Anno 1800

ArtikelNr.: 03-0372

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Das große Aufbau-Strategiespiel über das Zeitalter der Industrialisierung! Im Brettspiel zum beliebten PC-Spiel baut jeder Spieler kontinuierlich die eigene Industrie auf, um seine Heimatinsel weiterzuentwickeln. Schiffsflotten ermöglichen einen regen Handel und die Erschließung neuer Inseln in der Alten und Neuen Welt. Es gilt, die Wünsche der eigenen Bevölkerung zu erfüllen. Sind die Einwohner anfangs noch mit Brot und Kleidung zufrieden, verlangen sie schon bald nach wertvollen Luxusgütern. Dabei müssen die Spieler ihre Produktionsketten sinnvoll planen und die Spezialisierung ihrer Bevölkerung im Auge behalten. Kommt es doch darauf an, eine kluge Verteilung von Bauern, Arbeitern, Handwerkern, Ingenieuren und Investoren zu erreichen. Aber Vorsicht: die Konkurrenz schläft nicht und könnte die neuen Errungenschaften jederzeit vor der Nase wegschnappen! Wer erschafft die florierendste Insel?



Spielmaterial:

    130 Marineplättchen
    125 Bevölkerungsspielsteine
    120 Bauplättchen
    102 Bevölkerungskarten
    38 Goldplättchen
    22 Expeditionskarten
    20 Auftragskarten
    8 Neue-Welt Inseln
    4 Heimat-Inseln
    4 Spielhilfen
    1 Feuerwerksplättchen
    1 Spielanleitung
    1 Spielplan
    1 Startspielerplättchen
Merkmal:

4 von 5 Sternen

Charakteristik

Glück
2 / 5
Strategie
5 / 5
Gestaltung
4 / 5
Suchtfaktor
4 / 5
Sehr gelungene Videospiel-Adaption
Ich bin ja immer sehr skeptisch, wenn es um die Adaption von Videospielen zu Brettspielen geht. Zu häufig überwiegt die Enttäuschung. Auch Anno 1800 hab ich daher kritisch beäugt, gerade da die Videospiel-Vorlage derart komplex ist.
Doch soviel sei verraten: Das Spiel ist eine ausgezeichnete Adaption, die die Komplexität einfängt, ohne unnötig sperrig zu wirken.

Die Spieler produzieren mit ihren Gebäuden Rohstoffe oder verarbeitete Materialien, um damit wiederum neue Gebäude zu kaufen. So wächst das eigene Reich.
Wird es zu eng, kann die Insel durch Erkundungsfahrten um neue Gebiete erweitert werden. Hierbei kann man die alte und die neue Welt bereisen, die analog zum digitalen Zwilling unterschiedliche Güter abwerfen.
Güter, die man nicht produziert, kann man beim Gegner einkaufen, der daran verdient und somit profitiert. Verkäufe ablehnen ist indes nicht möglich.
Wie gewohnt ist die Bevölkerung anspruchsvoll. Ständig fordern sie neue Güter, die es zu produzieren gilt. Hierfür werden Karten gezogen. Dies ist die Kehrseite für einige Aktionen wie die Expansion.
Da der Spieler das Spiel beendet, der zuerst alle Handkarten los ist und tendenziell der gewinnt, der mehr Aufträge fertig gestellt hat, ist es ein Drahtseilakt, wie viele Aufträge man annimmt und versucht abzuschließen. Wie auch im Digitalen kommt es in Anno ständig darauf an, die Balance zu halten und das richtige Timing zu finden.

Anno 1800 ist eine gelungene Aufbausimulation, die ziemlich anspruchsvoll ist und eine gewisse Einstiegshürde bietet. Wer aber schon mal auf dem Bildschirm eine Insel aufgebaut hat, wird schnell ins Spiel kommen und sich in die Mechaniken reinfuchsen.
Der wohl größte Konkurrent ist „Die Kolonisten“, die zwar im Namen nicht „Anno“ stehen haben, die aber in ziemlich genau die gleiche Kerbe schlagen. Beide Spiele haben klare Überschneidungen und sind doch völlig unterschiedlich. Wer das eine mag, wird das andere mögen, ohne das Gefühl zu haben, dass er das gleiche Spiel nun zweifach besitzt.
Anno überzeugt neben der bekannten Grafik mit einem recht hohen Maß an Interaktion, die aber nicht allzu kompetitiv ist, sondern ein Profitieren vom Gegner darstellt. Darum ist es weit mehr „zusammen spielen“ als z.B. bei den Kolonisten, wo man sich zwar im Weg steht, aber an und für sich kein Interesse an den Aktionen des Gegners hat.
Elegant ist der Auslöser des Spielendes, da es den Spielern offen steht, das Spiel kurz oder lang zu halten und auch hier abzupassen, wann es von Vorteil ist, das Spiel abzuschließen.
4 von 5

