ArtikelNr.: 251-0002

Für Kinder unter 6 Jahren nicht erlaubt
Achtung: Für Kinder unter 36 Monaten nicht geeignet. Erstickungsgefahr!
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Alle Mann an Deck!

1954 - Ein unerwartetes Unglück bei einem Atomwaffentest hat eine globale Umweltkatastrophe ausgelöst, in deren Folge die Meere alles, bis auf die Heimat der letzten Überlebenden der Menschheit.

Flotilla enthält zwei verschiedene aber miteinander verwobene Varianten in der Spielmechanik. Du beginnst als Sikside-Flottenkommandant, der von der Weltführung beauftragt wurde, die neu entstandenen Meere zu erforschen, Ressourcen aus den Tiefen zu bergen und Überlebende zu retten. Jederzeit während des Spiels kannst du dich entscheiden auf die Skyside zu wechseln, um den weiteren Aufbau der Flottilla voran zu treiben. In diesem Fall drehst du deine Spielkomponenten um und es ergeben sich verscheidene neue Spielelemente, die insbesondere auch die wirtschaftlichen Zusammenhänge verändern. Die Beherrschung dieser sich wandelnden Abhängigkeiten entscheiden darüber, ob du beim Aufbau der neuen Welt erfolgreich bist.



Spielmaterial:

    100 1x Ressource Tonnen
    92 Ozean-Plättchen
    70 Crew-Karten
    70 Siegpunktchips
    65 Münzen
    50 Gildensiegel
    30 Außenposten
    30 Erschöpfungsmarker
    20 Gildeneinflussscheiben
    20 Schiffe
    16 5x Ressource Plättchen
    16 Artefakt-Plättchen
    16 Touch-Würfel
    10 Toxizität Tracker Marker
    7 Forschungswürfel
    5 Spielertableaus
    5 Startplättchen
    4 Gildenanzeiger
    4 Plastiknieten
    3 Dock-Plättchen
    2 Beutel
    2 Überlebende-Tracks
    1 Sonar Track
    1 Sonar Tracker
    1 Spielplan Gilden
    1 Spielplan Zentrum
    1 Überlebender-Tracker
Merkmal:

3 von 5 Sternen

Charakteristik

Glück
2 / 5
Strategie
5 / 5
Gestaltung
5 / 5
Suchtfaktor
1 / 5
Sehr langatmig und sehr solitär
Flotilla hat starke Ähnlichkeit mit Concordia in der Art, wie es gesteuert wird. In beiden Fällen führt man Aktionen durch seine Handkarten aus, die man immer komplett auf die Hand nehmen darf und dann abspielt, bis man mit einer bestimmten Karte alle zurückholt.

Zu Spielbeginn stehen jedem Spieler sechs Karten zur Verfügung:
a) Der Gründer erlaubt dem Spieler, neue Plättchen zu legen und so das eigene Spielgebiet zu erweitern.
b) Mit dem Forscher darf man auf dem Plättchen, auf dem sein Schiff steht, tauchen und nach Gütern suchen. Allerdings kann es auch passieren, dass Felder beim Tauchgang unbrauchbar werden oder der Spiele toxischen Schaden nimmt.
c) Mit dem Händler kann man Güter kaufen oder verkaufen. Zudem kann man hier Schiffe und Außenposten kaufen.
d) Der Sprecher erlaubt das Erhöhen des Einflusses in einer der vier Gilden, wodurch man kleine Boni sammeln und vor allem neue Karten erhalten kann.
e) Der Student kopiert eine beliebige Karte, die oben auf dem Ablagestapel eines Gegners liegt.
f) Mit der Kapitänin darf man alle Karten zurück holen und erhält pro auf diese Weise zurückgenommene Karte Geld.
Alle Karten bieten unterschiedlich viele Schritte, die man mit seinen Schiffen machen kann. Hat man mehrere Schiffe, können die Schritte aufgeteilt werden. Diese Schritte erlauben das Reisen auf ein anderes Plättchen und damit das Tauchen nach anderen Gütern. Geborgene Güter müssen außerdem in den Hafen gebracht werden, um dann gehandelt werden zu können.

Bis dahin ist die Spielmechanik relativ simpel. Spiel deine Karte, führe die Aktion aus. Allerdings kommt nun der Twist des Spiels.
Mit der sogenannten Sinkside, auf der man startet, holt man recht wenige Punkte. Darum muss man zu einem gewissen Zeitraum auf die Skyside wechseln. Hierfür dreht man all seine Handkarten auf die Rückseite, wodurch sie neue Fähigkeiten erhalten. Schiffe werden nicht mehr benötigt, dafür kann man mit weiteren Plättchen nun große Punktmengen erzielen.
Verpasst man den richtigen Moment zum Drehen, wird man das Spiel kaum gewinnen können. Somit bedarf es einiger Partien, bis man den Dreh raus hat.

Viele der Mikroregeln fehlen in dieser Erklärung, es geht erstmal um einen Grobüberblick. Generell ist das Spiel nicht extrem schwierig, doch durch die kleinen Regeln, von denen es sehr viele Gibt, etwa Legeregeln, Lagerregeln, volatile Märkte usw. wird es dann doch recht kompliziert und avanciert zum gehobenen Kenner- bis Expertenspiel.

Mir gefallen an Flotilla zwei Dinge gar nicht:
1. Die Spieldauer ist recht lang. Unter drei Stunden kommt man kaum raus, die Erstpartie nimmt weitaus mehr Zeit in Anspruch.
2. Das wäre ok, wenn im Spiel insgesamt mehr passieren würde. Da man sich gegenseitig gar nicht beim Bau oder Tauchen stören darf, spielt man großteils solitär vor sich hin. Es hätte genug Optionen für Interaktion gegeben, die aber bewusst unterbunden wird, wodurch die Spielzeit dann besonders lang erscheint. Einen führenden Spieler kann man mangels Interaktion kaum einfangen, einzig beim Wegkaufen der Karten oder Beeinflussen des Markts wäre es möglich, das ist mir aber zu passiv.

Aus diesem Grunde akzeptiere ich Flotilla zwar als funktionierendes und auch anspruchsvolles Spiel, habe aber selber nicht so große Freude daran. Für den betriebenen Aufwand habe ich zu wenig Befriedigung nach dem Spiel.
3 von 5

27.05.2021

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