Colt Express

ArtikelNr.: 16-0064

Für Kinder unter 6 Jahren nicht erlaubt
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Spiel des Jahres 2015


Im späten 19. Jahrhundert war die Eisenbahn des amerikanischen Westens ein beliebtes Ziel für Banditen. Mit waghalsigen Manövern sprangen sie auf die Waggons und in die Abteile hinein, um den ehrbaren Reisenden Geldbörsen und Schmuck zu rauben.
In Colt Express sind die Spieler diese Banditen, auf der Jagd nach fetter Beute. Jeder will das meiste Geld erbeuten. Doch die anderen Spieler und der Marschall machen ihnen die Sache schwer. Wer wird einen kühlen Kopf bewahren, sich in und auf dem Zug am klügsten bewegen und sich auf dem Raubzug keine Kugeln einfangen?

Nur ein Bandit wird es schaffen, der reichste Gesetzlose der Bande zu werden.



Spielmaterial:

    132 Karten
    26 Beuteplättchen
    10 Geländeteile
    7 Spielfiguren
    6 Waggons
    1 Lokomotive
    1 Spielanleitung
Merkmal:
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4.5 von 5 Sternen

Charakteristik

Glück
3 / 5
Strategie
4 / 5
Gestaltung
5 / 5
Suchtfaktor
4 / 5
Tolles Spiel
Tolle Abwechslung und definitiv ein Spielabend wert
5 von 5

14.08.2019
Abenteuer in 3D
Colt Express bietet aufgrund seiner Gestaltung ein neues, begeisterndes Spielerlebnis. In der Rolle von Räubern spielt man um den gewinnbringendsten Raub, muss dabei dem Sheriff aus dem Weg gehen und die Konkurrenz schwächen. Hoher Suchtfaktor und Spaß zu zweit oder auch zu mehreren!
5 von 5

12.12.2018
Glück und Cleverness
Eigentlich ist es nicht mein Ding, dass mein Zug vom Glück abhängt, ob der Gegner mich verschiebt oder in Ruhe lässt. Denn sowas führt schnell dazu, dass man irgendwo steht und einfach gar nix Sinnvolles machen kann.

Colt Express aber ist dank kurzer Züge und der Möglichkeit, schnell sein Pech auszugleichen, dennoch ein tolles Spiel. Man muss die Gegner beobachten, seine Karten clever einsetzen und dann abwägen, ob man ein Risiko eingeht oder doch eher vorsichtig agiert, um wenigsten kleine Beute zu machen.

Als Spiel des Jahres wirkt es zunächst recht trivial, doch auch Vielspieler können großen Spaß an dem Spiel haben. Das negative Deckbuilding (man bekommt in sein Deck nur Verschlechterungen durch die Gegner zugesteckt) ist etwas Ungewohntes und sorgt für Heiterkeit und Schadenfreude.

Sicher kein Spiel für den ganzen Abend, aber als Einstieg oder Ausklang ist es klasse.
3 von 5

27.06.2018
Räuber sein mal anders!
Glanzstück des Spiels ist natürlich das Spielbrett in Form eines echten Zuges aus Pappe. Im Allgemeinen als 3 D bezeichnet. In und auf diesem Zug wird mit Holzfiguren als Räuber gespielt. Einen Marshall gibt es ebenfalls. Dieser ist jedoch kein eigenständiger Spieler.

Ziel des Spiels ist es so viel beute wie möglich in Form von Geldsäcken/Geldkassetten zu ergattern.

In dem rundenbasierenden Spiel ist hervorzuheben das erst die Aktionen der Reihe nach durchgeführt werden, wenn alle Spieler sich für eine Aktion entschieden haben. Das sorgt für Spannung und schöne Überraschungen. Wir hatten an dem Spielprinzip eine Menge Freude. (Erweiterungen liegen bereits bereit :) )

Gestaltung des Spiels ist gut, in meinen Augen jedoch nicht als besonders zu bezeichnen.

