiel durch ein bombastisches Spielgefühl.
Glück gibt es hier nicht. Wer am besten plant, die Gegner im Blick hat und daraus die beste Strategie entwickelt, gewinnt das Spiel. Fehler werden hierbei ungnädig bestraft. Wer sich zu Beginn schlecht platziert, kann unter Umständen den Fehler nie mehr aufholen. Das ist für Neulinge natürlich abschreckend und kann definitiv zu Frust führen. Hingegen ist es für Eingespielte der besondere Reiz, dass man eben von nichts als sich selbst abhängig ist.

Wir müssen uns ein Team zusammenstellen, das für uns Restaurants betreibt. Hier können wir auf Werbung setzen, auf Produktionsmenge, auf Preis oder einfach alles langsam aufbauen, um dann gegen Spielende die großen Töpfe abzukassieren.
Zu Rundenbeginn entscheiden wir, welche Arbeiter wir einsetzen. Setzen wir einen Arbeiter ein, muss er seinen Job ausführen, selbst wenn uns das schadet.
Zunächst wird produziert, geworben, gebaut, angeheuert und was eben sonst noch ansteht. Ist das abgeschlossen, zieht die Bevölkerung aus, sich ihr Abendessen zu beschaffen. Hierbei handelt es sich um faule Bürger, die immer den kürzesten Weg zu ihrem Bedarf suchen, außer wenn es preislich lohnt, einen längeren Weg zu gehen. Wer also weiß, dass diese Runde alle nach Pizza schreien und selbst zu weit weg sitzt, sollte entweder schnell noch ein neues Restaurant in der Nähe eröffnen oder den Preis senken und die anderen einfach mit Dumpingpreisen ausstechen.
Am Spielende gewinnt natürlich, wer das meiste Geld gescheffelt hat.

Food Chain Magnate ist ein echter Brocken, der selbst Spiele wie Terra Mystica klar in den Schatten stellt hinsichtlich der Komplexität. Alles ist eng verzahnt, Fehler werden gnadenlos bestraft, Glück gibt es nicht. Ein Spiel, das definitiv nicht für alle Runden geeignet ist. Wer aber richtige Kracher mag, sich gerne in komplexe Spiele rein pfriemelt und es mag, von Spiel zu Spiel besser zu werden, kommt um FCM kaum herum.
Das Design wirkt zwar anfangs komisch, es passt aber mit seiner Schlichtheit und dem klaren Kartendesign gut ins Thema der Restaurants in den 50ern. Einzig das Straßennetz ist wirklich nicht gelungen, aber das tut dem Spiel keinen Abbruch.
FCM wird nicht ständig auf dem Tisch landen, aber für eine Runde mit Gehirnschmalz gehört es zu den besten Titeln in unserer Sammlung.
5 von 5

27.11.2021
Chief Executive Officer
Wie stehen die Verkäufe Chief Executive Officer? ... Ganz gut nachdem ich ein ausgewogenes Team in meinem Unternehmen aufstellen konnte! Unsere ersten Marketing Kampagnen liefen zwar nur über das Schwarze Brett, konnten uns aber den Original-Bestbekanntestenstatus für Getränke und Pizza einheimsen. Das bringt uns einen Bonus von 5Euro pro verkauftem Essen und Getränk. Den Original-Burger-Status haben wir gemeinsam mit der Konkurrenz. Wir wurden geleich schnell am Markt bekannt. Wir verdienen beide den 5Euro-Bonus. ... Das klingt gut, aber du hast wohl noch nicht mitbekommen was der Nachbarmagnate eben vor hat. Dir kann über Nacht ein ganzer Kundenstamm wegbrechen. Es führt nicht überall eine Verkehrsanbindung in die Bezirke und du hast bald keinen Bauplatz für deine Restaurants verfügbar. Dein Konkurrent könnte dich abschneiden und seine Werbekampagnen laufen auf Hochtour. ... OkOk! Kein Problem! Jo! Letztes Jahr wurden die Banken gesprengt und es können nicht mehr so viele Angestellte beschäftigt werden. Es wird also schwieriger sein mit einer CEO-Stelle weniger. ---- In Food Chain Magnate sorgt man als Vorstandsvorsitzende(r) für die Geschicke einer Fastfoodkette, um im Preiskampf das meiste Geld zu verdienen oder wie in der letzten Runde die Kundschaft von der Konkurrenz abzuschneiden. Die Abläufe werden sehr umfangreich und real abgebildet. Man kann interessante und real ablaufende Entscheidungen treffen. Im Wettbewerb wird das schnellere und flexiblere Unternehmen erfolgreicher sein. Man wird Personaler einstellen, um schneller noch mehr Angestellte zu bekommen oder Ausbilder, um den Management Trainee zu wichtigen Positionen fortzubilden. Der New Business Developer kann Häuser und Gärten so platzieren, dass Kunden früher oder später kommen oder Bauplatz für die gegnerischen Restaurants weg genommen wird.
5 von 5

