Auf den Spuren von Marco Polo

ArtikelNr.: 25-0066

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Wir schreiben das Ende des 13. Jahrhunderts, als die Händler Niccolo und Matteo Polo zu Ihrer zweiten Reise gen Osten aufbrechen. Mit dabei ist der junge Marco, Sohn von Niccolo Polo. Die Reise geschieht im Auftrag des großen Herrschers Kubilai Khan, der mehr über das Christentum erfahren will.
Die drei Polos reisen kreuz und quer , über Land, zur See, durch Wüsten und Gebirge, auf Kamelen und sogar Elefanten. Kurz, sie erfahren die aufregendsten Routen ihrer Zeit. Fast 25 Jahre ist Marco Polo unterwegs, bevor er Venedig wiedersieht. Seine wundersamen Berichte sollten zu den bekanntesten Abenteuern der Weltgeschichte werden.

In Marco Polo verkörpern die Spieler einen von vielen Charakteren, die mit und um Marco Polo gewirkt haben. Dabei starten Sie in Venedig und planen während des Spiels die eigenen Routen. Hier ist es entscheidend richtig abzuwägen, welcher Weg den meisten Erfolg verspricht... Direkt nach Peking? Oder doch lieber den teuren Seeweg über Sumatra einschlagen?
Neben diesen -in jedem Spiel neuen- strategischen Entscheidungen, stellt sich aber auch ständig die Frage, welche Aufträge gut sind und wo einem die Mitspieler in die Quere kommen.
Ob als Mönch Wilhelm von Rubruk, als Händler von Tabriz oder gar als Kubilai Khan selbst, welchen Charakter spielst du diesmal?



Spielmaterial:

    123 Holzteile
    53 Karten
    44 Aufträge
    40 Münzen
    26 Würfel
    16 Stadtboni und Stadteigenschaften
    10 Charaktere
    4 Spielerhilfen
    4 Spielertableaus
    1 Großer Spielplan
    1 Spielanleitung mit Beiblatt
    1 Startspielermarker
Merkmal:

4 von 5 Sternen

Charakteristik

Glück
2 / 5
Strategie
4 / 5
Gestaltung
4 / 5
Suchtfaktor
3 / 5
Individualfähigkeiten stören
Marco Polo reist durch Asien, etliche andere folgen. Dabei hat jeder eine eigene Stärke, die er sich bei der Reise zunutze macht. Eigentlich großes Potential für ein richtig gutes Spiel. Liest man die Kritiken, die meisten Bewertungen und fragt man etliche Spieler, wird man immer wieder Lob hören. Doch bei mir zündet der Titel einfach nicht.
Ich finde die unterschiedlichen Charaktere an sich bei Spielen gut, doch bei MP können die Individualfähigkeiten der Charaktere dazu führen, dass ein Spieler haushoch überlegen ist.
Wir haben mehrere Partien gehabt, in der sich die Vorteile so unglücklich verteilt haben, dass zwei Spieler etwa gleichauf waren, der dritte Spieler aber meilenweit vorausgerannt ist.
Das mag sich natürlich relativieren, wenn man mal alle Kombinationen durch hat und dadurch auch den einen oder anderen Kniff findet.
Lassen wir das aber mal beiseite und betrachtet die Grundmechanik des Spiels, beeindruckt Marco Polo und macht richtig Lust. Die Mechaniken sind gelungen (ich mag das Einsetzen von Würfeln in bestimmte Bereiche anhand ihrer Augen), man muss haushalten mit seinem Material und schon einige Züge voraus denken, um erfolgreich zu sein.
Schade, dass MP kein Spiel ohne Charaktere ist, es wäre sicher häufiger auf dem Tisch bei uns.
2 von 5

01.10.2019
Neuartiger Würfelmechanismus für Weltenbummler
Auf den Spuren von Marco Polo lässt die Spieler von Venedig aus in den Orient reisen, Handel treiben und Aufträge erfüllen, um der erfolgreichste im Gefolge des namensgebenden Abenteurers zu werden.

Das Spielbrett zeigt eine Landkarte mit Städten, zwischen denen die Spieler mit ihrer jeweiligen Spielfigur reisen. Im unteren Teil liegen Auftragskarten aus. Dazu gibt es eine Marktanzeige, auf denen die Spieler Waren (Gold, Seide, Gewürze) und Kamele erwerben können. Dazu 2 Orte für Geld sowie den Hof des mongolischen Khan.
Jeder Spieler verfügt über ein Ablagebrett mit Kontoren, einen Startauftrag, Startkapital, 2 Kamele, 2 Zielkarten, 5 Würfel sowie eine Charakterkarte, die jedem einen individuellen Vorteil bringt.

