ArtikelNr.: 154-0002

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Azul lädt dich dazu ein, die Wände des königlichen Palastes in Evora mit prunkvollen Fliesen zu verzieren.

Die ursprünglich weiß-blauen Keramikfliesen, genannt Azulejos, wurden einst von den Mauern eingeführt. Die Portugiesen vereinnahmten sie ganz für sich, nachdem ihr König Manuel I. bei einem Besuch der Alhambra in Südspanien von der Schönheit der schmuckvollen Fliesen geradezu überwältigt worden war. Sofort wies er seine Bediensteten an, dass die Wände seinen eigenen Palastes in Portugal mit ähnlich prachtvollen Fliesen zu verzieren seien.



Spielmaterial:

    100 Fliesen aus Kunstharz
    9 Manufakturplättchen
    4 Punktemarker
    4 Spielerablagen
    1 Spielanleitung
    1 Startspielermarker
    1 Stoffbeutel
Merkmal:

5 von 5 Sternen

Charakteristik

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Schickes Spiel mit elegater Schlichtheit
Azul ist ein abstraktes Strategiespiel, das aus der Feder des zweifachen „Spiel des Jahres“-Gewinners Michael Kiesling stammt. Dieser ist gerade in diesem Jahr ziemlich aktiv und so gesellt sich Azul zu weiteren Spielen, die Kiesling als Autor oder Co-Autor gestaltet hat, wie „Heaven & Ale“, „Reworld“ und „Riverboat“.
Allein die Schachtel von Azul sticht mit ihrem ansprechenden Design heraus, denn Azul ist vor allem auch ein Spiel für das Auge. Auch im Inneren der Schachtel darf man ein schön und sinnvoll gestaltetes Insert sowie die hübschen Spielsteine im passenden Stoffbeutel bewundern. Auf die Qualität der Komponenten wurde hier wirklich ausgezeichnet geachtet. Einziger Wer¬muts¬trop¬fen ist der Startspielermarker, der zwar auch eine Fliese darstellt, aber im Gegensatz zu den anderen nur aus schnöder Pappe besteht.
In Azul geht es thematisch darum irgendwelche portugiesischen Fliesen an eine Wand zu bringen. Da das Spiel wie oben erwähnt allerdings ein abstraktes ist, tut das Thema hier an sich eigentlich nichts zur Sache und hätte durch ein beliebiges anderes ersetzt werden können.
Das Spielprinzip ist simpel, die Anleitung entsprechend dünn. Das macht das Spiel besonders zugänglich, auch für Familien und Wenigspieler. Zu Beginn jeder Runde werden die „Manufakturen“ - von denen es je nach Spieleranzahl unterschiedlich viele gibt - mit 4 Fliesen gefüllt. In seinem Zug hat man nun folgende Wahl: Entweder alle Fliesen einer Farbe aus einer Manufaktur nehmen, wobei alle übrigen Fliesen in die Mitte wandern, oder alle Fliesen einer Farbe aus der Mitte nehmen. Die Fliesen, die man so eingesammelt hat, müssen in eine der fünf unterschiedlich langen Reihen auf dem eigenen Spielbrett gelegt werden. Sollte man mehr Fliesen nehmen als die Reihe Platz bietet, werden alle überschüssigen Fliesen nach unten in den Minuspunkt-Bereich gelegt. Reihum ist nun jeder Spieler dran, bis alle Fliesen der aktuellen Runde verbaut wurden. Im Anschluss wird wie folgt gewertet: Wenn eine Reihe komplett gefüllt ist, wandert die ganz recht Fliese der Reihe auf ihren entsprechenden Platz an der Wand. Punkte gibt je nachdem, wie viele Fliesen horizontal oder vertikal an die neu gelegte Fliese angrenzen. Extrapunkte gibt es am Ende des Spiels noch für volle Reihen, Spalten und Farben. Das Spiel endet, wenn ein Spieler eine der Reihen komplett mit unterschiedlichen Farben gefüllt hat (es werden also mindestens fünf Runden gespielt, da es 5 Spalten gibt). In einer Variante für fortgeschrittene Spieler gibt es die Möglichkeit, die Fliesen innerhalb einer Reihe frei zu platzieren, solange jede Farbe nur einmal vertreten ist.
Azul begeistert mich durch eine schlichte Eleganz, die ich schon bei Torres sehr gemocht habe. Die Regeln sind schnell erklärt, aber für das Ausführen des optimalen Spielzugs, kommt man doch schnell ins Grübeln. Man muss letztendlich erahnen, was die Mitspieler wahrscheinlich in ihrem Zug tun werden. Dabei sind alle nötigen Informationen offen verfügbar. Die Aufnahme und Interpretation dieser Informationen ist dabei allerdings die Herausforderung. Zudem muss man aufpassen, dass man nicht am Ende einer Runde einen Haufen Fliesen nehmen muss, die man nicht verbauen kann. Das kann einem einen schnell viele Minuspunkte einbringen. Das Spiel spielt sich auch zu viert sehr zügig, da man meist nie lange warten muss, bis man wieder an der Reihe ist. Unsere Spielzeit mit vier Spielern lag bei ca. 45-60 Minuten. Mit zwei Spielern ist das Spiel sehr direkt und taktischer und dauert nur ungefähr 20-30 Minuten.
Mit Azul hat Michael Kiesling wiedermal ein exzellentes Spiel entworfen, das einer der ersten Anwärter des „Spiel des Jahres“ 2018 sein dürfte. Die Komponenten verstecken die abstrakte Natur des Spiels nicht und machen es mit den leuchtenden Farben und schicken Mustern zu einem Hingucker auf jedem Spieltisch. Azul besticht mit dem Konzept „Leicht zu lernen, schwer zu meistern“, verzichtet dabei aber nicht komplett auf Zufallselemente.
Von mir gibt es dafür eine klare Kaufempfehlung.
5 von 5

08.11.2017

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