11.04.2021
Was für ein Spiel!
Da ist alles drin was mich begeistert: Komplexität, Tiefe und viel Strategie. Am meistern begeistert mich das wunderschöne Design. Bin da in unserer Familie nicht allein mit dieser Meinung...
5 von 5

28.03.2020
high.end-creation - wie nicht anders zu erwarten aus dem hause splotter
Ohne Frage wieder ein typisches Splotterspiel der neueren Generation: Vorzügliche Themenumsetzung, sehr intelligent aufs Wesentliche reduziert, geradezu minimalistisch und dabei vorzüglich praktikabel durchdacht. Die optimal übersichtlich gestalteten Spielkomponenten sind im Wesentlichen selbsterklärend, da inhaltlich supi-einfach gehalten. Das muss man bei einer solchen, im Grunde sehr anspruchsvollen Simulationsthematik erst einmal gut funktionierend hinbekommen! Die Splotterjungs sind hierin längst zu absoluten Großmeistern herangereift, welchen bei genauem Hinsehen kaum ein Spieleentwickler derzeit das Wasser reichen kann. Auch der splottertypische Schalk im Nacken, das Ganze also mit einem spaßigen Augenzwinkern dabei zu verarbeiten, ist in gewohnt-sympatischer Form vorhanden =]).. Trotz der so starken Versimplifizierung des Themas bleibt dabei das Ergebnis selbstredend weitreichend komplex, was spätestens dann offenbar wird, wenn man sich im Laufe erster Partien der Detailzusammenhänge nach und nach bewußter wird - da kann durchaus auch gewiefte Spieler/innen schnell mal das Gefühl überkommen, der Kopf würde gleich platzen =]).. Schon die sehr stark vereinfachte Einsteiger-Vari bietet bei genauerem Hinsehen derart viel Überlegungspotential, dass dies auch sogenannte Vielspieler überaus fordert. Auch die sich schon allein aus dem großen Fundus frei auswähl- und anordenbarer Spielplanteile ergebende immense Variabilität - von den schier unendlichen Strategie-optionen in Sachen Unternehmensaufbau dabei noch ganz zu schweigen (wobei die Einbeziehung all der dabei ggf. zu ergattern möglichen Milestone-Boni beinahe schon als options-multiplizierend angesehen werden kann) - sucht ihresgleichen am Markt vergebens. Obwohl die Splotters seit geraumer Zeit meist ihre eigentlich seit langem vorhandene und genutze Basisidee immer wieder nur weiter- sowie umentwickeln und ergänzen oder auch neu interpretieren, kommen praktisch schon seit Anbeginn an dennoch und fast erstaunlicher Weise immer wieder neuartige und originelle wie eigenständige Kreationen dabei heraus - immer wieder in neuem Gewand, frisch und unverbraucht erscheinend - welche zunehmend auch eine Art absolute High-End-Spieleklasse hinsichtlich der Gesamtqualität darstellen. Vergleichbar pefektes kann man am Markt lange suchen - bei Splotter wird man sicher fündig =]).. Allein schon von daher bzw. aufgrund von alledem erscheint mir der zunächst eher hoch anmutende heutige Standartpreis eines Splotterspiels von i.d.R. +/- 70 € mehr als gerechtfertigt. Denn die Splotterschen Spielideen und deren genialen Umsetzungen verdienen es definitiv, anständig honoriert zu werden. Und nicht zuletzt dürfte eines zwangsläufig sicher sein: Die Jungs arbeiten überdurchschnittlich hart und unnachgiebig, bis alles vollendete Perfektion erreicht hat, vorher gibts keinen neuen Output. Schnellschuss-Massenware ausgeschlossen - ein Glück, dass es so etwas noch gibt! Bitte noch lange weiter so! =]).. Nachsatz: Wie Meinereiner immer wieder festetellen durfte und noch darf, schreckt viele interessiert Schauende oder auch Testspielende offenbar die gegebene graphische Ausgestaltung des Spiels merklich ab. Dies kann ich nicht wirklich nachvollziehen, da hoffentlich nicht nur in meinen Augen die Optik doch exakt zugeschnitten ist auf das Thema bzw. die Zeit, in welcher die Thematik spielt. In den 50ern (oder auch schon früher) sahen Graphiken eben so aus - für den heutigen Betrachter nach einem derzeitigen Verständnis ggf. lächerlich-kitschig (Motive) bis grauenvoll-häßlich (Farben). Eine schöne heile Welt sollte damals so vermittelt werden, während heute meist Sexappeal+Coolness in sind. Und die Farbtrends waren eben auch andere als heute =]).. Insgesamt, empfinde ich alles als wunderbar stimmig, zumal eben auch die gegebene Optik der Graphiken zumindest meiner Wahrnehmung nach nur den gewollten Witz bei der Sache zusätzlich unterstreicht - astrein! =])..
5 von 5

19.08.2019

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