Die Quacksalber von Quedlinburg

ArtikelNr.: 06-0183

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Achtung: Für Kinder unter 36 Monaten nicht geeignet. Erstickungsgefahr!
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Kennerspiel des Jahres 2018


Einmal im Jahr kommen in Quedlinburg die besten Wunderdoktoren und Kurpfuscher des Landes zusammen, um Tinkturen gegen Schweißfüße, Heimweh, Schluckauf und Liebeskummer zu brauen. Jedoch kocht hier jeder Quacksalber sein eigenes Süppchen. Jeder Spieler zieht solange Zutaten aus seinen eigenen, im Laufe des Spiels selbst zusammengestellten Vorratsbeutel bis er der Meinung ist, dass der Trank perfekt ist. Doch Vorsicht: ein paar Knanllerbsen zu viel und der ganze Trank explodiert. Da heißt es auch mal zur rechten zeit aufhören und lieber nur ein kleineres Portiönchen kochen, um mit den hierfür gewonnenen Erträgen noch wertvollere Zutaten zu erwerben. So füllt sich der Vorratsbeutel mit immer wertvolleren Zutaten und der nächste Trank wird dann sicherlich noch besser munden und viele wertvolle Siegpunkte einbringen.



Spielmaterial:

    219 Zutaten-Chips
    24 Wahrsagekarten
    20 Rubine
    12 Zutaten-Bücher
    8 Tropfen
    4 Beutel
    4 Flaschen
    4 Rattensteine
    4 Siegel
    4 Siegpunktmarker
    4 Töpfe
    1 Bonuswürfel
    1 Flamme
    1 Siegpunktleiste
Merkmal:

4.5 von 5 Sternen

Charakteristik

Glück
4 / 5
Strategie
3 / 5
Gestaltung
5 / 5
Suchtfaktor
4 / 5
Schadenfreude garantiert
Zu aller erst mal das Fazit: Die Quacksalber von Quedlinburg sind großartig!

Schon beginnend beim Material, das einfach schön ist. Der Kessel wird dreidimensional, die Chips sind ebenso hübsch gestaltet wie die Zutatenbücher. Der Beutel ist funktional, da bedarf es aber auch keiner schöneren Variante.

Spielerisch sind die Quacksalber superschnell erlernt, spielen sich auch mit Grüblern sehr flüssig und bieten dank vier verschiedener Varianten bei den Büchern und 2 bei den Kesseln genug Abwechslung.

Was macht das Spiel jetzt aber so großartig?
Es ist u.a. die Schadenfreude. Denn man kann brauen, solange man will, doch wer es übertreibt, wird zwangsläufig seinen Kessel zum Explodieren bringen. Das darf ab und zu passieren, kostet aber Geld bzw. Siegpunkte. Um so mehr freut man sich, wenn beim Gegner der Kessel in die Luft fliegt.
Obwohl man durch das Kaufen der Zutaten Einfluss auf die Chancen nimmt, die richtigen Zutaten zu ziehen, ist es am Ende eben Glück, ob man das Richtige zieht oder nicht. Dieses sogenannte Push-Your-Luck-Element ist sicher nicht für jeden etwas, bietet aber Zockern gleichermaßen Spaß wie sicherheitsliebenden Spielern (die dann eben etwas früher aufhören zu zocken).

Die Quacksalber sind bekanntermaßen als Kennerspiel des Jahres ausgezeichnet worden. Diesen Titel hat das Spiel aus meiner Sicht nicht verdient und man wird viele Spieler finden, die genau das auch sagen.
Hier aber sollte man differenzieren. Das Spiel ist grandios, kommt bei uns immer wieder auf den Tisch und macht riesigen Spaß. Es ist aber einfach kein Kennerspiel, sondern ein Familienspiel. Es ist nicht so komplex, um als Kennerspiel durchzugehen.
Das soll nicht heißen, dass Kenner nicht zugreifen sollen, sondern dass auch Gelegenheitsspieler bedenkenlos zugreifen können.