Zu Beginn einer Runde würfeln die Spieler ihre Würfel. Sollte das Ergebnis weniger als 15 betragen, so erhält der betroffene Spieler als Ausgleich fehlende Punkte als Geld/Kamele.
Der aktive Spieler wählt nun eine Aktion des Spielbretts aus, besetzt das entsprechende Feld mit der erforderlichen Anzahl an Würfeln und führt die Aktion aus. Grundsätzlich gilt, dass der niedrigste der eingesetzten Würfel die maximale Stärke der Aktion vorgibt, (setzt man z.B. auf dem Markt für Seide 2x1er Würfel ein, so erhält man eine Seide, setzt man eine 1 und eine 6, so erhält man ebenfalls nur eine Seide).
Dies können sein: Reisen (hier müssen 2 Würfel eingesetzt werden und Geld, in Abhängigkeit der Reiseweite. Erreicht man eine Stadt, setzt man eines seiner Kontore darauf und erhält gegebenenfalls einen Bonus); Markt (hier gibt es Kamele, Gewürze, Seide und Gold, sowie u.U. weitere Boni); Hof des Khan (ein hier eingesetzter Würfel muss mindestens gleich hoch sein wie die zuvor hier eingesetzten, dann bekommt man eine beliebige Ware sowie zwei Kamele); Aufträge (man nimmt sich 1-2 Aufträge, wobei ein hoher eingesetzter Würfel eine größere Auswahl ermöglicht); 5 Münzen nehmen; außerdem können Stadtkarten besetzt werden, sofern man ein Kontor in der betreffenden Stadt besitzt.

Ein besetztes blaues Würfel-Feld darf von weiteren Spielern besetzt werden, allerdings kostet dies Münzen in Höhe des niedrigsten seiner eingesetzten Würfel. Dieselbe Würfelfarbe darf nicht zweimal auf einem Feld sein.
Zusätzlich dürfen vor oder nach dem eigentlichen Zug beliebig viele Zusatzaktionen ausgeführt werden: Einen Auftrag erledigen (man gibt Waren/Kamele ab und erhält Punkte/Geld/Waren/etc.); einen Würfel verwenden, um 3 Münzen zu erhalten; ein Kamel abgeben, um einen Würfel erneut zu würfeln; 2 Kamele, um einen Würfel um einen Punkt zu verändern, 3, um einen schwarzen Würfel zu erhalten (man vergößert also seinen Würfelpool für die aktuelle Runde).

Nach 5 Runden endet das Spiel. Nun gibt es noch Punkte für: Jeweils 10 Münzen; je 2 Waren, sofern man ein Kontor in Beijing hat; für sein Kontor in Beijing; 7 Punkte für die meisten erledigten Aufträge; 5 Punkte, falls man 8 seiner Kontore gesetzt hat bzw. 10, wenn alle gesetzt wurden; für seine Zielkarten, sofern man in den angegebenen Städten Kontore hat.

->Fazit: Der Mechanismus der gemeinsam eingesetzten, aber verschieden starken Würfel ist eine Neuheit und funktioniert gut und ist spannend, das Reisen und der Handel mit orientalischen Waren ist thematisch wirklich gelungen.
Natürlich ist ein Funken Glück dabei, aber das einzige wirkliche Manko betrifft den Startspielerausgleich: I.d.R. reist der Startspieler als erste Aktion und hat durch die Städteboni daher meist einen Vorteil, wofür folgende Sieler einen besseren Ausgleich haben sollten (z.B. jeweils ein Kamel mehr als der vorhergehende Spieler, sowie 1x Gewürze, dann 1x Seide und dann 1x Gold).
Dennoch ein spannendes Spiel mit neuem Würfel-Mechanismus.
4 von 5

01.07.2019
(Unnötig?) Kompliziertes Eurogame
Auf den Spuren von Marco Polo ist ein Arbeitereinsetzspiel, in dem die Güte der Arbeiter zu Beginn jeder Runde ausgewürfelt wird. Die Würfelaugen bestimmen die Stärke des Arbeiters und geben so unterschiedlich wertvolle Einsetzmöglichkeiten auf unterschiedlichen Feldertypen vor. Dieses Konzept ist neu und wirklich interessant. Für bestimmte Pläne sind hohe Würfelzahlen oft von großem Vorteil, da sie stärkere Varianten der Aktionen ermöglichen. Sind Felder jedoch bereits von Mitspielern belegt, ist es oft deutlich interessanter kleine Würfelaugen zu verwenden, da die Kosten für das Nutzen einer Aktion dann geringer sind. Dieser Mechanismus bestimmt stark den Charakter des Spiels und trägt in meinem Empfinden sehr positiv zum Spielgefühl bei.
Die restlichen Aspekte des Spiels haben mich jedoch nicht wirklich überzeugt. Es ist richtig, dass die Fähigkeiten der einzelnen Charaktere stark asymmetrisch sind. Dies war zum Zeitpunkt des Erscheinens kein Alleinstellungsmerkmal des Spiels und ist heute bei noch mehr Titeln zu finden. Ich muss auch sagen, dass ich die unterschiedlichen Fähigkeiten für sich, gar nicht so interessant finde. Sie mögen im ersten Moment spielzerstörend erscheinen und dadurch interessant wirken. Im Endeffekt sind die Spielweisen der einzelnen Charaktere jedoch immer noch sehr ähnlich.
Weiterhin sind für mich keine interessanten Mechanismen im Spiel zu finden. Das Eintauschen von Ressourcen gegen Punkte und andere Ressourcen über Aufträge ist schon sehr oft verwendet wurden. Durch den Bonus für die meisten Aufträge sind diese mMn etwas zu stark, so dass ich andere Strategien als etwas schwächer einschätzen würde. Mir gefällt ein variabler Aufbau normalerweise sehr, in diesem Spiel finde ich ihn jedoch zu optionsreich, so dass für ein kompetitives Spiel sehr viel Zeit und Anstrengung in den Beginn des Spieles fließen muss (Auswahl der Reiserouten und Charaktere) bevor überhaupt der erste Zug getätigt werden kann.
Generell gibt es hier sehr oft mehrere Wege ein bestimmtes Spielziel zu erreichen. Die Kosten für diese unterschiedlichen Wege unterscheiden sich oft nur in einigen wenigen Münzen/Kamelen, machen also im Endeffekt keinen großen Unterschied aus. Man kann sich jedoch im Hinblick auf Optimierung sehr lange in einem Zug verlieren. Für mich ein deutliches Minus.
Das Artwork ist grundsolide und gefällt mir, stellt jedoch nichts besonderes dar. Das Material ist wie gewohnt von Hans im Glück sehr gut. Mir sagt das Spiel nicht zu, ich kann es jedoch interessierten Leuten trotzdem empfehlen, da es ein handwerklich sehr gutes Design ist.
3 von 5