Fazit: Für uns war das Spiel eine echte Überraschung.
5 von 5

24.04.2018
Wild West in 3D Brettspiel
Brettspiel in 3D Format. Ein Zug der erst zusammen gesteckt werden muss. Die Gestaltung gesamt ist einfach nur Wunderschön.

Jeder ist ein Bandit mit einer speziellen Fähigkeit. Es wird ein Zug ausgeraubt und muss sich vorm Marshal in acht nehmen. Wild Western Fans kommen durch die Gestaltung voll auf ihre kosten. Es werden die Zuggäste ausgebräubt und wer nach 5 Runden noch mehr Dollar geraubt hat, gewinnt das Spiel.

Das spielt dauert nicht lange. 5 Runden reichen da wirklich aus. Man könnte auch einfach mehr Runden spielen. Da genug Karten vorhanden sind um mehr runden zu spielen.
Man darf sogar auf die Mitspieler Schießen und zu schlagen. Wer die meisten Patronen verschossen hat ist der revolverheld und verdient sich noch ectra 1000$.

Spannend ist das jede Runde anders verläuft- Da jede Rundenkarte andere arten der Kartenauspielen und ein anderen Effekt zum Rundenende aufweisen. Strategisch lässt sich auch hier im vollen zuge nach spielen. Man muss planen was könnten die Mitspieler spielen und was haben sie schon gespielt, falls es kein verdecktes ausspielen laut Rundenkarte war. Dazu der Effekt zum Rundenende beachten.

Ein PLUS punkt ist auch, es lässt sich sogar zu zweit spielen, indem jeder zwei Banditen spielen muss. 2-5 Spiele, ab 10 Jahre ist ein tolles Familienspiel. Nur leider für kleinere Kinder, die die Optik vom Zug sehr spannend und toll finden, ist es nichts. Dafür ist das Spiel schon komplex.

Die Erweiterungen bringen neuen Spielspaß hinzu und mit einer Erweiterung ist es sogar bis zu 7 Spieler möglich zu spielen. Ein weiterer Bandit komm thinzu und man kann nun den Marshal spielen. Promo/Minierweiterungen sind auch vorhanden wie das Auto DeLorean von zurück in die Zukunft, das sehr gut ins Thema passt, wenn man die Filme kennt ^^. Nordpolbahnhof als 5te runde Karte, sowie Extra Kampfkarten (die es leider nicht mehr gibt), dazu andere Geldbeutel und Diamanten mit niedriegeren Werten gibt es zu kaufen. Sogar ein Haus als Bahnhof mit abstellplatz für die runden Karten für noch mehr 3D gestaltung. Spielmatte als untergrund mit Schienen gibt es sogar auch.

Hoffentlich kommt auch die 3te Erweitungen noch raus. Die wurde leider Oktober 2016 angekündigt und soll 2018 nun erscheinen. Für Fans ist dies zu erhoffen.
5 von 5

17.01.2018
Man fühlt sich wie im Wilden Westen
Atmosphärisches Spiel mit coolem Spielmaterial. Man plant als Bandit seinen Raubzug in mehreren Abschnitten und wenn alle mit ihren Planungen fertig sind werden die Aktionen ausgeführt. Und wenn man etwas nicht bedacht hat laufen alle Aktionen ins Leere. Das Spiel macht wirklich viel Spaß und mit den Spezialfertigkeiten die jeder Bandit mitbringt und den verschiedenen Rundenkarten läuft auch jeder Raub anders. Die Variante mit zwei Spielern ist o.k. aber jeder muss zwei Banditen spielen und dabei geht die Übersicht etwas verloren. Und wenn man doch mal noch etwas mehr Spannung oder Komplexität möchte gibt es noch zwei Erweiterungen sowie eine Promo mit dem DeLorean. Cool!
5 von 5

16.11.2017
Actionreiches Banditenspiel für 2-6 Spieler ab 10 Jahren von Christophe Raimbault.
Die Spieler überfallen als Räuber im Wilden Westen einen Zug und müssen hier soviel Beute wie möglich machen. Allerdings ist der Marshal nicht weit und versucht die Gesetzlosen dingfest zu machen. Und nicht nur das, die Spieler kämpfen natürlich auch gegeneinander auf und im diesem schönen 3D-Zug! Wer wird zum Revolverhelden und wird der reichste Bandit?


