Die Kolonisten

ArtikelNr.: 32-0048

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Der Kaiser hat euch mit der Aufgabe betraut, eine neue Gemeinde zu gründen und sie zu Glanz und Wohlstand zu bringen. Um ihm zu beweisen, dass sein Vertrauen in euch nicht unbegründet ist, entsendet ihr euren Verwalter ins Herz der Kolonie, damit er den Bau von Wohnstätten in Auftrag gibt, um Kolonisten in eurer Gemeinde zu locken.

Doch reicht es nicht, Kolonisten bloß herziehen zu lassen - ihr müsst ihnen auch Arbeitsplätze verschaffen. Also gilt es, Gebäude zu errichten, in denen eure Kolonisten arbeiten können. Dafür benötigt ihr Baustoffe, um die sich euer Verwalter kümmern muss, oder ihr lasst gleich eure Kolonisten Baustoffe produzieren...

Mit der Zeit werden die Aufgaben in eurer Gemeinde immer komplexer. Da gilt es, eure Kolonisten auszubilden und für die neuen Herausforderungen zu wappnen. So werden aus einfachen Bauern zunächst Bürger und aus wiederum erfolgreiche Kaufleute.

Sichert euch auch die Unterstützung entfernter Kolonien, indem ihr von ihnen Botschaften in eurer Gemeinde errichtet, und bringt eure Gemeinde so schneller als eure Konkurrenz zum ersehnten Wohlstand...



Spielmaterial:

    280 Baustoffe
    202 Gebäude
    140 Anschaffungen
    120 Kolonisten
    80 Versorgungsgüter
    72 Botschhaften
    62 Orte
    55 Taler
    40 Werkzeuge
    36 Lagerstätten
    28 Marktkarten
    16 Verwalter
    9 Kolonietableaus
    8 Speichererweiterungen
    4 Bilanzkarten
    4 Epochenkarten
    4 Gemeindepläne
    4 Grundlagererweiterungen
    4 Märkte
    3 Sonderbotschafter
    3 Übersichtskarten
    1 Anhang
    1 Einführungsspielregel
    1 Rundenanzeiger
    1 Rundenkarte
    1 Spielanleitung
    1 Startspielermarke
    1 Wertungsblock
Merkmal:

5 von 5 Sternen

Charakteristik

Glück
1 / 5
Strategie
5 / 5
Gestaltung
4 / 5
Suchtfaktor
4 / 5
Analoges Anno

Wie erklärt man am einfachsten "Die Kolonisten"? Eigentlich in dem man sagt: Das ist das PC-Spiel Anno in analoger Form. Damit kann man sich ausmalen, wie komplex, verzahnt und süchtigmachend dieses Spiel ist.



Für die Nicht-Anno-Spieler nun aber doch mehr als diese simple Erklärung.



Mithilfe von 3 verschiedenen Arbeitergruppen, die zwar mithin wertiger werden, jedoch auch teurer im Unterhalt, betreiben wir unsere eigene kleine Insel/Kolonie/Gemeinde. In dieser müssen wir so ziemlich alles selber machen. Holz hacken, Lehm abbauen, Werkzeuge schmieden und Brot backen. Wozu? Um wiederum wertvollere Gebäude zu schaffen, wie etwa ein Kasino oder ein Theater. Diese bringen uns letzten Endes Wohlstand in Form von Münzen und diese entscheiden am Ende, wer der Sieger ist.



Grandios an diesem Spiel ist, dass man nicht einfach direkt Bretter und Steine zur Verfügung hat, nein, es bedarf einer Infrastuktur. So wird Holz gefällt, dieses zum Schreiner gebracht und erst dann hat man die benötigten Bretter, die man für hochwertige Gebäude braucht. Das wäre per se nicht so kompliziert, wenn da nicht der Lagerraum wäre, der doch recht spärlich gesät ist. Man muss also genau abwägen, welchen Rohstoff man wann benötigt, was man produziert und worauf man fürs Erste noch verzichten kann.



Dadurch ergibt sich selbst bei gleichem Aufbau des modularen, sich selbst während des Spiels erweiternden, Spielplans jedes Mal ein neues Spiel mit dem Versuch, diesmal das Optimum aus den Gegebenheiten herauszuholen.



Das Spiel ist dadurch so perfekt, dass es herrlich rund läuft. Selbst wenn man absolut schlecht gespielt hat und Fehler über Fehler macht, ermöglicht das Spiel einem - mit schlechtem Ergebnis - zum Ende zu kommen, während man bei PC-Spielen dann wohl Game Over wäre.



Das Spiel durchläuft 4 Epochen. Mit jeder kommen neue Elemente hinzu und es wird komplexer. Hierbei ist es aber möglich, einzelne Epochen zu spielen und so Komplexität und Länge selbst zu bestimmen. Anfangs spielt man tendenziell nur eine Epoche (die erste), dann kann man sich steigern. Allerdings muss man bei 4 Epochen eingie Stunden in Kauf nehmen.