In einem Satz: Die Quacksalber von Quedlinburg sind eine hervorragende Ergänzung jeder Spielesammlung und gehören bei Fans von Brettspielen einfach ins Regal!
5 von 5

07.08.2018
modernes Can`t stop
spielt sich wie can`t stop, allerdings komplexer, da nach jedem Zug evtl eine Aktion ausgelöst wird.
Die Bücher sind schön gemacht, aber es ähnelt sich doch sehr, was man mit den Zutaten machen kann.
Für 5 Sterne fehlt irgendwie noch was......
4 von 5

31.07.2018
1A Bagbuilding
Tolles Bagbuildingspiel mit Suchtfaktor. Als Kennerspiel des Jahres ausgezeichnet, aber trotzdem auch für Familien und wenigspieler geeignet.
5 von 5

23.07.2018
Nominiert zum Kennerspiel des Jahres – und hoffentlich auch Sieger
Ablauf:
Jede Runde beginnt damit, dass man Zutaten aus seinem Beutel zieht und in seinen Kessel legt. Dabei bedeutet jede Zutat, einen Schritt (oder mehrere) weiterzugehen und das Ziel ist es, ohne eine Explosion zu verursachen, so weit wie möglich voranzugehen. Der Kessel explodiert, wenn man von den weißen Zutaten die Summe 7 überschreitet.
Je nach Zutat können noch weitere Effekte entstehen, die z.B. ermöglichen, sich Zutaten aus dem Beutel zu ziehen und zu entscheiden, ob man diese anlegt oder nicht. Die Effekte werden von Rezeptbüchern vorgegeben, von denen es pro Farbe 4 Stück gibt und die daher eine große Variation zulassen.
Nachdem alle Spieler entweder aufgehört haben oder ihr Kessel explodiert ist, beginnt die wertende und shoppende Phase. Zuerst wird geguckt, welcher Spieler ohne Explosion am weitesten gekommen ist. Dieser darf einen Bonuswürfel würfeln und bekommt die Belohnung. Danach werden besondere farbliche Zutaten gewertet, deren Effekt erst hier zum Tragen kommt. Dann wird der Platz des ersten nicht erreichten Feldes gewertet, denn hier kann man noch zusätzliche Boni bekommen. Außerdem bekommt man abhängig von diesem Feld Siegpunkte und Geld zum Ausgeben, von dem man sich für die nächste Runde 1-2 weitere Zutaten kaufen kann. Es handelt sich also um ein Bag-Building-Spiel, also ein Spiel, in dem man sich einen Beutel Runde für Runde zusammenstellt und davon profitiert. Ist der Kessel allerdings explodiert, so muss man sich zwischen Siegpunkten und Shoppinggeld entscheiden. Man sollte also vermeiden, zu explodieren, denn einerseits möchte man sich einen besseren Beutel zusammenstellen, um in den Runden darauf weiter zu kommen, und andererseits benötigt man Siegpunkte, denn nur auf die kommt es am Schluss an.
Es gibt noch weitere nicht genannte Punkte (Karten mit Zusatzeffekten pro Runde, Möglichkeit der Elimination von weißen Zutaten durch einen Trank, das Vorrücken von Spielsteinen, …), aber die wird man in den Regeln des Spiels erfahren.

Material:
Das Material ist an sich vielseitig und schön, allerdings gibt es zwei Negativpunkte. Zum Einen sind die Spielsteine, die den Verlauf auf der Siegpunktleiste und im Kessel angeben, farblich überhaupt nicht passend und zum anderen sind die Beutel von eher mieser Qualität und man zieht oft Fäden raus. Dazu anzumerken sei aber, dass wir eine sehr frühe Version gekauft haben (ca. zwei Wochen nach Erscheinung) und es sein kann, dass sich die Punkte inzwischen verändert haben.