10.10.2018
So viele Möglichkeiten
Anfangs war ich nicht so begeistert vom Spiel. Die Anleitung ist nicht schlecht, macht es aber komplizierter als es tatsächlich ist. Es gibt viele, teilweise ähnliche Symbole, die zunächst schwierig zu verstehen/unterscheiden sind. Besser ist es wahrscheinlich, die Grundregeln kurz erklären zu lassen und in einer Probepartie (ohne Charakterfähigkeiten) auf die Details einzugehen. Das Einarbeiten lohnt sich aber definitiv.

Ziel des Spiels ist es durch Handeln mit Waren (Erfüllen von Aufträgen) und Reisen möglichst viele Punkte zu erzielen. Jeder spielt dabei einen Charakter, der teilweise sehr unterschiedliche Spezialfähigkeiten hat. Im Grundspiel sind 8 Charaktere enthalten für 2-4 Spieler, wobei auch ein Solospiel z.B. um eine Höchstpunktzahl zu erreichen oder gegen einen Automata-Gegner nicht unmöglich ist. Durch die Erweiterung kommen 5 weitere Charaktere dazu und ein fünfter Mitspieler ist möglich. Es gibt auch noch zwei Minierweiterungen mit 4+1 weiteren Charakteren.

Je nachdem wie viele Handelsposten man durch Reisen errichten konnte, stehen einem diverse Möglichkeiten offen, seine Würfel einzusetzen und dafür Waren oder sonstige Boni zu erhalten. Selbst mit einem schlechten Würfelergebnis hat man normalerweise immer gute Optionen - der Glücksfaktor ist also sehr gering. Wobei das Spiel hier etwas täuschen kann. Man kommt quasi immer vorwärts und erhält z.B. durch erfüllte Aufträge teilweise auch wieder Kamele oder Waren zurück. Aber natürlich muss das immer im Vergleich zu den Gegenspielern gesehen werden, die vielleicht doch noch besser vorankommen und punkten. Aber zumindest gibt es keinen Frustfaktor, weil man gar nichts erreicht.

Das Spiel hat natürlich eine Lernkurve, die aber nicht zu hoch ausfällt. Selbst unerfahrene Spieler können nach 1-2 Partien schon gute Strategien entwickeln und den Vielspielern bleiben viele Wege bzw. Charaktere, um immer neue Taktiken zu entwickeln. Ein Vorteil ist auch, dass durch die Schlusswertung noch deutliche Veränderungen in der Reihenfolge möglich sind. Ohnehin ist es so, dass ein Führender keine Vorteile dadurch erzielt und es zu keinem Anhäufen von Folgevorteilen kommt.

Das Spiel ist schon kompetitiv, da viele Felder nur begrenzt bzw. gegen Aufpreis (erneut) besetzt werden können. So kann man dem Kontrahenten mitunter schon vor Probleme stellen. Aber es ist eigentlich nie so, dass man dadurch komplett ohne gute Möglichkeiten bleibt, da es genügend Aktionsfelder gibt, die immer - eben mehr oder weniger - positiv sind.

Die Spielzeit würde ich gerade zu Beginn höher ansetzen als die 20-25 Minuten pro Mitspieler, die der Verlag nennt. Eher 30-35 Minuten. Teilweise kann es ein wenig zum längeren Grübeln verleiten, gerade zum Ende hin oder wenn sich eine geplante Strategie zerschlägt, aber normalerweise nicht so heftig, dass es sehr störend wäre. Die Downtime überschreitet i.d.R. wenige Minuten nicht. Die meisten Züge gehen schnell von der Hand.