Eigentlich bin ich absolut kein Freund davon, Brettspiele alleine zu spielen, doch die Kolonisten spiele ich fast nur solitär. Das ist für mich Ersatz fürs digitale Zocken, fordert geistig und macht einen Heidenspaß, ohne dass man Downtime hat. Und sich selbst besiegen ist immer wieder ein schöner Sieg.



Zwei Negativpunkte hat das Spiel aber doch, wenn man denn welche sucht:

1. Die Downtime ist mit mehr als einem Spieler recht hoch.

2. Die Interaktion ist nicht so ausgeprägt. Der andere Spieler stört eher, als dass er Widersacher wäre.



Ein paar kosmetische Dinge, die mich dazu bewegen, das Spiel zu lieben:

1. Die Anleitung empfinde ich als gut geschrieben, spätestens mit dem Tutorial ist alles recht klar.

2. Man merkt, dass das Spiel von PC-Spielen abgekupfert wurde. Tutorials sind bei Brettspielen ja dann doch untypisch. Auch der Epochenein- und -ausstieg ist eine super Idee.

3. Anno war immer super, es fühlt sich genau so an, also ist es auch super.



Klar hat das Spiel - wie jedes Spiel - kleine Schwächen wie zu kleine Rohstoffplättchen und es wäre schön, wenn die modularen Hexagone größer wären, allerdings reicht dann wohl der Tisch nicht mehr aus, um das Spiel darauf unterzubringen.



Man bekommt jedenfalls ein riesige Menge Material und kummuliert wochenlange Beschäftigung auf höchster Stufe.



Ein Tipp aber aufgrund des Materials sollte nicht vergessen gehen: Holt euch eine Einlage zum Sortieren, sonst dauert der Aufbau einfach zu lang.


5 von 5

19.10.2018
Tolles Spiel 👍🏻
Das Spiel ist von den Mechaniken ausgereift , sehr abwechslungsreiche Bau und Aufwertungs Möglichkeiten . Einzige kleine negativ Punkte finde ich ein mal die Resourcen Plättchen sind sehr klein und die auf die Gebäude zu legen ist eine etwas nervige Fummel Arbeit. Oft werden dabei die Kolonisten umgeworfen oder die Gebäude verrutschen. Zweiter negativ Punkt ist die Anleitung die teilweise eindeutiger geschrieben sein könnte. Was im Anhang dann teilweise wieder kompensiert wird. Preis Leistung ist absolut Oky . Ich würde es mir immer wieder kaufen 👍🏻
5 von 5

23.08.2018
Bewertung der Abläufe/Mechaniken
Wie würde ich das Spieldesign bewerten? Vorteile (+) und Nachteile (-) ...
(+) für Wiederspielreiz: Der Wiederspielreiz ist durch die variable Auslage der Botschaften und den variablen Aufbau der Orte für lange Zeit gegeben. Weiter gibt es verschiedene Aufbauketten und Gebäudekategorien, die man nicht alle in jedem Spiel erreichen kann. Die spezialisierten oder breit angelegten abgeschwächten Strategien halten die Erkundungsfreude sehr lange aufrecht. Und nicht zuletzt erreicht man in jeder Partie mehr, was einem das Gefühl der Verbessrung gibt.
(+) für Alleinstellungsmerkmal: Workermovement, In jeder Epoche legt man Orte an, die der Kolonist mit seinen begrenzten Bewegungspunkten erreichen muss. Mit Hilfe bestimmter Ausbauten kann man alle Beschränkungen erweitern und an Stärke gewinnen. (weitere Kolonisten, Arbeiter, Bewegungspunkte etc. )
(+) für Kennervorteil / andauernde Lernkurve: Je öfter man Spielt und die Produktionspfade der Epochen kennt, je besser wird man.
(+) für Abwechslung ohne Erweiterung: In jeder Runde zieht man nur einen Teil der Botschaften, Errungenschafts- und Marktkarten. Das Ortsraster wird in jeder Epoche variabel weiter gebaut.
(+) für Strategieentwicklung: Man kann Strategien entwickeln und timen, ohne das der Glücksfaktor die Planung zunichte macht.
(+) für die Kompensation des Startspielervorteils
(+) für den Aufbaumechanismus: Verstärkung der Aktionen ist durch verschiedene Elemente/Gebäude/Regeln möglich
(+) für Spannung und Ballancing: Es wird erst kurz vor Ende klar wer gewinnt. Ist aber nur bei gleich guten Spielern gegeben.
(+) für Glücksausgleich: Die Ungewissheit der Errungenschaftskarten und der Pfad der gegnerischen Kolonisten ist angenehm klein. Man kann letztlich fast 100%ig planen. Die zufälligen Marktkarten gelten für alle und müssen aufgrund ihrer Parallelität zu den anderen Orten nicht eingeplant werden.
(+) für flexible Entscheidungen: Man kann seine Strategie ändern und in der Ortsauslage auf den Kolonisten des Gegners reagieren.
(+-) für mehrere Siegpfade: Sieg nur über profane Punkte. (keine alternativen Siegbedingungen) Punkte können aber auf unterschiedlichen Pfaden erreicht werden.nur profanes Siegpunkte sammeln
(+-) für crossing paths/Interaktion: Eher gering, aber auf dem Stadtplan bzw. über die Ortsaktionen und über die Botschaft der Aldruisten/Alchemisten.
(+-) für beschränkte Spieleranzahl: Dies gilt für jedes Spiel. Die Kolonisten spielt man je nach Geschmack mit maximal 1 – 3 Leuten, wegen der Downtime.
(-) für wenig Platz für das Ressoucenmanagement
5 von 5

22.08.2018
„DIE KOLONISTEN“ – FAZIT
Review-Fazit zu „Die Kolonisten“, einem komplexen Aufbauspiel.