21.06.2021
Unverbrauchte Spielmechanik
In ANNO 1800, der Brettspielumsetzung des bekannten Computerspiels, lassen die Spieler ihre Bevölkerung neue Produktionsstätten errichten, um so ihre Einwohnerzahl zu vergrößern und zu entwickeln und besondere Bedürfnisse spezieller Einwohner zu befriedigen, die wiederum Vorteile im weiteren Spielverlauf bringen. Zusätzlich kann man Land erschließen, um weitere Bauplätze zu erhalten, ferne Inseln erkunden, um an exotische Güter wie Kakao oder Zuckerrohr zu gelangen und Expeditionen ausrüsten, um Museumsartefakte und Tiere für den Zoo zu finden.

Jeder Spieler verfügt über ein Startgebiet, mit grundsätzlichen Produktionsstätten wie z.B. einen Kartoffelacker oder ein Stahlwerk, sowie einem Erkundungsschiff und 2 Handelschiffen. Darüber hinaus beginnt jeder mit 4 Bauern, 3 Arbeitern und 2 Handwerkern, für die auch entsprechende Bevölkerungskarten gezogen werden.
Das gemeinsame Spielbrett ist im Wesentlichen ein Ablageplan für diverse baubare Werkstätten, wie eine Messingfabrik, eine Schnapsbrennerei oder einen Nähmaschinenproduzenten. Daneben liegen erschließbare Ländereien und Inselplättchen, sowie Bevölkerungskarten.

Ist man am Zug, kann man eine der folgenden Aktionen ausführen:
-Ausbauen: Man muss all jene Dinge, mittels seiner Bevölkerungsklötzchen, produzieren, die für die gewünschte Industrie, die man bauen möchte, benötigt werden (man produziert also Güter nicht auf Vorrat, sondern immer direkt, wenn man sie benötigt). Für fehlende Güter darf man jene auch von Mitspielern ertauschen, was eine unterschiedlich große Zahl eigener Handelschips seiner Boote benötigt. Zusätzlich erhält der Mitspieler ein Gold aus dem allgemeinen Vorrat. Auf diese Weise verbrauchte Bevölkerungsklötzchen werden auf die entsprechenden Produktionsstätten gelegt bzw. beiseite gelegt, wie auch die Handelschips. Genauso funktioniert der Bau von Booten, jedoch darf man so viele und in jener Größe bauen, wie man Werften besitzt.
-Bevölkerungskarte spielen: Produziert man alle Dinge, die eine Bevölkerungskarte auf der Spielerhand benötigt, darf man diese ausspielen (und aktivieren, wodurch man diverse Boni erhält).
-Bevölkerungskartentausch: Bis zu 3 Bevölkerungskarten der eigenen Hand (für die man z.B. nicht die erforderlichen Industrien besitzt bzw. bauen möchte) dürfen unter entsprechende Stapel geschoben werden, wofür neue von oben gezogen werden müssen.
-Arbeitskraft erhöhen: Hier erhöht man seine Bevölkerungszahl um bis zu 3, indem all jene geforderten Güter produziert werden, die jene Gruppe benötigt (Bauern z.B. Bretter, Arbeiter Bretter + Ziegel usw.) Anschließend muss für jeden zusätzlichen Bevölkerungsstein eine entsprechende Bevölkerungskarte gezogen werden.
-Aufsteigen: Durch Produktion bestimmter Güter dürfen bis zu 3 Bevölkerungsklötze zu einer höheren Klasse aufsteigen (z.B. 2 Bauern zu 2 Arbeitern und ein Ingenieur zu einem Investoren).
-Alte Welt erschließen: Für die Abgabe einer steigenden Zahl an Erkundungschips erhält man neue Baufelder, die darüber hinaus immer einen besonderen Bonus bringen.
-Neue Welt erkunden: Für die Abgabe einer steigenden Zahl an Erkundungschips erhält man Zugang zu exotischen Gütern, die folgend erhandelt werden können. Außerdem werden jeweils 3 entsprechende Bevölkerungskarten gezogen.
-Expeditionskarten nehmen: Für 2 Erkundungschips zieht man 3 Expeditionskarten.
-Stadtfest: Auf diese Weise darf man alle seine eingesetzten Bevölkerungssteine und Handels-sowie Erkundungschips reaktivieren, so dass man sie wieder zur Verfügung hat.