Das Spielmaterial ist sehr hochwertig und schön anzuschauen und war in unseren Partien immer ausreichend vorhanden. Lediglich das Regelheft übertreibt es ein wenig was die Farbenfrohheit anbelangt und die größeren Waren und Kamele sind etwas schwer auseinanderzuhalten. Das sind aber Kleinigkeiten, wenn man sich mal eingespielt hat. Wer also ein nicht zu kompliziertes und übermäßig langes Spiel sucht, das dennoch Tiefgang und viel Abwechslung bietet, dem kann ich Auf den Spuren von Marco Polo nur empfehlen.
5 von 5

04.09.2018
Etwas anderes Ressourcenmanagement
In Marco Polo spielt jeder Spieler einen Charakter mit unterschiedlichen Fähigkeiten. Diese Fähigkeiten sind teilweise extrem stark und bestimmen die Spielweise für den jeweiligen Charakter.
Letztendlich ist es das Ziel, in möglichst vielen Städten Handelsposten zu errichten, die wiederum verschiedene Boni ermöglichen. Kernmechanismus ist jedoch das Einsetzen von Würfen für verschiedene Ressourcen. Hierbei würfelt jeder Spieler jede Runde alle seine Würfel und setzt diese dann (wie bei einem Worker Placement Spiel) auf verschiedene Felder ein. Anzahl der Würfel und Augenhöhe bestimmen hierbei oft, welche Ressourcen man wie oft erhält.
4 von 5

06.03.2018
Suchtpotential
Ich bin als Vielspieler normalerweise kein Freund von Würfeln. Umso mehr liebe ich dieses Spiel, da es erstaunlicherweise trotz des vermeintlich hohen Glücksfaktors (Meine Arbeiter sind 5 Würfel, die ich in jeder der 5 Runden neu würfeln, und dann das beste aus den Zahlen machen muss) hoch strategisch ist. Der Glücksfaktor wird extrem gut ausgeglichen durch den Benefit bei niedrigen Würfen (die Differenz zwischen 15 und deinem Wurf wird in Kamelen und Geld ausgeglichen), dem Faktor, das für das Reisen (meistens) eher niedrige Zahlen benötigt werden und der Möglichkeit, mit Kamelen die Zahlen zu modifizieren.
Und dann noch die extrem unterschiedlich zu spielenden Charaktere, die immer anderen Sonderfelder in den Städten und, und , und..... ein unglaublich abwechslungsreiches Spiel, das immer wieder auf den Spieletisch kommt.
1 von 5

22.10.2017
Würdiger DSP-Sieger!
Krankhaft genial! Denn, je öfter man es spielt, desto besser gefällt es einem. Sehr hoher Wiederspielreiz, durch die vielen verschiedenen Stadtkarten und Charaktere, da jedes Spiel anders wird. Spitze!
5 von 5

15.06.2016
Fantastisches Kennerspiel, das viel zu bieten hat
Auf den Spuren von Marco Polo ist ein Worker-Placement Spiel, in dem Würfel als Worker fungieren, für 2 bis 4 Spieler.
Würfel als Worker klingt zwar nach einem absoluten Glücksspiel, das ist hier jedoch nicht der Fall. Zwar wirken sich die Würfelergebnisse auf die Möglichkeiten und den Umfang aus, mit dem man Aktionen ausführen kann, die verschiedenen Aktionen sind aber sehr genau aufeinander abgestimmt, sodass immer die Möglichkeit besteht etwas zu tun, dass dem Spieler weiterhilft, auch wenn man ein schlechtes Würfelergebnis hat.
Die Aktionen, die in Auf den Spuren von Marco Polo zur Verfügung stehen sind recht einfach, sie bestehen größtenteils aus Reisen und dem Handeln verschiedener Güter. Wenn sich in der Runde jemand befindet, der das Spiel schon kennt, ist es auch sehr schnell erklärt und somit sehr einsteigerfreundlich.
Was das Spiel wirklich spannend macht, sind die unterschiedlichen Charaktere, die den Spielern zugeteilt werden. Jeder dieser Charaktere hat eine eigene Spezialfähigkeit, die das Spiel für jeden Spieler grundelegend anders macht und somit einen hohen Wiederspielreiz bietet. So kann es zum Beispiel sein, dass einer der Spieler seine Würfel niemals werfen muss, sondern sie immer auf ein beliebiges Ergebnis drehen kann. Die Charaktere sind jedoch alle sehr genau balanciert und keiner der Spieler hat einen Vorteil gegenüber den anderen.

Alles in Allem ist Auf den Spuren von Marco Polo ein ausgezeichnetes Strategiespiel für Kenner, dass man aber meiner Meinung nach auch mit Neulingen gut zu spielen ist.
Die Auszeichnung mit dem deutschen Spielepreis 2015 hat es auf alle Fälle verdient.
5 von 5

12.11.2015
Leichter als man vermuten würde
Leider wurde dieses Spiel nicht auf die Nominierungsliste zum Kennerspiels des Jahres 2015 mit aufgenommen sondern nur auf die Empfehlungsliste. Dabei ist im Grunde das Spiel gar nicht so komplex. Wenn einer in der Gruppe, der das Spiel schon einmal gespielt hat es den anderen Mitspielern erklärt ist das Spiel recht einfach zu verstehen. Damit ein Spiel gefällt muss man es nicht gleich von Anfang an beherrschen es genügt schon die Grundzüge zu verstehen und zu wissen, worauf man ein wenig achten muss. Bei weiteren Partien kann man dann versuchen das optimale aus seinen Zügen rauszuholen und wird die Vorteile zu schätzen wissen, das jedes Spiel immer ein wenig anders verläuft. Dies ist ein großer Pluspunkt des Spieles. Die vielen Charakterkarten im Spiel unterscheiden sich deutlich voneinander und es ist eine Freude jeden Charakter mal spielen zu dürfen da das Erlebnis mit dieser Person sehr viel Spaß macht beim Entdecken der Vor- und Nachteile. Auch dass das Spielbrett jedesmal anders aufgebaut ist, da die Stadtkarten immer wieder neu verteilt werden und viele Karten in einer Partie noch nicht mal vorkommen sind große Stärken des Spiels. Für mich ist dieses Spiel ein Highlight 2015 für anspruchsvolle Spieler.
5 von 5