Spielvorbereitung:
Die Lok und deren Waggons werden zusammengebaut und anschliessend in die Tischmitte gestellt, dabei werden soviele (beliebige) Waggons an die Lok gehängt, wie Spieler teilnehmen. Für die Western-Atmosphäre werden dann noch die Papp-Steine und -Kakteen um den Zug herum platziert.
In die Waggons werden die dort angegebenen Beuteplättchen verdeckt abgelegt und der Marshal zusammen mit einer Geldkassette in die Lok gestellt - die zweite Geldkassette wird neben die Lok gelegt, für den Fall, dass sie später auch gebraucht wird. Ebenfalls neben der Lok werden die 13 neutralen Patronenkarten abgelegt.
4 der 7 Rundenkarten (entweder für 2-4 oder 5-6 Spieler) werden zusammen gemischt und eine zufällig gezogene Bahnhofskarte (der Zug kommt schliesslich auch mal am Ziel an^^) wird unten drunter gelegt und als Nachziehstapel vor den zufällig bestimmten Startspieler gelegt.

Die Spieler erhalten jeweils eine Charakterkarte nach Wahl (alle Charaktere bringen eine besondere Fähigkeit mit sich, z.B. darf Doc zu jedem Rundenbeginn 7 statt nur 6 Handkarten ziehen) plus deren Spielfigur, die dazugehörigen 10 Aktions- und 6 Patronenkarten (die Karte mit der vollen Kammer liegt dabei oben, usw.) sowie einen Geldbeutel im Wert von 250$, den sie verdeckt auf ihre Charakterkarte legen.

Der Startspieler ist Spieler 1, der nächste Spieler im Uhrzeigersinn Spieler 2, usw.! Die Spieler mit einer ungeraden Zahl stellen ihre Banditen in den letzten Waggon, die Spieler mit einer geraden Zahl stellen ihre Banditen in den nächsten Waggon davor.


Spielziel:
Der reichste Bandit zu werden!


Spielablauf:
Zu Beginn jeder Runde mischen die Spieler ihre Aktionskarten und ziehen von diesem Nachziehstapel dann 6 Karten auf die Hand. Dann deckt der Startspieler die oberste Rundenkarte auf und legt sie offen so aus, dass sie jeder gut sehen kann.
Die Rundenkarte gibt immer an, wieviele Spielzüge in dieser Runde anstehen und wie diese ausgeführt werden.

In jeder der 5 Spielrunden sind die Spieler, beginnend beim Startspieler, abwechselnd an der Reihe eine ihrer Aktionskarte auf den gemeinsamen Ablagestapel zu legen oder Karten nach zu ziehen (Phase 1). Danach deckt der Startspieler die Karten nacheinander auf und es werden deren Aktionen ausgeführt (Phase 2).

Phase 1:
Hier planen die Spieler ihren kommenden Raubzug, indem sie von ihren 6 Handkarten jeweils eine auf den gemeinsamen Ablagestapel für alle Spieler ablegen. Dabei gilt es die Reihenfolge der Spieler zu beachten, denn entsprechend werden die Karten später ausgeführt.
Die aktuelle Rundenkarte gibt dabei vor, wieviele Karten ausgespielt werden dürfen und ob diese offen oder verdeckt abgelegt werden.

Möchte ein Spieler einmal keine Aktionskarte ablegen, so darf er stattdessen auch 3 Karten von seinem Deck ziehen und auf die Hand nehmen - vllt. ist ja nun eine gewieftere Karte dabei^^.
Wurden entsprechend der Rundenvorgabe alle möglichen Karten abgelegt, endet diese Phase und noch evtl. übrige Handkarten werden zurück auf das eigene Deck gelegt.