Fazit:
Das Spiel bietet sehr viel Varianz und Strategien, ist aber dennoch sehr glückslastig.
Zum Glück:
Dadurch gibt es jedes Mal einen Kick, wenn man aus dem Beutel ziehen will, aber kurz vor einer Explosion steckt. Zieht man und riskiert es oder hört man auf? Absolut spannend und spaßig, selbst nach wirklich vielen Spielrunden! Wir haben das Spiel jetzt schon mehreren gezeigt und oft war es danach so, dass man gefragt wurde, die teuer das Spiel war und danach hat man nur noch gehört, dass die Personen es sich selber gekauft haben. Pechsträhnen werden aber auch durch das Spiel wieder ausgeglichen, denn wer zurückliegt, bekommt Startvorteile.
Zur Varianz:
Wir haben sowohl mehrfach die Rezeptbücher durchgespielt (zu zweit und zu dritt) und sind inzwischen da angelangt, dass wir einfach mischen und zufällig Rezeptbücher auswählen. Außerdem gibt es zwei verschiedene Kessel und der eine ist für Gelegenheitsspieler gedacht und der andere für Vielspieler. Wir haben erst sehr viele Partien mit dem einfachen Kessel gespielt und nun spielen wir nur noch mit dem anderen Kessel, der noch mehr mögliche Strategien erlaubt. Aber dies kann man immer an die Spielgruppe anpassen und ist demnach sehr variabel.
Zu den Strategien:
Durch die mögliche Varianz gibt es je nach Büchern viele verschiedene Strategien. Natürlich gibt es einige Zutaten, die wirklich bessere Effekte haben, aber wenn man Pech hat und diese nicht zieht, führen andere Strategien eher zum Sieg. Die Rückseite des Kessels bietet für Vielspieler außerdem noch mehr mögliche Strategien, die man abwägen sollte. Auch das Explodieren ist für strategische Spieler abzuwägen, denn zu Beginn ist eine Explosion und weiteres Fortschreiten vielleicht sogar besser als nicht zu explodieren.
Insgesamt gibt es also wirklich viel Varianz und Strategien. Am wichtigsten ist aber, dass es wirklich Spaß macht und einfach super bei Gästen ankommt. Wir gönnen dem Spiel den Sieg!
5 von 5

15.06.2018
ein schönes Familienspiel mit Glückselementen
Die Quacksalber von Quedlinburg ist ein Bag-Building-Spiel über 9 Runden bei dem man aus 8 Zutaten (unterschiedliche Effekten mit Werten 1-4) einen möglichst gewinnbringenden Trank brauen soll. Dazu werden die gezogenen Zutaten ausgehend vom Startpunkt (+Ratte=Vorteil für zurückliegende Spieler) derart angelegt, daß je nach Wert entsprechend viele (Wert-1) Felder übersprungen werden. Die aktuelle Position gibt dann die derzeitige Kombination Siegpunkte/Geld/Rubin an. Erhält man beim Ziehen eine Summe von größer 7 bei den Knallerbsen, explodiert der Kessel und die aktuelle Runde ist für diesen Spieler beendet. Die Knallerbse wird jedoch noch regelgerecht (Werte der Zutaten) gelegt, lediglich bei der Wertung muß sich der Spieler entweder für die Siegpunkte oder das Geld entscheiden, explodiert der Kessel nicht erhält man Beides. Derjenige, der am weitesten vorne positioniert und dessen Kesdsel nicht explodiert ist, darf mit einem Würfel einen weiteren Vorteil (Siegpunkte, Startposition, Rubin, Zutat) auswürfeln. Mit Hilfe einer Flasche kann man einmalig die zuletzt gezogene Zutat wieder in den Beutel zurückwerfen. Durch Einsatz von 2 Rubinen kann man die Flasche reaktivieren oder seinen Startpunkt nach vorne verschieben.

Fazit: Die Quacksalber von Quedlinburg ist zwar Glücks-abhängig (gezogene Zutaten), macht aber dennoch viel Spaß. Da die Zutaten zufällig aus dem Beutel gezogen werden (man also keinen Einfluß auf die Wirksamkeit des Tranks hat), liegt die Strategie in der Zusammenstellung der hinzugekauften Zutaten sowie im Zocken beim rechtzeitigen Beenden der eigenen Runde (bevor der Kessel explodiert). Durch die Variante leerer Beutel kann der Glücksanteil ein wenig reduziert werden.
Variante leerer Beutel: Anstatt die neu erworbenen Chips zusammen mit den Chips aus dem eigenen Kessel wieder in den Beutel zu werfen, legt man diese beiseite und zieht solange die im Beutel verbliebenen Chips, bis dieser leer ist. Dann wirft man die beiseite gelegten Chips in den Beutel und kann weiter ziehen. Dadurch kommen stets alle Chips zum Einsatz und das Glücksmoment, daß man teure und gute Chips nie/selten zieht, wird reduziert.
4 von 5