21.05.2015
Würfel-Workerplacment-Spiel für 2-4 Spieler ab 12 Jahren von Daniele Tascini und Simone Luciani.
Die Spieler sind als Gefährten Marco Polos mit ihm auf seinen langen Reisen unterwegs und besuchen aussergewöhnliche Städte und führen dabei lukrative Aufträge durch. Durch geschicktes Agieren erhalten sie Privilegien und andere Vergünstigungen und steigern so nach und nach ihre Punktzahl, um am Ende der erfolgreichste Begleiter zu sein.


Spielvorbereitung:
Das Spiel bringt reichlich Material mit, das anfänglich erstmal gut sortiert und vorbereitet werden will.

Der Spielplan wird in die Tischmitte gelegt, die 50er/100er-Punkteplättchen (falls jmd. die Punkteleiste sprengt^^) kommen neben die 50 der Punkteleiste und 7 der 10 Kontorbonusplättchen werden zufällig auf jede große Stadt offen abgelegt, die restlichen Plättchen werden nicht benötigt.
Die 18 Zielkarten werden gemischt und als verdeckter Nachziehstapel bereit-, das Geld als Bank zur Seite und die Waren (Gold, Pfeffer, Seide, Kamele in 1er und 3er - Größen) sortiert als Vorrat beiseite gelegt.
Von den 31 Stadtkarten werden 9 zufällig auf den Stadtkartenfeldern offen ausgelegt, der Rest kommt aus dem Spiel. Die 6 Stadtbonus-Marker werden gemäß ihren Buchstaben auf die 6 kleinen Städte verteilt.
Die Auftragsplättchen (rot) werden gut gemischt und in 5 Stapeln (a 6 Plättchen) am Spielplanrand platziert, von diesen wird ein Stapel genommen und dessen Plättchen offen auf die 6 Auftragsfelder des Spielplans gelegt. Die übrigen 8 Plättchen werden etwas abseits des restlichen Materials verdeckt abgelegt.
Die 5 schwarzen Würfel werden auf den Würfelablagefeldern platziert und der weiße Würfel sowie die beiden Handelsposten und die vier farbigen Figuren kommen zunächst beiseite - sie werden evtl. bei Nutzung bestimmter Charakte benötigt.

Die Spieler erhalten jeweils in ihrer Wunschfarbe ein Spielertableau, 9 Handelsposten, die auf dem Tableau auf den vorgegebenen Feldern abgestellt werden und ein Start-Auftragsplättchen (blau), welches auf das Feld für aktive Aufträge des Tableaus gelegt wird.
Von seinen zwei Figuren stellt der Spieler eine auf Feld 0 der Punkteleiste und die andere auf das Stadtfeld Venezia. Die 5 Würfel in seiner Farbe legt der Spieler oben auf sein Tableau ab und die Startvorräte in sein Lager (jeder erhält 2 Kamele und Geld, der Startspieler 7 und jeder Nachfolgende 1 mehr).
Ausserdem erhält jeder noch verdeckt 2 Zielkarten (diese bringen dem Spieler am Ende zusätzliche Siegpunkte, wenn er die angegebenen Bedingungen erfüllt), eine Übersicht und wählt sich eine Charakterkarte aus.
Die Charakterkarten werden je nach Spielart und -teilnehmer zuvor ausgesucht und offen bereitgelegt. Sie bieten allesamt bestimmte Vorteile, die die Spieler im Laufe der Runden gut nutzen können (z.B. Kubilai Khab, der gleich in Bejing, statt in Venezia startet und dort auch schon einen Handelsposten abstellen darf, oder Matteo Polo, der zu Anfang jeder Runde den weißen Würfel erhält und zu seinen 5 anderen mitbenutzen kann und obendrein erhält er in jeder Runde den obersten Auftrag vom zur Seite gelegten Sonderstapel).

Der gewählte Startspieler erhält noch die Pappsanduhr.

Zu allen Karten gibt es eine extra Übersicht, die die Charaktere, Ziele und Symbole genauer erklärt.


Spielziel:
Die meisten Punkte zu erreichen!


Spielablauf:
Der aktive Spieler führt Aktionen aus, indem er seine Würfel einsetzt.
Dazu würfelt jeder bei Zugbeginn seine 5 Würfel einmal und kann sie dann anhand ihrer Augenzahl für bestimmte Aktionen auf dem Spielplan nutzen.
Hat ein Spieler mit allen 5 Würfeln zusammen eine Summe von unter 15 erhalten, erhält er pro fehlendem Punkt (zur 15 hin) einen Ausgleich in Form eines Kamels oder einem Geld.

