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Spiel des Jahres 1993


Bluff. Das LügeBetrügeSchätzmal Spiel

Lust auf ein Spielchen!? Fünf Würfel und ein Becher für jeden. Shake it! Ein abschätzender Blick, eine schnelle Hochrechnung - wie viel Fünfer sind wohl im Spiel!?
Die Wetten steigen, der Blutdruck auch. Wer legt hier wen rein!? Wer verliert als Erster die Nerven und fordert: Hoch die Becher? Jetzt sehens alle: Einer hat sich verzockt - und verliert so manchen Würfel. So bleiben nach und nach immer mehr Würfel - und Spieler - auf der Strecke.
Nur der coolste Bluffer hält durch.



Spielmaterial:

    30 gelbe Würfel
    6 Würfelbecher
    1 roter Anzeigewürfel
    1 Spielanleitung
    1 Spielplan
Merkmal:

4.5 von 5 Sternen

Charakteristik

Glück
5 / 5
Strategie
1 / 5
Gestaltung
3 / 5
Suchtfaktor
2 / 5
Gut für große Runden zum Ende eines Spieleabends
Bluff ist einer der Klassiker unter den kurzweiligen Würfelspielen. Hier kann gelogen werden und so das eigene Glück herausgefordert werden. Man kann das vorherige Gebot in einer Runde immer entweder um die angesagte Augenzahl oder um die Anzahl der jeweiligen Würfel überbieten. Dies macht das Spiel interessant, da jeder neue Schritt so schwerer zu erreichen ist als der vorherige. Trotz einem gewissen Potential, seine Wahrscheinlichkeiten abschätzen zu können, bleibt das Spiel trotzdem fast vollständig vom Glück abhängig. Das Lesen von Mitspielern oder bewusste Risikoaufnahme kommen in diesem Spiel kaum vor. In großen Runden, wenn diese zügig Ansagen, macht das Spiel dennoch Spaß und eignet sich da vor allem auf Reisen oder als Absacker nach einem längeren Spieleabend.
Ich finde, es gibt einige bessere Spiele, in denen man sein Glück herausfordern kann (push your luck). Bluff hat jedoch als Alleinstellungsmerkmal, dass es tatsächlich nur diesen einen Bluffingmechanismus beinhaltet, während die meisten anderen Spiele sich noch weiterer Mechanismen bedienen.
4 von 5

01.04.2020
Gut Geblufft
Bei diesem Spiel geht es um Warscheinlichkeiten ..... oder eien große Menge Glück!!

Jeder Spier hat 5 Würfel und muss nach dem Würfeln ansagen, wieviele Würfel seiner Meinung nach eine bestimmte Zahl zeigen. (Dabei zählen alle Würfel, bei 3 Spielern sind das 15 Würfel) Jetzt ist Rechnen oder schätzen angesagt!! Aber auch gute Mathematiker werden erfahrungsgemäß vom Restrisiko überrascht :D und sind keine automatischen Sieger.

Die Gebote der Würfelergebnisse gehen Reium und die Ansage des vorherigen Spielers muss überboten werden. Falls man nicht höher gehen möchte, müssen alle Spieler Zeigen was sie haben. Je nach ausgang der Würfelergebnisse muss man einige Würfel abgeben, was das einschätzen in den nächsten Runden nicht einfacher macht.

So get das bis nur noch ein Spieler Würfel über hat und damit der beste Bluffer war.
5 von 5

17.07.2014
VerBLUFFend einfach
Als Spiel des Jahres 1993 zählt Bluff definitiv zu den bekannten Klassikern. Wenn einem das Brettspiel nicht geläufig ist, kennt man aber dennoch irgendeine Abwandlung ob es nun Mäxchen heisst oder mit bzw. ohne Trinkstrafe :-)

Alle Spieler erhalten zu Spielbeginn einen Würfelbecher mit 5 Würfeln, auf dem Tipp-Plan der als Spielbrett ausliegt befindet sich der rote Würfel - bereit um den aktuellen Tipp anzuzeigen.

Zu Beginn würfeln ALLE Spieler gleichzeitig und prüfen ihren Würfelwurf unter dem Becher im Geheimen nur für sich selbst, dieser darf auch nicht geändert werden für diesen Durchlauf. Der Startspieler beginnt und kann den roten Würfel auf dem Spielbrett platzieren. Dabei gilt: der angezeigte Tipp zählt für ALLE aktiven Würfel unter den Würfelbechern, d.h. wenn man z.B. tippt Im Spiel befinden sich MINDESTENS 10 3er legt man den roten Würfel auf das Feld 10 und der rote Würfel zeigt die Augenzahl 3. Wichtig ist: Sterne zählen bei angesagten Zahlen als Joker und werden beim Auszählen mitgerechnet. Ausnahme: werden NUR Sterne gewettet, dann gelten auch nur diese in der Abrechnung.

Der Nächste hat jetzt jeweils 2 grundsätzliche Möglichkeiten.
-- Er kann es anzweifeln oder den Tipp erhöhen --
1) Zweifelt er den Tipp an, heben alle ihre Becher hoch und es wird gezählt wieviele (im Beispiel 3er inkl. Sterne als Joker) im Spiel sind.
--> Sind es mindestens die angesagt Anzahl, so verliert der Zweifler die Differenz zwischen angesagtem Tipp und tatsächlichen 3ern im Spiel (z.B. waren 10 3er angesagt, im Spiel waren 12 3er (inklusive Sterne), so gibt der Zweifler 2 seiner eigenen Würfel in die Spielbrett-Mitte ab).
--> Sind es weniger als die angesagte Anzahl, also hat der Tippgeber zuviel gewettet, so muss der Tippgeber die Differenz abgeben (z.B. waren 10 3er angesagt, im Spiel waren aber nur 6 3er (inklusive Sterne), so gibt der Tippgeber 4 seiner eigenen Würfel in die Spielbrett-Mitte ab). Derjenige der Recht hatte, ist als nächster mit der neuen Runde dran.

Will man nicht zweifeln, weil der Tipp vllt. auch noch realistisch scheint, kann man den Tipp erhöhen und selbst tippen. Dies kann man wieder auf zwei verschiedene Weisen.
--> Entweder man erhöht mindestens die Würfelaugen (z.B. von 10 3er geht man auf 10 4er oder auch 10 5er)
--> Oder man geht in der Anzahl (10 im Beispiel) hoch, damit kann man die Würfelaugen dann auch beliebig verändert werden (z.B. von 10 3er geht man auf 12 1er).

Man hat immer die Möglichkeit beim Erhöhen auch auf Sterne zu setzen, jedoch zählen dann auch wirklich nur diese. Bei getippten Zahlen von 1-5 zählen bei der Auswertung ja auch die Sterne als Joker dazu!

Nachdem die Würfelbecher aufgedeckt wurden, müssen alle Spieler wieder für die neue Runde würfeln. So geht es reihum bis zwangsläufig jeder mal Glück oder Pech hat und Würfel abgeben muss. Gewonnen hat der, der am Schluss als Einziger noch Würfel im Becher hat.

Schönes flottes Taktik, Bluff und Glücksspiel, wir spielen es unheimlich gerne, entweder zum Einstieg oder zum Ausklang - und Wahrscheinlichkeitsrechnung ist zwar nicht schlecht - aber durchaus nicht alles! :)
5 von 5

27.05.2013

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