09.06.2018
Review-Fazit zu „Die Quacksalber von Quedlinburg“, einem Plättchendeckbauspiel.
[Infos] für: 2-4 Spieler ab: 10 Jahren ca.-Spielzeit: 45min. Autor: Wolfgang Warsch Illustration/Gestaltung: Dennis Lohausen Verlag: Schmidt Spiele Anleitung: deutsch Material: sprachneutral [Download: Anleitung] dt.: https://www.schmidtspiele.de/de/produkte/details/product/die-quacksalber-von-quedlinburg-49341.html (s. Infokasten) engl.: https://boardgamegeek.com/boardgame/244521/die-quacksalber-von-quedlinburg/files [Fazit] In „DQvQ“ mischen und rühren die Spieler Heiltränke aller Art an und sammeln dafür Zutaten in Chipform. Diese werden rundenweise jeweils – von allen gleichzeitig – blind aus dem eigenen Stoffbeutel gezogen und in den eigenen Kessel gelegt, wobei die Werte der Chips die jeweiligen Abstände zwischen den abgelegten Chips vorgeben. So werden auf der spiralförmigen Leiste des Kessels immer weiter rentablere Zielfelder erreicht. Interaktion gibt es keine, allerdings sind die Spieler auch durchgehend mit der Optimierung ihres Vorratsbeutels beschäftigt, so dass dies kaum auffällt, bis es mal evtl. zu einem Gleichstand bei den Bonibestimmungen kommt. Jede Runde werden die Tränke direkt gewertet und mögliche Boni (per Würfel) verteilt, Punkte vergeben und möglichst wertigere Zutatenchips gekauft. Davon hängt es schliesslich auch ab, wie viele „gute“ und gewinnbringende Zutaten ein Spieler aus dem Beutel zieht, es wird also quasi nach und nach ein Deck von besseren Zutaten „gebaut“. Der Haken beim Trankbrauen sind nämlich die weissen Knallerbsen-Chips (-Zutaten), die den Kessel zum Explodieren bringen und damit den Trank ruinieren können, wenn zu viele von ihnen gezogen werden – jeder Spieler hat immer eine bestimmte Menge Knallerbsen im Zutatenbeutel und da hängt es vom Glück ab, welche man wann zieht bzw. ob mit anderen Zutaten ein Ausgleich geschaffen werden kann (z.B. um Knallerbsen wieder herausnehmen zu dürfen). Die ausliegenden Zaubertrankbücher geben – je nach gewähltem Schwierigkeitsgrad unterschiedliche – Rezepturen vor, welche die Reaktionen (während des Zuges oder am Ende der Runde) der Zutaten erklären. Der Spielzugang ist recht simpel und der Ablauf eingängig, so finden sich hier Gelegenheits- wie Familienspieler gleichermassen am Tisch zusammen, wie auch Vielspieler und Optimierungssüchtler, die Fortuna ein Schnippchen schlagen wollen^^. Das schön gestaltete und bunte Spielmaterial ist zudem sehr wertig und hebt die zauberhafte Atmosphäre zusätzlich an. Die schon erwähnte mangelnde Interaktion fällt hier nicht besonders ins Gewicht, da auch alle meist gleichzeitig spielen und ein Spiel dauert max. 45min., welches ein zusätzlicher Grund für eine weitere Partie ist. Schliesslich will man auch gleich nochmal testen, mit welchen Zutaten man weiter kommt und bessere Resultate erzielt. Die 9 Runden bieten hierzu genug Probiermöglichkeiten und sind so auch sehr schön ausbalanciert – alle paar Runden kommen auch bestimmte Ereignisse (neue Zaubertrankbücher, weitere Knallerbsen, u.a.) zum Tragen. Der Ehrgeiz im Trankbrau-Wettbewerb besser abzuschneiden sorgt somit für eine hohe Wiederspielwertigkeit und bestätigt die gelunge Spielidee und -mechanik! [Note] 5 von 6 Punkten. [Links] BGG: https://boardgamegeek.com/boardgame/244521/die-quacksalber-von-quedlinburg HP: https://www.schmidtspiele.de/de/produkte/details/product/die-quacksalber-von-quedlinburg-49341.html Ausgepackt: http://www.heimspiele.info/HP/?p=25980 [Galerie] http://www.heimspiele.info/HP/?p=26007
5 von 5

28.05.2018

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