Um einen Zug durchzuführen, muss der Spieler mindestens einen seiner Würfel - sofern noch vorhanden - auf ein Aktionsfeld setzen, dabei ist es zunächst egal, ob dieses noch frei oder schon besetzt ist.
Vor oder nach dieser Aktion, dürfen auch noch Zusatzaktionen durchgeführt werden (s.u.)!
Hat der aktive Spieler Würfel eingesetzt oder gepasst, weil er keine Würfel mehr hat, folgt der nächste Spieler im Uhrzeigersinn. Dies geht solange reihum weiter, bis alle Spieler ihre Würfel abwechselnd eingesetzt haben oder passen müssen.

Die Aktionen:

1) 5 Geld nehmen
Setzt der Spieler einen beliebigen Würfel auf dieses Aktionsfeld, erhält er 5 Geld aus dem Vorrat.
Ist das Feld bereits besetzt, kann der Spieler dennoch einen Würfel (auf den vorhandenen) setzen, wenn er die Augenzahl geldwertig bezahlt (Bsp.: 2 gewürfelt = 2 Geld bezahlen, 5 Geld bekommen).

2) Zum Markt gehen
Um Aufträge erfüllen zu können, benötigen die Spieler Waren - diese erhalten sie am Markt. Die Waren können später auch in Geld, Punkte oder Kamele getauscht werden und am Ende des Spiels können sie auch extra Siegpunkte bedeuten.

Der Spieler setzt hier 1-3 beliebige Würfel ab und entsprechend der niedrigsten Augenzahl der abgesetzten Würfel, erhält er X Waren. Die genaue Anzahl (und evtl. Boni) entnimmt man der oberen Zeile dieses Aktionsfelds.
Setzt er z.B. 2 Würfel auf die Reihe für Seide mit den Werten 2 und 3, erhält er hier 2 Seide. Setzt er z.B. 1 Würfel auf die Reihe für Pfeffer mit dem Wert 5, erhält er 3 Pfeffer und 2 Geld.
Gelegentlich kann es Sinn machen, auch eine Spalte mit weniger Waren zu wählen, als man nehmen könnte, wenn man so an einen Bonus gelangt.
Die Waren legt der Spieler dann ins Lager auf seinem Tableau.

Sollte die gewünschte Reihe besetzt sein, legt der Spieler seine Würfel auf die vorhandenen und zahlt den Wert des niedrigeren (eigenen) Würfels in den Vorrat, bevor er sich seine Waren nimmt.

Der Markt ist auch eine gute Quelle, um schnell (und i.d.R. günstig) an Kamele zu gelangen, welche immer wieder benötigt werden (z.B. beim Reisen oder Bezahlen bestimmter Stadt- und Zusatzkarten).

3) Die Gunst des Khans
Hier setzt der Spieler nur genau einen Würfel ab und darf sich dann eine Ware seiner Wahl und 2 Kamele nehmen.
Liegt hier schon ein Würfel, muss der Wert des folgenden Würfels größer-gleich sein, um auf das nächste freie Feld gesetzt werden zu dürfen (Bsp.: auf eine ausliegende 4 muss mindestens eine 4 folgen, oder 5, 6 - wer hier als Erster eine 6 ablegt, sperrt u.U. das Feld für die Mitspieler). Insgesamt stehen hier nur 4 Felder zur Verfügung!

4) Aufträge nehmen
Der Spieler setzt hier einen Würfel ab und nimmt sich 1 oder 2 Auftragsplättchen, die er dann auf seinem Tableau auf die beiden Felder für aktive Aufträge ablegt.
Hat er kein Feld mehr zum Ablegen frei, muss er Platz schaffen, indem er Auftragsplättchen unter den Reservestapel schiebt (anfänglich abseits gestellt, s.o.)!

Welche/n Auftrag/Aufträge er nehmen kann, hängt dabei wieder von der Augenzahl des abgelegten Würfels ab. Denn der Augenzahl entsprechend, nimmt er den/die Auftrag/Aufträge aus den passenden Spalten, welche oberhalb jeweils mit den zugehörigen Werten beschrieben sind. Feld 5 und 6 bringen dem Spieler darüber hinaus noch Boni in Form von 1 Geld oder 1 Kamel bzw. 2 Geld oder 2 Kamele.
Dabei darf immer bis zu dem Feld, das dem Würfel entspricht gewählt werden, also bei einer 4 z.B., stehen die Felder 1-4 zur Wahl.
Wurden Aufträge entfernt, rücken die übrigen Plättchen nach links auf.

Liegt hier schon ein Würfel, wird der eigene Würfel auf diesen gelegt und der der Augenzahl entsprechende Geldbetrag in den Vorrat bezahlt.

5) Reisen
Der Spieler legt hier zwei Würfel ab, um seine Spielfigur über die Landkarte bewegen zu können.
Entsprechend der Aktionsleiste, darf der Spieler seine Figur gemäß der niedrigeren Augenzahl der beiden Würfel fortbewegen (Bsp.: eine 3 erlaubt 3 Felder, eine 5 5 Felder). Allerdings müssen dafür Reisekosten bezahlt werden, die dort ebenfalls abzulesen sind (Bsp.: bei der 3 12 Geld, bei der 5 18 Geld).
Es ist erlaubt, weniger weit zu reisen, als möglich, aber es muss immer mindestens 1 Feld weitergezogen werden.