Phase 2:
Wurden alle erlaubten Karten abgelegt, nimmt sich nun der Startspieler den Ablagestapel, dreht ihn vorsichtig um (so, dass die Reihenfolge auf keinen Fall verändert wird) und spielt nun die Karten der Reihe nach aus - so wie sie zuvor abgelegt wurden.
Jede Aktionskarte muss dabei ausgeführt werden, auch wenn sie zu dem Zeitpunkt vllt. keinen Sinn mehr macht und wird anschliessend an den entsprechenden Spieler zurückgegeben.

Aktionen:

- Bewegen; hiermit bewegt der Spieler seine Figur im Zug um einen Waggon nach vorne oder hinten und auf dem Zugdach um bis zu 3 Waggons vor oder zurück - die Lok zählt hier ebenfalls als Waggon.

- Ebenen-Wechsel; hiermit kann der Spieler seine Figur vom Dach in den Waggon bewegen oder vom Waggon auf das Dach - die Lok zählt hier ebenfalls als Waggon.

- Marshal; hiermit kann der Marshal um einen Waggon vor oder zurück bewegt werden.
Trifft der Marshal dabei auf eine Spielfigur, entweder weil ein Bandit den selben Waggon betritt (Bewegungs-Zwang!) oder der Marshal in einen Waggon mit Banditen kommt, flieht diese augenblicklich auf das Waggondach. Ein Bandit kann niemals im selben Waggon, wie der Marshal sein! Zudem erhält der Spieler der entsprechenden Figur eine neutrale Patronenkarte, die er auf sein Kartendeck legen muss.

- Feuer!; hiermit kann auf einen Mitspieler geschossen werden, wenn eine durchgehende Sichtlinie besteht, d.h., dass kein anderer Bandit im Weg steht.
In den Waggons darf so ein Waggon weit nach vorne oder hinten geschossen werden, auf dem Dach beliebig weit in jede Richtung. Es darf aber niemals jemand auf dem selben Feld beschossen werden.
Ist der anvisierte Mitspieler getroffen, erhält dieser die oberste Patronenkarte des Angreifers und muss sie auf sein persönliches Deck legen.

- Raub; hiermit nimmt sich der Spieler eine Beuteplättchen nach Wahl von dem Ort, an dem er gerade steht, sofern noch Beute vorhanden ist - auf dem Dach kann niemals Beute gemacht werden.

- Hieb; hiermit kann ein Spieler einen Mitspieler im selben Waggon bzw. auf dem selben Dach niederschlagen und dieser verliert augenblicklich eine Beuteplättchen, dass in den Waggon gelegt wird - der Angreifer nimmt sich dazu ein beliebiges Plättchen vom Opfer. Anschliessend wird der niedergeschlagene Bandit auf bzw. in einen benachbarten Waggon gestellt.

Wurden alle Aktionen aller Spieler ausgeführt, endet die laufende Runde. Nun werden noch evtl. Aktionen, die auf der aktuellen Rundenkarte abgebildet sind, ausgeführt (z.B. Taschendiebstahl, jeder Bandit, der alleine an seinem Ort steht, darf sich ein Beuteplättchen nehmen, sofern eines vorhanden ist). Der Spieler links vom aktuellen Startspieler wird neuer Startspieler und nimmt den Rundenkartenstapel zu sich. Die Figuren bleiben alle stehen, wie sie sind und es beginnt eine neue Runde.
Beim neuen Mischen der Kartendecks (Aktionskarten) dürfen die Spieler nicht vergessen, evtl. erhaltene Patronenkarte mit einzumischen!


Spielende:
Das Spiel endet nach der 5. Runde und die Spieler zählen die Werte ihre Beuteplättchen zusammen. Der Spieler, der die wenigsten Patronenkarten vor sich liegen hat, wird zum Revolverhelden gekürt und erhält mit diesem Titel 1.000$.
Der Spieler mit der größten Beute, gewinnt das Spiel.


