Cities Skylines

ArtikelNr.: 03-0457

Für Kinder unter 6 Jahren nicht erlaubt
Achtung: Für Kinder unter 36 Monaten nicht geeignet. Erstickungsgefahr!
30,99 €
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Ihr seid Bürgermeister einer neu zu entwickelnden Stadt. Zu Beginn steht ihr vor einer unbebauten Fläche. Schon errichtet ihr erste Wohn-, Gewerbe- und Industriegebiete und erschließt nach und nach neue Viertel. Doch eure Bautätigkeit bleibt nicht ohne Folgen. Neu hinzugezogene Einwohner erhöhen den Strom- und Wasserverbrauch. Daher müsst ihr kostspielige Kraftwerke investieren. Eure knappen finanziellen Mittel müsst ihr aber auch einsetzen, um Schulen und Kliniken zu bauen, den öffentlichen Nahverkehr zu entwickeln und Parks anzulegen. Nur so erfüllt ihr die Wünsche eurer Bürger. Angefangen mit einem einfachen Einstiegsszenario erbaut ihr in jeder Partie eine andere Stadt mit einzigartigen Gebäuden, um eine möglichst hohe Zufriedenheit eurer Bevölkerung zu erreichen.



Spielmaterial:

    120 Karten
    48 Gebietsplättchen
    37 Gebäudeplättchen
    30 Geldplättchen
    8 Verwaltungsmarker
    6 Spielplanteile
    1 Skyline mit 2 Steckfüßen und 2 Zufriedenheitsmarker
    1 Spielanleitung
    1 Startspieler-Zeichen
    1 Verwaltungstafel
Merkmal:

3 von 5 Sternen

Charakteristik

Glück
4 / 5
Strategie
5 / 5
Gestaltung
3 / 5
Suchtfaktor
3 / 5
Schöne Umsetzung des Videospiels mit der Schwierigkeitsstufe enorm
Dieses Wohngebiet sollte hier hin gebaut werden...oder eher dort? Ah, passt eh nicht, wir haben nicht genug Geld. Aber wenn wir die Industrie dort hinlegen dann... So ungefähr werden die meisten Gespräche am Tisch ablaufen, wenn Cities Skylines gespielt wird. Die Spieler*innen nehmen die Rolle von Stadtplanern ein und müssen gemeinsam eine Großstadt errichten. Das gelingt mit unterschiedlichen Bauelementen die nacheinander auf den freien Baubereich platziert werden müssen. Dabei gilt es jedoch mehrere Faktoren im Blick zu behalten: die Plättchen generieren immer irgendeinen Gewinn, haben jedoch auch immer spezifische Kosten. Die beeinflussten Faktoren sind Strom, Wasser, Müll, Zufriedenheit, Arbeitskraft, Verkehr und Kriminalität. Diese werden mit Reglern hin und hergeschoben und sollten im besten Fall immer im positiven Bereich oder ausgeglichen sein. Kann eine Bedingung nicht gebaut werden, weil es beispielsweise zu wenig Geld gibt, oder die Arbeitskraft fehlt, MUSS der Spieler/die Spielerin eine Karte für Geld ersetzen. Ist auch dies nicht möglich, da kein Geld mehr vorhanden ist, so ist das Spiel verloren - und das kann schneller gehen als man Bauprojekt sagen kann. Schafft die Spielerschaft es jedoch alle drei zu Anfang zugedeckten Bereiche freizukaufen und jedes Wohngebiet mit mindestens zwei Gebäuden zu belegen, kommt es zur Punkteabrechnung. Dann werden die Zufriedenheitspunkte gezählt und anhand einer Skala bestimmt, wie erfolgreich die Erschaffung einer Stadt war.

Pro:
+ Puzzleaspekt unterhaltsam und motivierend
+ wer das PC-Spiel kennt, wird mit dem Design vertraut sein (sehr nah am Originial!)
+ die verschiedenen Stadtplaner haben unterschiedliche Fähigkeiten
+ spezielle Gebäude mit passiven Fähigkeiten bringen taktische Würze
+ Module lassen das Spiel etwas schwieriger werden

Contra:
- der Schwierigkeitsgrad ist höllisch schwer
- es ist nicht leicht zu ermitteln weshalb man versagt
- die Puzzleteile verkannten manchmal ineinander
- die Ausstanzung des Spielmaterials ist nicht optimal
- außer Auswählen des Plättchens, aktivieren von Fähigkeiten oder Ersetzen von Karten ist spielmechanisch nicht möglich
- es gibt ein Alpha-Leader Problem
- bei langen Diskussionen kann sich die Spieldauer unnötig in die Länge ziehen

Fazit:
Die PC-Vorlage Citie Skylines setzte zur Erscheinung neue Maßstäbe in Sachen Stadtplanung: es musste an so vielen Stellen Optimierungsarbeit geleistet werden, dass das Spiel so erfolgreich wurde, dass selbst die Stadt Stockholm ihre reale Stadt mit der Software ihre Stadtplanung optimiert. Die Brettspielumsetzung hatte dementsprechend viel Druck auch nur annähernd dieses Gefühl und die Spieltiefe zu vermitteln. Der Verlag Kosmos ist dabei nicht unbedingt für letzteres bekannt. Und dennoch ist ihnen mit Cities Syklines gelungen den Charme des Videospiels aufzufangen und in den Mantel eines gehobenen Familienspiels zu packen. Zugegebenermaßen ist die Qualität des Spielmaterials nicht sonderlich hochwertig und gerade bei den Puzzleteilen stößt das manchmal sauer auf, wenn die einzelnen Teile nicht bündig anschließen. Auch die Schwierigkeit ist ein großes Problem von dem Spiel: obwohl es als Kernzielgruppe auf Familienspieler und Kennerspieler abzielt, ist die planerische Kompetenz die gefordert wird enorm hoch. Schlimmer noch, teilweise ist es Glückssache welche Karten man zieht. Im worst case bekommt man nur Karten, die man nicht verbauen kann. Paradoxerweise ist diese Schwierigkeit auch ein Motivationsfaktor für das Spiel: man möchte es zum Ende schaffen, man möchte eine florierende Großstadt erschaffen und so viele Punkte wie möglich umsetzen. Doch bis dahin ist vermutlich wiederholtes Spielen und ausklügeln angesagt.
3 von 5

18.02.2020

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