Nun kann die Spielfigur um entsprechend viele Felder auf der Landkarte von Ort zu Ort bewegt werden.
Zwischen den Orten sind häufig weitere Abgaben (in den allgemeinen Vorrat) zu leisten, in Form von Geld oder Kamelen.
Eine Bewegung muss dabei immer zu Ende geführt werden, also zu einer Oase, einer kleinen oder großen Stadt hin, man darf nicht zwischen 2 Orten stehen bleiben.

Erreicht der Spieler hierbei eine große Stadt, muss er einen seiner Handelsposten (vom Tableau) hier absetzen! Ab der nächsten Runde kann er mit seinen Würfeln auch die hier ausliegende Stadtkarte besetzen und deren Effekt nutzen.
Erreicht der Spieler hierbei eine kleine Stadt, muss er ebenfalls einen seiner Handelsposten (vom Tableau) hier absetzen! Er erhält sofort und zu Beginn jeder folgenden Runde den Bonus des dort ausliegenden Plättchens ausgeschüttet.
Erreicht er eine Oase, passiert nichts weiter.

Wenn die Handelsposten genommen und abgesetzt werden, ist die Reihenfolge zu beachten, in der sie vom Tableau genommen werden. So müssen die Handelsposten immer von links oben beginnend abtransportiert^^ werden. Wer seinen 8. Handelsposten platziert, erhält 5 und beim Neunten 10 extra Punkte!
Wird eine Stadt nur durchquert, muss hier kein Posten etabliert werden, sondern immer nur in der Stadt, in der die Reise endet.

Der erste Spieler, der in einer großen Stadt einen Handelsposten platziert, erhält den dort ausliegenden Kontorbonus, nimmt sich die entsprechende Vergütung und legt das Plättchen aus dem Spiel.

Sollte ein Spieler erneut Handelsposten setzen müssen, wenn er keine mehr auf dem Tableau hat, muss er einen Beliebigen entsprechend versetzen.
In Venezia wird nie ein Handelsposten platziert.

Der Spieler, der als letzter in der Runde eine Reise getätigt hat, wird in der nächsten Runde neuer Startspieler!

6) Die Stadtkarten
Jede große Stadt besitzt eine Stadtkarte und sobald ein Spieler hier einen Handelsposten abgestellt hat, kann er diese durch Einsetzen eines Würfels mitbenutzen.
Die Aktion einer Stadtkarte kann pro Runde immer nur einmal von einem Spieler genutzt werden!
Die verschiendenen Effekte sind auf der zugehörigen Übersicht ausführlich erklärt (z.B. gibt es einen Effekt, der gegen Bezahlung von einem Kamel und einem Geld 4 Siegpunkte einbringt, darüber hinaus kann dieser Effekt so oft genutzt werden, wie die Augenzahl vorgibt).

HINWEIS: auf keinem Aktionsfeld darf derselbe Spieler mehrmals Würfel einsetzen. Jede Spielerfarbe darf nur einmal pro Aktion vertreten sein!
Die zusätzlich verfügbaren schwarzen Würfel und den Weißen dagegen kann ein Spieler durchaus auf Aktionsfelder, die er schon genutzt hat, setzen!

Zusatzaktionen:

- Auftrag ausführen; Auftragsplättchen sind immer gleich aufgebaut, auf der linken Seite steht, was bezahlt werden muss (Kamele, Waren,...) und auf der rechten Seite steht, was man dafür erhält.
Es können nur Aufträge ausgeführt werden, die auf den Feldern für aktive Aufträge des eigenen Tableaus ausliegen und der Spieler muss über alle erforderlichen Waren auf einmal verfügen!
Nachdem der Auftrag abgeschlossen wurde, wird er verdeckt rechts unten auf die Schublade des Tableaus gelegt. Bei Spielende gibt es 7 Siegpunkte für denjenigen, der die meisten Aufträge erledigt hat.

- 3 Geld nehmen; hier wird ein beliebiger Würfel benötigt, der auf das Geldsäckchen auf dem Spielplan abgestellt wird. Unabhängig davon, ob oder wieviele Würfel hier schon liegen, erhält der Spieler einmalig 3 Geld.

- 1 Würfel neu würfeln; wenn der Spieler ein Kamel abgibt, darf er einen seiner Würfel erneut werfen.

- 1 Würfel um 1 herauf oder herunter drehen; für die Abgabe von 2 Kamelen, kann der Spieler einen seiner Würfel entsprechend korrigieren.

- 1 schwarzen Würfel nehmen; für 3 Kamele, kann sich der Spieler sofort einmalig einen(!) schwarzen Würfel nehmen, ihn gleich würfeln und zu seinen übrigen auf dem Tableau ablegen und entsprechend nach Bedarf einsetzen. Am Ende einer Runde werden alle schwarzen Würfel wieder zurück auf den Spielplan gelegt.

Zusatzaktionen dürfen generell mehrmals ausgeführt werden (abgesehen vom schwarzen Würfel nehmen)!