Fazit:
Das derweil zum Spiel des Jahres 2015 gekürte Colt Express kann auf der ganzen Linie überzeugen. So sind nicht nur die sehr schöne Gestaltung und die eingängige Spielmechanik, sondern vor allem der enorme Spielspaß Grund für die andauernde Motivation es immer wieder erneut spielen zu wollen!
Dabei darf die Altersempfehlung sogar gerne auf ab 8 heruntergestuft werden, wie einige Testspiele bewiesen und zusammen mit den Varianten für Profis und 2-Spieler-Fans gibt es hier somit ein großes Portfolio an Spielgruppenzusammenfindungsmöglichkeiten *G* für Familien, Gelegenheitsspielern, Vielspielern und glücklichen Taktikern und Spaßforderer^^.

Das Regelheft will anfänglich erstmal über- und durchblickt sein, denn der Aufbau ist gut gemeint, aber beim ersten Draufschauen etwas irreführend, auch, dass Seite 6 vor Seite 5 kommt trägt dazu bei, nochmal genauer hinzusehen.
Aber wenn die Anleitung einmal komplett gelesen ist, offenbart sich die anfängliche Irrung als vorgedachte Zusammenfassung und alles klärt sich.
Die 3D-Eisenbahn will zudem vorsichtig zusammengebaut werden, dies liegt zum einen an den vielen Steckteilen aus Pappe, zum anderen aber auch an dezenten Produktionsfehlern der ersten Charge, bei der einige Pappgegenstücke schlicht zu groß bzw. unpassend gestanzt waren. Dies lässt sich aber inzwischen leicht beheben, wenn Asmodee dazu kontaktiert wird.
Immerhin passen aber alle Spielteile auch zusammengebaut genau in den Spielkarton, dank entsprechender Aufteilung und Kartonhöhe. Erwähnenswert sind da auch noch die übergroßen Spielcharakterbögen, die als Ersatz für die Charakterkarten dienen können und so mehr aufgeräumten Platz für den jeweiligen Spielbereich der Spieler bieten.

Einmal aufgebaut und einmal erklärt eröffnet sich den geneigten Western-Fans und Spielern dann ein geniales, weil einfaches und doch sehr forderndes, Spielprinzip.
Es entsteht oft der Eindruck, dass man von Fortuna gesteuert wird, doch dem ist mitnichten so, alle Entscheidungen liegen bei den Spielern selbst und deren Einschätzung ihrer Mitspieler :)!

Sollte jetzt ein Raub gewagt werden oder lieber die Flucht nach vorne ergriffen werden? Kann ein Hieb den Gegner außer Gefecht setzen, damit das einzige Beutestück mit der nächsten Aktion genommen werden kann oder wird ins Leere geschlagen, weil die andere Figur längst einen Waggon weiter ist, um dort lukrativere Beute zu machen?

Permanent muss man sich diesen und vielen anderen Fragen stellen, um möglichst taktisch (oder einfach geschickt und glücklich?^^) die Plünderung durch den Zug voraus zu planen.
Und als wäre das nicht genug, kommen noch diverse Vorgaben durch die Rundenkarten hinzu, denn es wäre ja auch zu einfach, sich die i.d.R. offen abgelegten Aktionskarten der Mitspieler zu merken, um die eigenen Pläne anzupassen.....aber zack! schon werden die Karten nur noch verdeckt abgelegt! Und zum Ende hin, gibt es dann auch noch weitere Ereignisse, die das fortlaufende Geschehen durchaus beeinflussen können, meiomei^^.
Die Planung obliegt also doch einigen Einflüssen, aber es ist alles steuerbar!

Die Spieldauer ist mit maximal 45min. bei entsprechender Besetzung angenehm kurz und wird sowieso nicht wirklich wahrgenommen, bietet das Spiel doch viel zu viel Ablenkung.