Außerdem darf man jederzeit seine Bevölkerung mit Gold bezahlen, damit einzelne Steine wieder reaktiviert werden bzw. man bestimmte Industrien wieder verfügbar macht sowie Auftragskarten aktivieren, die unterschiedliche Spezialaktionen bringen.

Das Spiel endet, sobald ein Spieler all seine Bevölkerungskarten ausgespielt hat. Dann wird die aktuelle Runde zu Ende, sowie eine weitere, gespielt.
Punkte gibt es für: Ausgespielte Bevölkerungskarten (3 Punkte für Bauern/Arbeiter, 5 Punkte für Neue-Welt-Karten, 7 für die restlichen); Expeditionskarten, auf denen man die passenden Bevölkerungssteine setzen kann; für je 3 Gold; 7 Punkte für jenen, der das Spielende ausgelöst hat; erfüllte Auftragskarten, sofern diese für das Spielende zählen (z.B. wer die meisten Ingenieure hat, 3 Punkte pro spezieller Industrie usw.).

->Fazit: Das erste Anno-PC-Spiel habe ich damals gespielt, Anno 1800 kenne ich hingegen nicht mehr, daher weiß ich nicht, inwiefern es gut umgesetzt wurde (eine militärische Komponente gibt es jedenfalls nicht). Als reines Spiel jedoch ist es wirklich großartig geworden. Anfangs tat ich mich etwas schwer darin, keine Waren zu nehmen, sondern sie direkt verbrauchen zu müssen (was natürlich Hin-und hergereiche von Plättchen reduziert), funktioniert aber wirklich gut und macht auch spieltechnisch absolut Sinn, da so auch Produktionskapazitäten begrenzt werden. Auch der eher untypische Rundenverlauf, ohne spezielle Phasen, war etwas gewöhnungsbedürftig, sorgt aber für Spannung und eine eigene Dynamik, wobei eine Partie hierdurch recht unterschiedlich lange laufen kann. Wichtig ist das Beachten der Auftragskarten, da ein wesentlicher Punkteteil durch deren Erfüllung zustande kommt und hierdurch die Partien unterschiedliche Schwerpunkte setzen. Hier liegt enorm viel Potenzial für Erweiterungen, da einfach durch weitere Punkte-Auftragskarten viel Abwechslung geschaffen werden kann.
Einzig die bäuerlichen Startindustrien wurden meines Erachtens zu sehr vernachlässigt. Kartoffeln z.B. benötigt man ausschließlich, um eine Schnapsbrennerei zu errichten. Zwar hat man hierdurch spieltechnisch schnell einen weiteren Bauplatz zur Verfügung, entspricht aber nicht wirklich einer realitätsnahen Ernährung der Bevölkerung (hier fehlen Bevlökerungskarten, die die Produktion von Kartoffeln, Weizen und Wolle erfordern).
Dennoch, ein wirklich tolles Spiel.
4 von 5

14.12.2020
Besser als erwartet
Hatte eigentlich erwartet, dass man hier nur wieder eine Lizenz verwurstet und ein Spiel hinklatscht, was die Leute wegen dem Namen kauft.

Aber ich wurde überrascht. Das Spiel ist sehr taktisch, man hat viele verschiedene taktische Möglichkeiten, und es macht einfach Spaß.
Grundsätzlich baut man wie bei anno viele verschiedene Industrien, von der kohlemine bis zur autofabrik, muss so die Güter die man braucht um seine Bürger zu versorgen Herstellen. Außerdem erkundet man Inseln um sein Reich zu vergrößern oder seltene Rohstoffe zu er handeln.

Es ist anno als Brettspiel und wirklich gut umgesetzt.
4 von 5

23.10.2020

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