[Infos]
für: 1-4 Spieler
ab: 12 Jahren
ca.-Spielzeit: 60-360min.
Autor: Tim Puls
Illustration: Klemens Franz
Verlag: Lookout Spiele
Anleitung: deutsch
Material: deutsch

[Download: Anleitung/Übersichten]
dt., engl.: http://lookout-spiele.de/downloads/#D (s. „Die Kolonisten“)
dt., engl., frz., holl.: https://boardgamegeek.com/boardgame/192836/colonists/files

[Fazit]
„Die Kolonisten“ wird als Kennerspiel mit episch strategischem Umfang deklariert und bietet enomre Materialfülle und durchaus beachtliche Spieltiefe. Dennoch polarisiert die Spielmechanik auch bei sogenannten Spielekennern und so kommt es zu teils durchwachsenen Wertungen. Bei uns erhält das Spiel gleich vorab gesagt eine 4.5 von 6 und wird damit auf aufgerundet. Dies liegt vor allem daran, dass die vielen Testrunden, trotz verschiedener Besetzungen, allesamt mit dem Spielprinzip und dem Verlauf zufrieden waren.

In „DK“ gilt es die eigene Kolonie in fernen Landen auszubauen und dabei via Verwalterfigur in der von allen gemeinsam genutzten und stetig wachsenden Stadtspielfläche für neue Güter, Produktionsstätten, diplomatische Beziehungen, u.v.a. umher zu wandern und entspr. Aktionen zu nutzen. Über 4 Epochen lang werden so die Kolonien der Spieler wachsen und auch die Einwohner entwickeln sich i.d.R. vom Bauern bis zum Kaufmann und können so immer bessere Waren herstellen, wollen aber auch immer besser versorgt sein.
Dieses sogenannte Worker-Movement und Aufbauprinzip kombiniert sich mit einer trickigen Lagerverwaltung, die den Spielern von Beginn an nur wenig Raum zum Agieren läßt und stetig beachtet und vergrößert werden will, um den Einschränkungen zu entgehen, die die erzwungene Abgabe von Rohstoffen z.B. mit sich bringt, wenn der Platz nicht reicht. Abwechslung findet sich nur bedingt durch zufällige Botschaftskarten und geringer Interaktion, wenn Mitspieler die Stadtplättchen besetzen, die man selbst gerne genutzt hätte. Ansonsten verläuft das Spiel in Grundzügen dann doch immer gleich und wiederholt sich an vielen Stellen, was sicherlich ein Grund für viele Spieler ist, die dem langsamen Aufbaufortschritt und „fine-tuning“ nichts abgewinnen können, Abstand zu nehmen. Wer sich aber in den Details verlieren mag, das Letzte aus seiner Produktionskette heraus zu holen, wird sich befriedigt durch alle Epochen hangeln oder auch mal nur durch 1, 2 oder 3, denn das Spiel läßt dies per Regel zu und ermöglicht so relativ variables Spiel. Auch solitär läßt sich das Aufbauspiel geniessen und bietet sich so auch sehr gut als Einstieg bzw. zum Üben an.

Das reichhaltige Spielmaterial ist an sich sehr wertig produziert, nur im späteren Spielverlauf werden die vielen, kleinen Marker etwas lästig, da sie vor allem in der Handhabung schwierig zu nutzen und zu fieselig sind. Die Anleitung wirkt auf jeden Fall strukturiert und der „Profi“ liest diese recht locker, der „normale“ Spieler wird sich aber hie und da etwas zwischen den Zeilen verheddern und sich erst im Spiel selbst dann die meisten Fragen beantworten.

„DK“ ist neu und doch alt, denn alles ist irgendwie schon da gewesen, aber hier nun teils schick neu verzahnt. Man merkt auch, dass der Autor sich viel Mühe mit dem Balancing gegeben hat und wer sich für derlei Spielmechanik begeistern kann, wird hier voll auf seine Kosten kommen. Zweifler sollten definitiv vorher probespielen, da sie u.U. sonst erschlagen und/oder enttäuscht werden könnten, eben je nach Erwartungshaltung!
Bei unseren Spielrunden kam „DK“ gut an und darf gerne in die Riege zu empfehlender, komplexer Spiele a la Caverna, Agricola, u.ä. aufgenommen werden.

[Note]
5 von 6 Punkten.

[Links]
BGG: https://boardgamegeek.com/boardgame/192836/colonists
HP: http://lookout-spiele.de/spiele/kolonisten/
Ausgepackt: http://www.heimspiele.info/HP/?p=22134

[Galerie]
http://www.heimspiele.info/HP/?p=24460
5 von 5

14.09.2017

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