Die zu erwartende(n) Erweiterung(en) sollten dem Spielspaß noch zusätzlich Feuer geben können, obwohl edas nicht unbedingt nötig ist.
Rundum liegt hier ein würdiges SdJ und überhaupt tolles Spiel vor, bei dem so ziemlich alles stimmt und passt! Quasi einem Kaufbefehl gleich kommt damit die Empfehlung es sich unbedingt näher anzusehen, falls das noch nicht geschehen ist und ein schönes Plätzchen im Regal frei zu halten!




weiterführende Hinweise:
- Verlag: Asmodee
- BGG-Eintrag: https://www.boardgamegeek.com/boardgame ... lt-express
- HP: http://www.asmodee.com/ressources/jeux_ ... ress_2.php
- Anleitung: deutsch
- Material: sprachneutral
- Fotos (und lesefreundliche Text-Formatierung): http://www.heimspiele.info/HP/?p=12537
- Online-Variante: -
5 von 5

06.08.2015
Spiel des Jahres 2015
Colt Express ist das neue Spiel des Jahres 2015.

Es handelt sich bei Colt Express um ein Programmierspiel, bei dem man zuerst versucht, möglichst gut seine Züge zu planen, bevor man dann sieht, was letztendlich dabei herauskommt.

Aber von Anfang an. Colt Express ist ein Spiel für 2-6 Spieler. Jeder Spieler spielt einen Banditen, der mit den Banditen der anderen Spielern zusammen einen Zug überfällt und versucht, möglichst die meiste Beute zu machen. Jeder Bandit hat einen Spezialfähigkeit, die es ihm erlaubt, einen bestimmten Vorteil zu nutzen. Bei 2 Spielern wird eine Variante gespielt, bei der jeder Spieler 2 Banditen spielt. Die Banditen bewegen sich im Zug von Waggon zu Waggon, prügeln und beschießen sich, versuchen dem Marshall auszuweichen und Beutestücke an sich zu nehmen.

Das Spielbrett ist kein Spielbrett, sondern ein Zug, bestehend aus einer Lok und einer Anzahl Waggons, die der Anzahl der Spieler entspricht. Diese sind dreidimensionale Konstrukte, die jeweils ein Wageninneres und ein Wagendach besitzen. In Zug werden Beutestücke verteilt, Juwelen im Wert von 500$ und Geldsäcke im Wert von 250$ bis 500$, in der Lok startet der Marshall mit einem Koffer, der 1000$ wert ist.

Gespielt wird in mehreren Runden. Jede Runde besteht aus mehreren Aktionen, die jeder Spieler durchführen kann. Dazu hat jeder Spieler ein Deck von Karten, die die einzelnen Aktionen vorgeben. Dies sind zum Beispiel: Sich im Zug bewegen. Vom Inneren eines Waggons auf das Dach oder umgekehrt wechseln. Auf einen anderen Banditen schießen. Einem anderen Banditen einen Schlag geben. Oder ein Beutestück aufnehmen. Jeder Spieler zieht sechs Karten. Diese geben vor, welche Aktionen der Spieler in der Runde einsetzen darf. Dann legt jeder Spieler reihum eine Karte auf den gemeinsamen Ablagestapel. Mittels dieses Ablagestapels planen die Spieler, was sie später für Aktionen durchführen möchten. Die Figuren im Zug werden in dieser Phase noch nicht bewegt.
Die Planungsrunde wird spannend durch einige Besonderheiten, die in den jeweiligen Runden passieren können. Zum Beispiel sind enthalten manche der Runden Tunnel. Während der Zug quasi durch den Tunnel fährt, spielen die Spieler ihre Karten mit der Rückseite nach oben, so dass niemand sieht, was man gerade gespielt hat. Andere Möglichkeiten sind, dass die Spieler zwei Karten auf einmal spielen dürfen, um zwei Aktionen direkt hintereinander ausführen zu können. Oder alle Spieler, die sich am Ende des Zuges auf dem Dach befinden, werden durch einen Ladekran auf den letzen Waggon des Zuges gesetzt.