Haben alle Spieler alle Würfel eingesetzt, endet die laufende Runde.
Nun werden alle noch ausliegenden Aufträge entfernt und die Auslage mit einem neuen Stapel Auftragsplättchen befüllt. Schwarze Würfel kommen zurück auf ihren Platz auf dem Spielplan und die Spieler nehmen alle ihre Würfel wieder zu sich.

Der (evtl. neue) Startspieler beginnt die nächste Runde.


Spielende:
Das Spiel endet nach der 5. Runde und es folgt die Schlusswertung.
Für jede erfüllte Zielkarte erhält der Spieler die dort vermerkten Punkte sowie pro 10 Geld einen Punkt.
Spieler, die in Bejing einen Handelsposten errichtet haben, bekommen entsprechend der Reihenfolge: 10, 7, 4, 1 Punkt(e) sowie pro 2 beliebiger Waren einen Punkt.
Wer die meisten Aufträge erfüllen konnte bekommt noch 7 Punkte extra und der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt das Spiel.


Varianten:
Profi-Variante; die blauen Stadtboni werden zufällig verteilt und nicht nach den Buchstaben, die Charakterkarten können entsprechend der Spielerzahl frei gewählt werden (beginnend beim letzten Spieler und dann gegen den Uhrzeigersinn) und von den Zielkarten erhält jeder 4, von denen man sich dann 2 aussucht.

3 Spieler; es kommen nur 4 schwarze Würfel ins Spiel und das erste Feld bei der Gunst des Khan wird mit einem Würfel (auf 1 gedreht) der nicht mitspielenden Farbe belegt und verbleibt dort das ganze Spiel über.

2 Spieler; es kommen nur 3 schwarze Würfel ins Spiel und das erste und zweite Feld bei der Gunst des Khan wird mit einem Würfel (auf 1 gedreht) einer nicht mitspielenden Farbe belegt, die dort das ganze Spiel über verbleibten. Zusätzlich wird ein (fremder) Würfel auf das Aktionsfeld 5 Geld nehmen gelegt.


Fazit:
AdSvMP ist ein sehr gelungenes Workerplacement-Spiel auf Würfelbasis und sehr hübschen und reichhaltigem Material.
Besonders hervorheben muss man dabei auch die sehr gute Anleitung, welche das anfänglich komplexe Regelwerk und den aufwendigen Aufbau des Spiels wunderbar strukturiert wiedergibt.
Die Autoren nehmen den Leser quasi bei der Hand und führen ihn durch ihr Spiel mit vielen Beispielen und zusätzlichen Erläuterungen. So ist die Anleitung zwar relativ lang ausgefallen, aber am Ende bleiben keine Fragen mehr offen!

Genauso strukturiert verläuft auch das Spiel selbst. Alles wirkt gut durchdacht und ausgewogen und selbst bei verschiedenster Herangehensweise bleibt die Spielmechanik gut austariert.
Unterschiedliche Taktiken versprechen natürlich auch unterschiedliche Erfolge, diese aber vor allem eher im Wettstreit mit den Mitspielern, denn mit dem Spielkern - zum Glück^^. So kann durchaus verbissen gespielt werden und wer dann zu sanftmütig zu Werke geht, kann auch hier schnell den Anschluss verlieren. Aber das ist dann selbstgemacht und liegt nicht an mangelnden Möglichkeiten, denn die bietet das Spiel zuhauf.

Insgesamt kam in den Testrunden daher auch immer eine Begeisterung auf, was man noch(mal) machen möchte und so wurden, trotz der 60-90min. Spielzeit, gerne erneute Runden gespielt.

In den ersten Spielen machten vor allem die zusätzlichen Optionen durch die Charakter-Karten und Zielkarten diskussionswürdige Runden durch, aber mit der Zeit lernte man auch die vermeintlich schwächeren Personen im Spiel schätzen und konnte durch neu entdeckte Taktiken auch mit diesen Erfolge feiern.
Damit schliesst sich dann auch der Erkenntniskreis, dass das Spiel wirklich gut balanciert ist.

Ein einziges Manko fiel beim Material auf und zwar sind die Größenunterschiede der 1er und 3er Warenmarker im Spielgeschehen manchmal schwer auseinander zu halten und sollten unbedingt deutlich getrennt voneinander sortiert sein (s. Fotos).

Rundum darf man AdSvMP wirklich jedem Spiele-Fan empfehlen, ob nun Viel- oder Gelegenheitsspieler, da sich die verschiedenen Facetten jedem auf die eine oder andere Weise erschliessen werden und so jedem Spielertyp gerecht werden. Einzig die Vorbereitung muss durchlebt werden, aber die ist ja wie gesagt sehr hilfreich verfasst worden^^.




weiterführende Hinweise:
- Verlag: Schmidt Spiele (Hans im Glück)
- BGG-Eintrag: https://boardgamegeek.com/boardgame/171 ... marco-polo
- HP: http://www.hans-im-glueck.de/marco-polo/
- Anleitung: deutsch
- Material: bis auf die Übersichten sprachneutral
- Fotos (und lesefreundliche Text-Formatierung): http://www.heimspiele.info/HP/?p=11404
- Online-Variante: -
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05.05.2015

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