Nachdem die Planungsphase abgeschlossen ist, werden die geplanten Aktionen durchgeführt. Dazu wird der Stapel umgedreht, und die einzelnen Aktionen werden aufgedeckt und ausgeführt. Manche Aktionen laufen einfach nur ab, ohne dass die Spieler noch Einfluss darauf nehmen können (zum Beispiel der Wechsel auf das Zugdach), bei anderen können die Spieler noch entscheiden, wie genau sie vorgehen möchten, beispielsweise, auf wen sie schießen möchten, welches Beutestück sie aufnehmen möchten, oder in welche Richtung sie sich bewegen möchten. Man kann sich jedoch nie dazu entscheiden, die Aktion ganz ausfallen zu lassen. Man muss sie immer ausführen, selbst wenn das nachteilig für einen ist. So kann es dazu kommen, dass ein sorgfältig geplanter Zug durch Aktionen anderer Spieler plötzlich vollkommen durcheinander gerät. Man haut Löcher in die Luft, versucht Beute an sich zu nehmen, obwohl gar keine vorhanden ist, oder bewegt sich über sein Ziel hinweg. Auf der anderen Seite kann es aber auch passieren, dass man einen Fehler bei der Planung gemacht hat, und der ganze Zug scheint sich in Luft aufzulösen. Aber dann katapultiert einen ein Schlag eines anderen Banditen doch noch an die korrekte Stelle, und es läuft besser, als man es sich erhofft hat.

Eine Besonderheit ist noch die Möglichkeit, sich mit den Banditen gegenseitig zu beschießen. Wenn man eine Schußkarte gespielt hat und in der Ausführungsphase ein gültiges Ziel hat, bekommt dieser Spieler eine Patronenkarte des schießenden Spielers aus einem speziellen Deck. Am Ende bekommt der Spieler, der die meisten erfolgreichen Schüsse abgegeben hat, einen Bonus von 1000$. Der Spieler, der angeschossen wurde, muss die Patronenkarte in sein eigenes Deck aufnehmen. Diese Karte hindert ihn im weiteren Spielverlauf, weil er so eine Aktionskarte weniger hat. Hat man zu irgendeinem Zeitpunkt der Planungsphase keine Aktionskarte, die man einsetzen will oder kann, darf man, anstatt eine Aktion zu planen, drei neue Karten ziehen. Dann hat man in der Ausführungsphase eine Aktion weniger als die anderen, hat aber vielleicht dann doch die eine Aktion zur Verfügung, die man unbedingt ausführen wollte.

Das Spiel endet, nachdem fünf Runden gespielt wurden. Alle Banditen zählen zusammen, wie viel Beute sie gemacht haben. Der Spieler mit den meisten abgegebenen Schüssen erhält noch den Bonus. Der Bandit mit dem meisten Geld gewinnt.

Das Spiel kann schnell in absolutes Chaos ausarten. Die einzelnen Runden starten meist noch so, wie geplant, aber ziemlich schnell durchkreuzen die Aktionen der anderen Spieler die eigenen Pläne. Dazu kommen die Sonderfähigkeiten der Banditen, die nochmal für weitere Unberechenbarkeit sorgen. So können manche Banditen zum Beispiel durch das Dach schiessen, mit Hieben anderen Banditen Beute klauen, oder durch Schüsse die anderen Banditen einen Waggon weiterbewegen.

Das so erzeugte Chaos ist für manche Spieler ein großer Spaß. Für manche Spieler hingegen ist das ausarten in vollkommenes Chaos jedoch eher abschreckend.

Letztendlich muss jeder für sich selber wissen, ob einem dies gefallen kann oder nicht. Wenn man kein Problem damit hat, dass die eigenen Pläne schnell aus dem Ruder laufen, und sich vielleicht diebisch darüber freuen kann, dass man einen anderen Spieler vollkommen aus dem Tritt gebracht hat, für den ist Colt Express ein exzellentes Spiel. Leute, die lieber alles genau planen können möchten, und die es absolut nicht ausstehen können, dass bereits eine einzige Aktion eines anderen Spielers einen die komplette Runde versaut, ist dieses Spiel allerdings nichts.
4 von 5

01.08.2015

Neu im Sortiment